Fr 22.02. 2019 00:00Uhr 68:53 min

Ein zwielichtiger Mann (Fritz Rasp) hat es auf die 140 Mark abgesehen, die Emil gut gesichert bei sich trägt.
Ein zwielichtiger Mann (Fritz Rasp) hat es auf die 140 Mark abgesehen, die Emil gut gesichert bei sich trägt. Bildrechte: MDR/Studio 100
MDR FERNSEHEN Fr, 22.02.2019 00:00 01:08

Zum 120. Geburtstag von Erich Kästner Emil und die Detektive

Emil und die Detektive

Spielfilm Deutschland 1931

  • Mono
  • Schwarz/Weiß
  • HD-Qualität
  • Untertitel

Emil Tischbein darf in den Ferien zur Großmutter nach Berlin fahren. Seine Mutter gibt ihm 140 Mark mit, auf die er gut aufzupassen verspricht. Doch im Zugabteil schenkt ihm ein zwielichtiger Herr ein Bonbon, das ihn ganz schläfrig macht. Als er in Berlin aufwacht, ist der Mann schon weg. Und mit ihm das mühsam ersparte Geld für die Großmutter!

Emil heftet sich an die Fersen des Diebs. Dabei lernt er Gustav mit der Hupe kennen, der alle seine Freunde mobilisiert. Schon bald überwacht eine ganze Schar junger Detektive den Verbrecher und treibt ihn in die Enge.


Gerhard Lamprecht brachte den Kinderbuchklassiker Erich Kästners 1931 ins Kino. "Es muss schon einer sehr verknöchert oder sehr blasiert sein, wenn er nicht nach den ersten zweihundert Metern auf der Leinwand seine zehn oder dreißig oder fünfzig Jahre 'Erwachsenen-Dasein' vergisst und als Kind den Sorgen und Freuden der Kinder folgt", begeistert sich der "Filmkurier" nach der Premiere.

"Emil und die Detektive" wurde von den großen und kleinen Zuschauern euphorisch aufgenommen und für die Ufa zu einem riesigen Erfolg. Selbst in London und New York lief der Film ein Jahr lang im Kino. In Deutschland wurde er bis 1937 gezeigt, obwohl die Nazis Kästners Bücher längst verbrannt und den Autor mit Schreibverbot belegt hatten.

Drehbuchautor Billy Wilder hatte Deutschland nach der Machtübernahme Hitlers 1933 verlassen und machte später in Hollywood eine große, von sechs Oscars gekrönte Karriere. Die Karriere vieler der jugendlichen Darsteller, die durch ihr wunderbar natürliches Spiel beeindrucken, war dagegen nur von kurzer Dauer: Rolf Wenkhaus (Emil), Hans Schaufuß (Gustav mit der Hupe) und Hans Albrecht Löhr (Der kleine Dienstag) kamen im Zweiten Weltkrieg als Soldaten ums Leben.
Mitwirkende
Musik: Allan Gray
Kamera: Werner Brandes
Buch: Billy Wilder nach Erich Kästner
Regie: Gerhard Lamprecht
Darsteller
Grundeis: Fritz Rasp
Emil Tischbein: Rolf Wenkhaus
Emma Tischbein, Mutter: Käthe Haack
Pony Hütchen: Inge Landgut
Großmutter Tischbein: Olga Engl
Gustav mit der Hupe: Hans Joachim Schaufuß
Der fliegende Hirsch: Hans Richter
Professor: Hubert Schmitz
Der kleine Dienstag: Hans Albrecht Löhr
Gerold: Waldemar Kupczyk
Mittenzwey: Ernst-Eberhard Reling
Hotelpage Max: Martin Rickelt
Wachtmeister Jeschke: Rudolf Biebrach
und andere

Hinweis

Hinweis

Diese Sendung kann aus rechtlichen Gründen nicht in die MDR Mediathek eingestellt werden.