Mo 03.06. 2019 23:05Uhr 96:01 min

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Der Chirurg Julien Dandieu (Philippe Noiret) führte mit seiner lebensfrohen Frau Clara (Romy Schneider) eine glückliche Ehe. Bildrechte: MDR/Moviemax
MDR FERNSEHEN Mo, 03.06.2019 23:05 00:40

Das alte Gewehr

Das alte Gewehr

Spielfilm Frankreich/Deutschland 1975

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1944, Frankreich unter deutscher Besatzung. Der Chirurg Julien schickt seine Frau Clara und die Tochter Florence auf das Schloss. Als er die beiden besuchen will, muss er entdecken, dass sie von deutschen Soldaten brutal getötet worden sind. Julien holt das alte Jagdgewehr seines Vaters und begibt sich auf einen Rachefeldzug.

Bilder zum Film

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1944 - Frankreich unter deutscher Besatzung: Als Soldaten die Frau und die Tochter des angesehenen Chirurgen Julien brutal töten, holt Julien das alte Jagdgewehr seines Vaters und begibt sich auf einen Rachefeldzug.

Der Chirurg Julien Dandieu (Philippe Noiret) und seine Frau Clara (Romy Schneider)
Frankreich 1944: Mit seiner lebensfrohen Frau Clara führt Julien Dandieu eine glückliche Ehe. Beruflich kümmert sich der Chirurg in dem nördlich von Toulouse gelegenen Städtchen Montauban im örtlichen Krankenhaus aufopferungsvoll um seine Patienten. Auch Kämpfer der Résistance gehören dazu. Die faschistische französische Miliz droht ihm unverhohlen, sich dafür an seiner Familie zu rächen. Bildrechte: MDR/Moviemax
Der Chirurg Julien Dandieu (Philippe Noiret) und seine Frau Clara (Romy Schneider)
Frankreich 1944: Mit seiner lebensfrohen Frau Clara führt Julien Dandieu eine glückliche Ehe. Beruflich kümmert sich der Chirurg in dem nördlich von Toulouse gelegenen Städtchen Montauban im örtlichen Krankenhaus aufopferungsvoll um seine Patienten. Auch Kämpfer der Résistance gehören dazu. Die faschistische französische Miliz droht ihm unverhohlen, sich dafür an seiner Familie zu rächen. Bildrechte: MDR/Moviemax
Der Chirurg Julien Dandieu (Philippe Noiret) und seine Frau Clara (Romy Schneider)
Aus Sorge um sie will er seine Frau Clara und seine Tochter Florence auf das Familienschloss im Örtchen Barberie bringen, wo er seine Kindheit verbrachte. Doch als er nach dem Rechten sieht, bietet sich ihm ein grauenhaftes Bild: Alle Männer, Frauen und Kinder sind ermordet. Im Hof des Schlosses sieht er die verkohlte Leiche seiner Frau, ein Stück abseits liegt seine erschossene Tochter. Die Mörder sind Soldaten der SS-Division "Das Reich", die sich auf dem Schloss eingenistet haben. Bildrechte: MDR/Moviemax
Der Chirurg Julien Dandieu (Philippe Noiret) und seine Frau Clara (Romy Schneider)
Der sonst so sanfte und friedfertige Arzt - blind vor Schmerz - holt aus einem Versteck das alte Jagdgewehr seines Vaters und startet seinen Rachefeldzug. Einen Soldaten nach dem anderen tötet er. Bildrechte: MDR/Moviemax
Der Chirurg Julien Dandieu (Philippe Noiret) und seine Frau Clara (Romy Schneider)
Die Geschichte des Films basiert auf authentischen Begebenheiten beim Massaker von Oradour-sur-Glane, jenem französischen Dorf, in dem die Waffen-SS am 10. Juni 1944 auf das Grausamste 642 Bewohner tötete. Der MDR zeigt die französische Originalfassung in der DEFA-Synchronisation. Bildrechte: MDR/Moviemax
Der Chirurg Julien Dandieu (Philippe Noiret) führte mit seiner lebensfrohen Frau Clara (Romy Schneider) eine glückliche Ehe.
Neben der fesselnden Geschichte berührt der Film auch durch herausragende Darstellerleistungen, allen voran Romy Schneider und Philippe Noiret. In der alten Bundesrepublik kam der Film unter dem Titel "Abschied in der Nacht" zensiert in die Kinos: Für besonders menschenverachtende Dialoge der Deutschen wurden Alternativszenen gedreht und besonders brutale Szenen wurden geschnitten. Bildrechte: MDR/Moviemax
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Frankreich 1944. In dem nördlich von Toulouse gelegenen Städtchen Montauban kümmert sich der Chirurg Julien Dandieu (Philippe Noiret) im örtlichen Krankenhaus aufopferungsvoll um seine Patienten, zu denen auch Kämpfer der Résistance gehören. Die faschistische französische Miliz droht ihm unverhohlen, sich dafür an seiner Familie zu rächen. Aus Sorge um sie will er seine Frau Clara (Romy Schneider), seine Tochter Florence (Catherine Delaporte), seine Mutter (Madelaine Ozeray) und die Köchin auf das Familienschloss im Örtchen Barberie bringen, wo er seine Kindheit verbrachte.

Letztendlich fährt sein Freund und Kollege Francois (Jean Bouise) nur Clara und Florence aufs Land. Nach fünf Tagen nimmt sich Julien einen Tag Urlaub, um bei seinen Lieben nach dem Rechten zu sehen. Als er im Dorf vor dem Schloss eintrifft, bietet sich ihm ein grauenhaftes Bild: Alle Männer, Frauen und Kinder liegen ermordet in der Kirche, in ihren Häusern, auf den Wegen. Angst getrieben läuft Julien zum Schloss, doch im Hof sieht er die verkohlte Leiche seiner Frau, ein Stück abseits liegt seine erschossene Tochter. Die Mörder sind Soldaten der SS-Division "Das Reich", die sich auf dem Schloss eingenistet haben und jetzt nur noch auf den Abrückbefehl warten.

Während sich die Deutschen im Salon über seinen Champagner hermachen, holt der so sanfte und friedfertige Arzt blind vor Schmerz aus einem Versteck das alte Jagdgewehr seines Vaters. Er schließt die Soldaten im Schloss ein, das er dank seiner Kindheit wie seine Westentasche kennt und wo er sich in den verborgenen Gängen und Katakomben verschanzt. Er sabotiert die Wasserleitungen und bringt die Schlossbrücke zum Einsturz. Damit ist das Schloss von der Umgebung abgeschnitten. Nun startet Julien seinen Rachefeldzug und tötet einen Soldaten nach dem anderen.

Die Geschichte des sehr emotionalen, mehrfach preisgekrönten Films basiert auf authentischen Begebenheiten beim Massaker von Oradour-sur-Glane, jenem französischen Dorf, in dem die Waffen-SS am 10. Juni 1944 auf das Grausamste 642 Bewohner tötete.

In der alten Bundesrepublik kam er unter dem Titel "Abschied in der Nacht" zensiert in die Kinos - für besonders menschenverachtende Dialoge der Deutschen wurden Alternativ-Szenen gedreht und besonders brutale Szenen geschnitten. Der MDR zeigt die französische Originalfassung in der DEFA-Synchronisation.

Der Film berührt nicht nur durch die fesselnde Geschichte, sondern auch durch herausragende Darstellerleistungen, allen voran Philippe Noiret und Romy Schneider.
Mitwirkende
Musik: François de Roubaix
Kamera: Étienne Becker
Buch: Robert Enrico, Pascal Jardin, Claude Veillot
Regie: Robert Enrico
Darsteller
Julien Dandieu: Philippe Noiret
Clara Dandieu: Romy Schneider
François: Jean Bouise
SS-Hauptsturmführer: Joachim Hansen
Offizier der SS: Robert Hoffmann
Doktor Müller: Karl-Michael Vogler
Juliens Mutter: Madeleine Ozeray
Chef der französischen Miliz: Jean-Paul Cisife
Florence Dandieu (8 Jahre): Caroline Bonhomme
Florence Dandieu (13 Jahre): Catherine Delaporte
Deutscher, in Küche getötet: Antoine Saint-John
Chef der Partisanen: Bernard Bireaud
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