So 24.02. 2019 10:15Uhr 98:52 min

Luise und Lotte (Isa und Jutta Günther)
Luise und Lotte (Isa und Jutta Günther) Bildrechte: MDR/Studio 100
MDR FERNSEHEN So, 24.02.2019 10:15 11:55

Zum 120. Geburtstag von Erich Kästner Das doppelte Lottchen

Das doppelte Lottchen

Spielfilm Deutschland 1950

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Im Ferienheim Seebühl am Bühlsee treffen die braungelockte Luise aus Wien und die bezopfte Lotte aus München aufeinander. Sie sehen sich zum Verwechseln ähnlich und stellen schließlich fest, dass sie Zwillinge sind. Fortan lassen sie nichts unversucht, um die Wiedervereinigung ihrer geschiedenen Eltern zu bewerkstelligen.

Bilder zur Sendung

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In einem Ferienheim treffen sich Luise und Lotte (Isa und Jutta Günther) und stellen fest, dass sie Zwillinge sind, deren Eltern sich vor acht Jahren trennten. Fortan lassen sie nichts unversucht, um die Eltern wieder zu vereinen.
In einem Ferienheim treffen Luise Palfy und Lotte Körner (Isa und Jutta Günther) aufeinander und stellen eine verblüffende Ähnlichkeit fest. Bildrechte: MDR/ZL
In einem Ferienheim treffen sich Luise und Lotte (Isa und Jutta Günther) und stellen fest, dass sie Zwillinge sind, deren Eltern sich vor acht Jahren trennten. Fortan lassen sie nichts unversucht, um die Eltern wieder zu vereinen.
In einem Ferienheim treffen Luise Palfy und Lotte Körner (Isa und Jutta Günther) aufeinander und stellen eine verblüffende Ähnlichkeit fest. Bildrechte: MDR/ZL
Luise und Lotte (Isa und Jutta Günther)
Die beiden Mädchen freunden sich an und kommen zu dem Schluss, dass sie Zwillinge sein müssen. Bildrechte: MDR/Studio 100
Lotte (Jutta Günther, l.), die als Luise zu ihrem Vater Ludwig (Peter Mosbacher) nach Wien gefahren ist, mag dessen Freundin Irene (Senta Wengraf, Mitte) gar nicht.
Sie beschließen, die Rollen zu tauschen. Und so fährt Lotte (Jutta Günther, links) nach den Ferien als Luise zu ihrem Vater Ludwig (Peter Mosbacher) und dessen neuer Freundin Irene (Senta Wengraf, Mitte) nach Wien. Ob die Erwachsenen das Spiel durchschauen? Bildrechte: MDR/Studio 100
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In einem Ferienheim am Bühlsee im Walsertal treffen sich zwei zehnjährige Mädchen, die einander zum Verwechseln ähnlich sehen. Das eine, lebhaftere und braungelockte, heißt Luise Palfy (Isa Günther) und kommt aus Wien. Das andere, stillere und bezopfte, heißt Lotte Körner (Jutta Günther) und kommt aus München. Die erste Bestürzung, die sich bei Luise bis zur Wut steigert, weicht allmählich einer zärtlichen Freundschaft, in deren Verlauf die beiden Kinder entdecken, dass sie Zwillinge sein müssen: Von nun an suchen sie unermüdlich und doch vergeblich, das Geheimnis ihres Lebens zu entdecken.

Schließlich beschließen sie, die Rollen zu tauschen: Luise fährt als Lotte zur Mutter Luiselotte Körner (Antje Weisgerber) nach München und Lotte als Luise zu Kapellmeister Ludwig Palfy (Peter Mosbacher), dem Vater, nach Wien. Obwohl sich die beiden bis zum Ferienende wechselseitig über das Leben der anderen gründlich informiert haben, ereignen sich natürlich noch viele Zwischenfälle, über die sich die Umgebung kopfschüttelnd wundert. Schlimm wird es, als der Vater wieder heiraten will und Lotte daraufhin an einem schweren Nervenfieber erkrankt. Die Mutter kommt durch ein Foto der Mädchen hinter das Geheimnis. Als Luise ihr alles beichtet, ist zumindest ein erstes Wiedersehen aller vier sicher.

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom doppelten Lottchen, Erich Kästners berühmten Roman aus dem Jahre 1949? Ein Jahr später schon begannen die Vorbereitungen für die Verfilmung des Stoffes. Erich Kästner selbst wurde als Drehbuchautor gewonnen, Josef Baky (durch seinen Münchhausen-Film als Spezialist für publikumswirksame Stoffe bekannt) als Regisseur. Über 120 Zwillingspaare wurden getestet, schließlich fiel die Wahl auf Jutta und Isa Günther.

Vor allem Josef von Bakys Ehefrau ist deren lockeres und munteres Spiel zu verdanken, denn sie erwies sich als einfühlsame Kinderbetreuerin vor Ort (Cinema). Der Film-Dienst lobt den "von Erich Kästner gesprochenen Off-Kommentar, der die märchenhafte Hintergründigkeit dieser Utopie einer besseren Kindheit unterstreicht". "Das doppelte Lottchen" wurde 1951 als erster deutscher Film mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.
Mitwirkende
Musik: Alois Melichar
Kamera: Franz Weihmayr, Walter Riml
Buch: Erich Kästner
Vorlage: nach seinem gleichnamigen Roman
Regie: Josef von Baky
Es singen: Gerda Sommerschuh, Ina Gerhein, Katja Sabo, Paul Kuën, Friedrich Bender
Darsteller
Luiselotte Körner: Antje Weisgerber
Ludwig Palfy: Peter Mosbacher
Lotte Körner: Jutta Günther
Luise Palfy: Isa Günther
Irene Gerlach: Senta Wengraf
Hofrat Strobl: Hans Olden
Resi, Palfys Haushälterin: Auguste Pünkösdy
Frau Muthesius: Maria Krahn
Dr. Sternecker: Gustav Waldau
Frau Wagenthaler: Lisl Karlstadt
Fräulein Ulrike: Inge Rosenberg
Fräulein Gerda: Gaby Philipp
Anton Gabele, Kunstmaler: Walter Ladengast
Fräulein Linnekogel, Lehrerin: Gertrud Wolle
Jacob Hoflacher, Fotograf: Rudolf Rhomberg
Der Erzähler: Erich Kästner
und andere

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