Do 09.05. 2019 02:50Uhr 29:30 min

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Die Spur der Täter - Logo Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN Do, 09.05.2019 02:50 03:20

Die Spur der Täter

Die Spur der Täter

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Der Hammerschänkenmord

November 1964 - in Radeburg wird traditionell der Karneval gefeiert. Doch diese ausgelassene Zeit wird von einem grausamen Verbrechen überschattet. In der beliebten Gaststätte "Zum Hirsch" wird das bekannte Wirtshaus-Ehepaar Paul und Else Thomschke Opfer eines brutalen Mordes. Es dauert einige Tage, bis der Mörder zweifelsfrei überführt werden kann.

Mitten in den Karnevals-Vorbereitungen verschwindet das Ehepaar Thomschke spurlos. Zwei Tage lang tauchen sie nirgendswo auf. Erika Schuster, die Reinemachfrau, will die Gaststätte für das Wochenende putzen, denn zum Tanz im Festsaal werden 1.000 Gäste erwartet. Am Fußboden und an der Tür stößt sie auf Blut, daraufhin ruft sie die Volkpolizei. Die Leichen von Paul und Else Thomschke werden nach intensiver Suche schließlich grausam zugerichtet im Brunnenschacht ihrer Gastwirtschaft gefunden. Der Hauptverdächtige leugnet beharrlich, doch die DDR-Volkspolizei kommt dem Täter mit intensiver kriminalistischer Arbeit und den damaligen kriminaltechnischen Methoden dennoch auf die Spur und kann ihn schließlich als Mörder überführen. Für den Doppelmord an dem Wirtshaus-Ehepaar wird Klaus Schuricht, der Nachbar der Thomschkes, am 14. Dezember 1965 in Leipzig mit dem Fallbeil hingerichtet. Seine Tat geht als "Hammerschänkenmord" in die sächsische Kriminalgeschichte ein.

In der Sendung kommen Zeitzeugen zu Wort, die die ermordeten Wirtsleute gut kannten und für die die schreckliche Tat bis heute unvergessen bleibt. Wolfgang Schütze von der Polizeihistorischen Sammlung Dresden schildert anhand historischen Materials eindrucksvoll, wie die akribische polizeiliche Arbeit - ohne die heute bekannte Kriminaltechnik - dennoch zu einer eindeutigen Überführung des Täters führte.