So 10.02. 2019 14:00Uhr 89:00 min

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Jutta Müller Bildrechte: MDR/Heinrich
MDR FERNSEHEN So, 10.02.2019 14:00 15:28

Die Eiskönigin aus Chemnitz

Die Eiskönigin aus Chemnitz

Ein Abend für Jutta Müller

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Jutta Müller und einige ihrer Schützlinge

Jutta Müller und einige ihrer Schützlinge

Sie gilt als die erfolgreichste Eislauftrainerin der Welt. Ihre Schützlinge Anett Pötzsch, Gaby Seyfert, Jan Hoffmann und Kati Witt gehören zum Who-is-Who im Eiskunstlauf.

Jutta Müller und Gaby Seyfert
Jutta Müller (li.) wurde 1928 in Chemnitz geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann sie ihre Karriere als Eis- und Rollkunstläuferin. 1949 wurde sie DDR-Meisterin im Rollschuh-Paarlauf. Von 1946 bis 1948 studierte sie Sport und Deutsch und unterrichtete diese Fächer bis Anfang der 50er-Jahre. Ab 1955 wurde sie Eiskunstlauftrainerin. Ihre erste Meisterschülerin war ihre Tochter Gaby (re.). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Annett Pötzsch
Eiskunstläuferin Anett Pötzsch wurde 1980 Olympiasiegerin und 1978 und 1980 Weltmeisterin. Nach ihrer aktiven Laufbahn arbeitete sie als Trainerin. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Jutta Müller und Jan Hoffmann
Einer der erfolgreichsten Schützlinge von Jutta Müller war der Dresdner Jan Hoffmann. Schon als Zwölfjähriger nahm er 1968 an den Olympischen Spielen in Grenoble teil. 1980 gewann er die Olympische Silbermedaille in Lake Placid. Nach seiner Eiskunstkarriere studierte Hoffmann Medizin und arbeitet als Facharzt für Orthopädie. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Nahaufnahme: Kati Witt mit Tränen in den Augen.
Doch die Mühen des Trainings lohnte sich: In den 1980er-Jahren ertanzte Katarina Witt zwei Olympiasiege und vier Weltmeistertitel. 1988 begann sie eine für DDR-Verhältnisse ungewöhnliche Karriere: als Profi in der Eisrevue "Holiday on Ice". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Jutta Müller und Gaby Seyfert
Jutta Müller (li.) wurde 1928 in Chemnitz geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann sie ihre Karriere als Eis- und Rollkunstläuferin. 1949 wurde sie DDR-Meisterin im Rollschuh-Paarlauf. Von 1946 bis 1948 studierte sie Sport und Deutsch und unterrichtete diese Fächer bis Anfang der 50er-Jahre. Ab 1955 wurde sie Eiskunstlauftrainerin. Ihre erste Meisterschülerin war ihre Tochter Gaby (re.). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gaby Seyfert beim Eistanz
Mit Tochter Gaby gelang Jutta Müller Mitte der 60er-Jahre der internationale Durchbruch als Trainerin: Gaby Seyfert gewann 1968 dreimal Silber: bei der Europameisterschaft in Västerås, bei der Weltmeisterschaft in Genf und den Olympischen Spielen in Grenoble. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Siegerehrung Kati Witt.
Als Katarina Witt erfuhr, dass sie Jutta Müller als Trainerin bekommt, wurde ihr mulmig zumute: Sie ahnte, dass sie jetzt ein hartes Training erwarten wird. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Siegerehrung Kati Witt.
Nach Annett Pötzsch wurde Katarina Witt der neue Eislaufstar aus Karl-Marx-Stadt. Kati Witt holte zwei Olympiasiege und vier Weltmeistertitel für die DDR. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Legende zu Lebzeiten - auf Jutta Müller trifft diese Bezeichnung zweifellos zu. Die erfolgreichste Eiskunstlauftrainerin der Welt hat sich mit 57 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften unauslöschlich ins Sport-Geschichtsbuch geschrieben. Sie formte Persönlichkeiten auf dem Eis, deren Namen noch heute mit langem Echo nachklingen: Tochter Gaby Seyfert, Jan Hoffmann, Anett Pötzsch und natürlich Katarina Witt. Für sie und viele andere ist der 90. Geburtstag von Jutta Müller Anlass einer Reise durch gemeinsame Zeiten und eigene Erinnerungen. Sie kehren nach Chemnitz zurück, um ihre Trainerin zu überraschen, sich mit dankbaren Gesten vor der Eiskunstlaufikone zu verneigen und ihr den roten Teppich nicht nur symbolisch auszurollen.

Als "Grand Dame" aus dem Osten Deutschlands wird Jutta Müller zum Inbegriff von Perfektion und Stil. Die Bilder der gut gekleideten Sächsin mit Pelz und Pep gehen genauso um die Welt wie ihr Ruf. Der ist von Strenge, Disziplin, Unnachgiebigkeit geprägt, bringt Müller den Vergleich mit einem "eisernen Schmetterling". Doch die andere Seite der Trainerlegende ist sanft, mütterlich und mitfühlend, wenn sie in Diätzeiten von Katarina Witt mithungert oder die kranke Evelyn Großmann mit selbstgebackenem Apfelkuchen umsorgt.

Sie kümmert sich um Frisuren und Kostüme, ist morgens die erste in der Trainingshalle und löscht abends das Licht. Ganze Radioredaktionen suchen für Müller eine bestimmte Musik; Eltern und Schulen ziehen mit der resoluten Meistermacherin an einem Strang. Das Leistungsdiktat hat seinen Preis - und bedeutet am Ende meist eine Goldmedaille.

Es sind kleine Geschichten und große Gesten, die Müllers Ehemalige prägen und die sie gemeinsam mit ihrer Trainerin noch einmal Revue passieren lassen. Beim Kaffeeklatsch mit Tochter Gaby, in der Eislaufhalle am Küchwald mit Anett Pötzsch und Katarina Witt, an Jan Hoffmanns Seite vor einer überraschenden Ehrung wird der Mythos Müller fassbar. Er ist heute noch in Moskau, Wien und Oberstdorf spürbar, lebt in Aljona Savchenko, Robin Szolkowy oder Ingo Steuer weiter und wird von Chemnitzer Eislaufküken bewundert.

Der Film bietet ein Wiedersehen mit Eiskunstlauflegenden wie Irina Rodnina, Beatrix Schuba, Emmerich Danzer und Alexander Gorschkow sowie den langjährigen internationalen Preisrichtern Walburga Grimm und Reinhard Mirmseker.

Der Zuschauer lernt die Familienmitglieder der Trainerin kennen und erfährt von Juttas ambivalentem Verhältnis zu Tochter Gaby, die die große Trainerkarriere ihrer Mutter begründete. In Russland, wo sie bis heute als "Nascha Gaby" verehrt wird, gelingt ihr 1965 als beste Kürläuferin Europas der internationale Durchbruch. Es folgen olympisches Silber, drei EM-, zwei WM-Titel und nur fünf Jahre später das abrupte, selbstbestimmte Ende ihrer Laufbahn. Gegen den Willen der Trainerin-Mutter. Auch Gaby Seyfert feiert 2018 einen runden Geburtstag, ihren 70.

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