So 28.04. 2019 10:15Uhr 108:53 min

Szenen aus dem Film "Die Spur des Falken"
Szenen aus dem Film "Die Spur des Falken" Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih/ Waltraut Pathenheimer
MDR FERNSEHEN So, 28.04.2019 10:15 12:05

Spur des Falken

Spur des Falken

Spielfilm DDR 1968

Zum 10. Todestag von Fred Delmare (01.05.2009)

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Als in den Black Hills um 1875 Gold gefunden wird, kommen zahllose Abenteurer und Bodenspekulanten in das Siedlungsgebiet der Dakota-Indianer. Der junge Kriegshäuptling Weitspähender Falke will sich nicht von ihnen in die Reservation abdrängen lassen.

Nordamerika um 1875/76. In den Black Hills ist Gold gefunden worden. Das gelbe Metall, so ist sich der junge Dakota-Häuptling Weitspähender Falke (Gojko Mitic) sicher, wird viele weiße Männer anlocken. Tatsächlich kommen bald zahllose Bodenspekulanten, Abenteurer, Händler und Siedler in das Land der Schwarzen Berge, das vertragsmäßig allein den Dakota-Indianern zugesichert ist - manche als Freund, doch viele als Feind.

Der skrupellose Bodenspekulant Bludgeon (Hannjo Hasse) lässt kaltblütig Büffelherden niedermetzeln, um den Indianern die Existenzgrundlage zu rauben. In ohnmächtigem Zorn überfällt daraufhin Weitspähender Falke mit seinen Stammesbrüdern den voll besetzten Zug der Union-Pacific-Eisenbahngesellschaft, in dem auch der Friedensrichter John Emmerson (Fred Ludwig) mit seiner Tochter Catherine (Barbara Brylska) sitzt. Da aber auch Leutnant Forsythes (Dietmar Richter-Reinick) Dragoner im Zug sind, scheitert der Angriff der nur mit Pfeil und Bogen bewaffneten Indianer.

Dennoch ist Weitspähender Falke im Gegensatz zu Häuptling Grauer Bär (Laurenti Koschadse) davon überzeugt, gegen die vertragsbrüchigen Eindringlinge kämpfen zu müssen. Er trennt sich vom Hauptlager und will mit seinen Kriegern Waffen beschaffen. Bludgeon versucht inzwischen rücksichtslos seine Interessen durchzusetzen. Den Händler Sam Blake (Helmut Schreiber), der schon über Jahre in der Goldgräbersiedlung Tanglewood mit Dakotas und friedlichen Siedlern Geschäfte treibt, zwingt er, diese mit den Indianern einzustellen. Die von den Siedlern angestrebten Verhandlungen mit den Dakotas werden blutig durchkreuzt.

Bludgeon und seine Anhänger überfallen das Indianerdorf und brennen es nieder. Häuptling Grauer Bär und Luchsauge (Rodam Tschelidse), die bereits den Aufbruch in die Reservate beschlossen haben, werden gefangen genommen und nach Tanglewood verschleppt. Die Goldgräbersiedlung wird nun Schauplatz des offenen Kampfes zwischen den Kriegern des Weitspähenden Falken und Bludgeon mit seinen Männern.

Mit Mut und List gelingt es dem Falken, seine Männer zu befreien und den Abzug seines Stammes aus den verlorenen Black Hills zu sichern. Doch bevor er selbst das Land seiner Väter verlässt, hat Weitspähender Falke noch eine letzte Rechnung mit Giftige Schlange Bludgeon zu begleichen...

"Spur des Falken", dritter Indianerfilm der DEFA, greift auf historische Tatsachen zurück. Bis 1875 verhandelte die amerikanische Regierung mit den Dakotas über den Ankauf der Black Hills. Doch ungeachtet der Vertragssituation wurde das Land von den Weißen besiedelt.

Die Außenaufnahmen entstanden im Kaukasus und in Höhen bis zu 2400 Metern. Der ehemalige Sportlehrer und "Chefindianer der DEFA", Gojko Mitic, beweist einmal mehr in ungedoubelten Szenen tollkühne Sportlichkeit. Die Rolle des weißen Siedlers Peter Hille spielt Fred Delmare, an dessen 10. Todestag am 1. Mai das MDR-Fernsehen erinnern will.

Der gelernte Werkzeugmacher wirkte schon als Jugendlicher bei einer Bauernbühne im thüringischen Sonneberg mit, bevor er in Weimar und West-Berlin Schauspielunterricht nahm. 1950 wechselte er an das Leipziger Schauspielhaus, dem er bis 1970 angehörte. Bekannt wurde der nur 1,60 Meter große Delmare aber vor allem durch seine Rollen in mehr als 200 Filmen. Als Pippig in "Nackt unter Wölfen", Enno Kluge in "Jeder stirbt für sich allein" oder Reifenhändler Saft in "Die Legende von Paul und Paula" wurde Delmare zu einem der populärsten Filmschauspieler in der DDR.

Als Friedrich Steinbach in der Fernsehserie "In aller Freundschaft" spielte er sich auch in den 1990er-Jahren noch einmal in die Herzen der Zuschauer. Am Mittwoch, dem 1.5., ist Fred Delmare noch einmal im MDR-Fernsehen zu sehen: um 8.35 Uhr in dem heiteren Fernsehfilm "So viel Wind und keine Segel".
Mitwirkende
Musik: Karl-Ernst Sasse, Wolfgang Meyer
Kamera: Otto Hanisch
Buch: Günter Karl
Regie: Gottfried Kolditz
Darsteller
Weitspähender Falke: Gojko Mitic
Bludgeon: Hannjo Hasse
Catherine Emmerson: Barbara Brylska
Blauhaar: Lali Meszchi
James Bashan: Rolf Hoppe
Samuel D. Blake: Helmut Schreiber
Peter Hille: Fred Delmare
Fletcher: Hartmut Beer
Bad Face: Milan Jablonsky
Pat Patterson: Holger Mahlich
Friedensrichter: Fred Ludwig
und andere

Gojko Mitić - der DEFA-Indianer

Gojko Mitić war der DEFA-Indianer "vom Dienst". Die meisten Indianer-Filme wurden in Jugoslawien und Rumänien gedreht.

Gojko Mitic als Chingachgook und Andrea Drahota als Wahtawah
1967 | Chingachgook, die große Schlange Gojko Mitić als Chingachgook und Andrea Drahota als Wahtawah. Bildrechte: MDR/Drefa
Gojko Mitic als Chingachgook und Andrea Drahota als Wahtawah
1967 | Chingachgook, die große Schlange Gojko Mitić als Chingachgook und Andrea Drahota als Wahtawah. Bildrechte: MDR/Drefa
Nachdem Weiße einige Stammesmitglieder getötet haben, hat Häuptling Weitspähender Falke (Gojko Mitic, 2. v. rechts) Gewehre besorgt, um die Toten zu rächen. Die Krieger lernen ihre neuen Waffen kennen.
1968 | Spur des Falken Nachdem Weiße einige Stammesmitglieder getötet haben, hat Häuptling Weitspähender Falke (Gojko Mitić, 2. v. rechts) Gewehre besorgt, um die Toten zu rächen. Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih/ Waltraut Pathenheimer
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Der legendäre Indianerführer Tecumseh gespielt von Gojko Mitic kämpft um eine Allianz der verfeindeten Indianerstämme zwischen Ohio und Mississippi.
1972 | Tecumseh Der legendäre Indianerführer Tecumseh gespielt von Gojko Mitić kämpft um eine Allianz der verfeindeten Indianerstämme zwischen Ohio und Mississippi. Bildrechte: MDR/Progress
Der junge Häuptling Ulzana (Gojko Mitic) gehört zu den wenigen Überlebenden eines Massakers, dass der amerikanische Geologe Johnson an dem Apachenstamm verübte.
1974 | Apachen - Ulzana Der junge Häuptling Ulzana (Gojko Mitić) gehört zu den wenigen Überlebenden eines Massakers, dass der amerikanische Geologe Johnson an dem Apachenstamm verübte. Bildrechte: MDR/HAKoMa
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