So 06.01. 2019 01:10Uhr 81:14 min

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Der deutsche Sprachwissenschaftler Klaus Kuegler (Thomas Kretschmann) ist mit seiner Frau Doris (Nadja Uhl, re.), und Tochter Sabine (Stella Kunkat) in den Dschungel gezogen. Bildrechte: MDR/Degeto/UFA Cinema
MDR FERNSEHEN So, 06.01.2019 01:10 02:30

Dschungelkind (2)

Dschungelkind (2)

Zweiteiliger Spielfilm Deutschland 2013

Folge 2 von 2

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Nach langen Jahren schwieriger Eingewöhnung ist die Familie des deutschen Sprachwissenschaftlers Klaus Kuegler endlich heimisch geworden. Besonders Kueglers jüngste Tochter Sabine ist davon überzeugt, hier ihr echtes Zuhause gefunden zu haben, was durch einen Besuch im fernen Deutschland nur noch bestätigt wird. Selbst als sie zur jungen Frau heranwächst, möchte sie den Stamm der Fayu nicht mehr verlassen. Sie hat sich in den Eingeborenen Auri, ihren Freund aus Kindertagen, verliebt und will mit ihm eine gemeinsame Zukunft beginnen. Doch dann schlägt das Schicksal unbarmherzig zu. Sabine ist gezwungen, ihr künftiges Leben noch einmal neu zu überdenken.

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Der deutsche Sprachwissenschaftler Klaus Kuegler (Thomas Kretschmann) ist mit seiner Frau Doris (Nadja Uhl, rechts), und seinen drei heranwachsenden Kindern (im Bild die achtjährige Tochter Sabine [Stella Kunkat]) in den Dschungel von West-Papua, Neuguinea, gezogen. Hier will er die Sprache und Gebräuche des noch steinzeitlich lebenden Eingeborenenstamms der Fayu erforschen. Sie ziehen in ein Haus am Rande des Eingeborenendorfes. Bildrechte: MDR/Degeto/UFA Cinema
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Der deutsche Sprachwissenschaftler Klaus Kuegler (Thomas Kretschmann) ist mit seiner Frau Doris (Nadja Uhl, rechts), und seinen drei heranwachsenden Kindern (im Bild die achtjährige Tochter Sabine [Stella Kunkat]) in den Dschungel von West-Papua, Neuguinea, gezogen. Hier will er die Sprache und Gebräuche des noch steinzeitlich lebenden Eingeborenenstamms der Fayu erforschen. Sie ziehen in ein Haus am Rande des Eingeborenendorfes. Bildrechte: MDR/Degeto/UFA Cinema
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Für Tochter Sabine wird die neue Umgebung nach anfänglichen Schwierigkeiten zur neuen Heimat. Sie lebt hier auf und freundet sich mit dem Stamm an. Bildrechte: MDR/Degeto/UFA Cinema
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Und nach einer Weile entwickeln auch Doris und der Häuptling Boko (McPolly Koima) Vertrauen zueinander. Bildrechte: MDR/Degeto/UFA Cinema
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Langsam akzeptieren die Einheimischen die Fremden und nehmen auch deren Hilfe an. Bildrechte: MDR/Degeto/UFA Cinema
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Viel Zeit ist vergangen, seit die damals achtjährige Sabine (Stella Kunkat) mit ihren Angehörigen zum Stamm der Fayu in den Dschungel West-Papuas zog. Nach beträchtlichen Anfangsschwierigkeiten ist es der Familie des deutschen Sprachwissenschaftlers Klaus Kuegler (Thomas Kretschmann) inzwischen sogar gelungen, von den Eingeborenen nicht nur als geduldete Besucher, sondern als Freunde anerkannt zu werden. Selbst die Anwesenheit des jungen Auri (Emmanuel Simeon) vom verfeindeten Stamm der Irigre, den die Familie gegen großen Widerstand bei sich aufnahm, wird nun akzeptiert. Besonders Sabine schließt sich eng an Auri an - die gegenseitige Sympathie zwischen den beiden Heranwachsenden ist unübersehbar.

Doch jetzt steht erst einmal eine Reise ins ferne Deutschland an, das die Kinder bisher nicht kannten. Sabine erlebt viele schöne, besondere Momente in der winterlichen – fremden – Heimat, sie merkt schnell, dass ihr die Sitten und Gebräuche des Fayu längst viel näher sind als das Leben in der Zivilisation. Nur ihre Schwester Judith (Milena Tscharntke), die im Dschungel nie richtig heimisch geworden ist, beschließt, nicht mehr mit ihrer Familie dorthin zurückzukehren. Mit den Jahren entwickelt sich Sabine zu einer jungen, selbstständigen Frau (Sina Tkotsch). Auch ihre Neigung zum inzwischen erwachsenen Auri (Felix Tokwepota) geht längst über eine reine Schwester-Bruder-Liebe hinaus, was Vater Klaus und seine Gattin Doris (Nadja Uhl), die im Dorf ein Hospital gegründet hat, besorgt zur Kenntnis nehmen.

Denn sie wissen: Irgendwann wird das scheinbar sorglose Leben in der Wildnis West-Papuas für ihre Tochter ein Ende haben. Als Auri eines Tages an Tuberkulose erkrankt und an den Folgen der Krankheit stirbt, verwandelt sich Sabines persönliches Paradies in einen verzweifelten Albtraum, dem sie entfliehen muss. Ende 1989 geht sie nach Deutschland, um auf einem Eliteinternat Ablenkung zu finden und neu anzufangen. Doch die Erinnerung an das Vergangene lässt sie nicht los: Sabine muss eine Entscheidung für ihr Leben treffen.

Es ist eine epische Geschichte über Liebe, Hass, Vergebung, Brutalität und die Schönheit des Lebens, die Sabine Kuegler in ihren 2005 veröffentlichten Kindheitserinnerungen "Dschungelkind" niederschrieb und die ein Millionenpublikum faszinierte.

Die Verfilmung von Roland Suso Richter nimmt sich Zeit, um Kueglers einzigartige Erlebnisse in der Wildnis West-Papuas mit kongenialem Einfühlungsvermögen umzusetzen, wobei der kulturelle Gegensatz und die Konfrontation mit dem Begriff "Heimat" im zweiten Teil der beeindruckenden Adaption besonders stark herausgearbeitet werden. Zum erstklassigen Darstellerensemble um Thomas Kretschmann und Nadja Uhl gesellt sich Sina Tkotsch hinzu, die als ältere Sabine nun die Rolle ihrer jungen Kollegin Stella Kunkat übernimmt.
Mitwirkende
Musik: Annette Focks
Kamera: Holly Fink
Buch: Natalie Scharf, Beth Serlin, Florian Schumacher, Richard Reitlinger
Vorlage: Nach der gleichnamigen Autobiografie von Sabine Kuegler
Regie: Roland Suso Richter
Darsteller
Sabine Kuegler (jung): Stella Kunkat
Vater Klaus: Thomas Kretschmann
Mutter Doris: Nadja Uhl
Sabine: Sina Tkotsch
Christian (jung): Tom Hoßbach
Judith: Milena Tscharntke
Christian: Sven Gielnik
Auri (jung): Emmanuel Simeon
Häuptling Boko: McPolly Koima
Gohu: David Kaumara
Auri: Felix Tokwepota
Faisa (jung): Range'e Pati
Faisa: Francesca Passingan
Großmutter: Tina Engel
Lehrerin Internat: Isolde Barth
und andere

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Es kribbelt zwischen Bistrobetreiber Serge (Vladimir Korneev) und seiner Aushilfe Jackie (Paula Kalenberg). Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Erika Hauri
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Die Jungs des Dorfes: Guðjón (Sveinn Sigurbjörnsson), Mangi (Theodór Pálsson), Kristján (Blær Hinriksson), Thór (Baldur Einarsson). Bildrechte: MDR/NDR/Roxana Reiss
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