Sa 05.01. 2019 23:45Uhr 82:35 min

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Sabine Kuegler (Stella Kunkat) und ihre Mutter Doris (Nadja Uhl, re.) stellen sich langsam auf die fremde Umgebung ein. Bildrechte: MDR/Degeto/UFA Cinema
MDR FERNSEHEN Sa, 05.01.2019 23:45 01:10

Dschungelkind (1)

Dschungelkind (1)

Zweiteiliger Spielfilm Deutschland 2013

Folge 1 von 2

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Im Jahr 1979 zieht der deutsche Linguist Klaus Kuegler mit seiner Familie in den Dschungel von West-Papua, Neuguinea, um dort die Sprache und Gebräuche eines wilden Stammes, der Fayu, zu studieren. Für den Forscher, seine Frau Doris und die drei heranwachsenden Kinder beginnt eine aufreibende Zeit, geprägt von ungewohnten, schwierigen Lebensumständen und der vorsichtigen Annäherung an eine ihnen fremde Kultur, die nach ganz eigenen Regeln funktioniert. Immer wieder kommt es zu Konflikten mit ihren Gastgebern, mit der Zeit gelingt es ihnen aber, sich in den Dorfalltag der Fayu einzufügen. Besonders die achtjährige Sabine lebt in der neuen Umgebung auf. Wird das abenteuerliche Dschungelleben von Dauer sein?

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Doris Kuegler (Nadja Uhl) und Häuptling Boko (McPolly Koima) haben Vertrauen zueinander entwickelt. Bildrechte: MDR/Degeto/UFA Cinema
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Doris Kuegler (Nadja Uhl) und Häuptling Boko (McPolly Koima) haben Vertrauen zueinander entwickelt. Bildrechte: MDR/Degeto/UFA Cinema
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Doris Kuegler (Nadja Uhl, li.) und ihre Tochter Judith (Milena Tscharntke) helfen den Dorfbewohnern. Bildrechte: MDR/Degeto/UFA Cinema
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Der deutsche Sprachwissenschaftler Klaus Kuegler (Thomas Kretschmann) ist mit seiner Frau Doris (Nadja Uhl, re.), und Tochter Sabine (Stella Kunkat) in den Dschungel gezogen. Bildrechte: MDR/Degeto/UFA Cinema
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1979: Der deutsche Sprachwissenschaftler Klaus Kuegler (Thomas Kretschmann) beschließt, mit seiner Frau, der Krankenschwester Doris (Nadja Uhl), und seinen drei heranwachsenden Kindern Judith (Milena Tscharntke), Christian (Tom Hoßbach) und Sabine (Stella Kunkat) in den Dschungel von West-Papua zu ziehen, um die Sprache und Gebräuche des steinzeitlich lebenden Eingeborenenstammes der Fayu zu studieren. Besonders die achtjährige Sabine bewundert ihren Vater für seinen Mut, das Unbekannte zu erforschen. Am Rande des Eingeborenendorfes beziehen die Kueglers ein Haus.

Doch nicht jedes Familienmitglied ist von den neuen Lebensumständen angetan: Besonders Judith, Sabines ältere Schwester, tut sich schwer mit einem Leben wie in der Steinzeit, bei dem verschimmelte Kleidung, Insektenplagen und exotische Speisen an der Tagesordnung sind. Auch Mutter Doris fällt es nicht leicht, sich an die fremden Verhaltensregeln und Rituale zu gewöhnen. Klaus' Devise lautet: Sich auf keinen Fall in die Belange der Fayu einzumischen. Nur so scheint ein friedliches Miteinander möglich. Denn den Fayu eilt ein grausamer Ruf voraus, der sich bewahrheitet, als diese wiederholt mit dem verfeindeten Stamm der Irigre in kriegerischen Fehden aufeinandertreffen.

Den Aberglauben, kranke Dorfbewohner seien mit einem Fluch belastet, kann Doris nicht akzeptieren und greift immer wieder helfend ein. Trotz des schwierigen Zusammenfindens erlebt die Familie aber auch glückliche Zeiten, vor allem Sabine blüht förmlich auf. Doch als sie eines Tages Auri (Emmanuel Simeon), einen verletzten Jungen der Irigre, in ihre Obhut nehmen, droht der Konflikt zwischen den Kueglers und ihren Gastgebern zu eskalieren.
2005 veröffentlichte Sabine Kuegler ihr autobiografisches Buch "Dschungelkind", das von ihren frühen Erlebnissen in der Wildnis West-Papuas zwischen 1979 und 1989 berichtet und schnell zum Bestseller avancierte. Trotz des abenteuerlichen Inhalts zeichnen sich Kueglers Kindheitserinnerungen durch einen ungeschönten, reflektierenden Blick aus, und nach dieser Devise ging auch der mit schwierigen authentischen Stoffen vertraute Regisseur Roland Suso Richter vor, als er sich an deren Verfilmung wagte: Vorwiegend in Malaysia gedreht, gelingt es dem intensiven Drama auf unspekulative Weise, die Begegnung zweier sich fremder Kulturen nachvollziehbar zu machen.

Großen Anteil daran hat auch die großartige Besetzung, bei der neben den erfahrenen Profis Thomas Kretschmann und Nadja Uhl vor allem Stella Kunkat als junge Sabine heraussticht.

(Teil 2 folgt im Anschluss.)
Mitwirkende
Musik: Annette Focks
Kamera: Holly Fink
Buch: Natalie Scharf, Beth Serlin, Florian Schumacher, Richard Reitlinger
Vorlage: Nach der gleichnamigen Autobiografie von Sabine Kuegler
Regie: Roland Suso Richter
Darsteller
Sabine Kuegler (jung): Stella Kunkat
Vater Klaus: Thomas Kretschmann
Mutter Doris: Nadja Uhl
Sabine: Sina Tkotsch
Christian (jung): Tom Hoßbach
Judith: Milena Tscharntke
Christian: Sven Gielnik
Auri (jung): Emmanuel Simeon
Häuptling Boko: McPolly Koima
Gohu: David Kaumara
Auri: Felix Tokwepota
Faisa (jung): Range'e Pati
Faisa: Francesca Passingan
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