Di 02.07. 2019 22:05Uhr 44:12 min

Peter Camps leitete in den 70er Jahren den Zeltplatz in Markgrafenheide. In den Sommermonaten musste er bis zu 4000 Camper betreuen.
Bild 1 - Campen in der DDR Bildrechte: MDR/Bodo Strecke
MDR FERNSEHEN Di, 02.07.2019 22:05 22:48

Klappfix, Hering, Luftmatratze

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Campen in der DDR

Film von Lutz Rentner

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Bilder zur Sendung

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Camping DDR
Wer keinen der raren FDGB-Ferienplätze bekommen konnte, für den gab es nur eine Alternative: das Campen.  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Camping DDR
Wer keinen der raren FDGB-Ferienplätze bekommen konnte, für den gab es nur eine Alternative: das Campen.  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Camping DDR
Nach der offiziellen Statistik machten etwa 30 Prozent der DDR-Bürger Urlaub auf den staatlichen Campingplätzen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Peter Camps leitete in den 70er Jahren den Zeltplatz in Markgrafenheide. In den Sommermonaten musste er bis zu 4000 Camper betreuen.
Peter Camps leitete in den 70er Jahren den Zeltplatz in Markgrafenheide. In den Sommermonaten musste er bis zu 4.000 Camper betreuen. Bildrechte: MDR/Bodo Strecke
Camping DDR
Für den motorisierten Camper hatte die Autoindustrie einiges zu bieten. Das war nicht immer billig, aber durchaus originell. Das berühmte Dachzelt für den Trabant hat wirklich funktioniert. Heute ist es ein Sammlerstück - Der "Klappfix" wird von den Fans noch heute benutzt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Das Dübener Ei der Familie Würdig in den 60er und 70er Jahren auf Reisen
Campen in der DDR – das war auch ein Abenteuer. Und vor allem spottbillig: In der besten Kategorie kostet Mitte der 80er Jahre eine Übernachtung pro Person eine Mark, für Wohnwagen und Auto kommt noch eine Mark dazu. Bildrechte: MDR/Christa Würdig
Bernhard Bräuner sitzt vor seinem selbst gebauten Wohnwagen.
Vor allem Amateurfilme offenbaren, wie einfallsreich die Bürger Ost die Mängel in Ausstattung und Infrastruktur ausgeglichen haben. Bernhard Bräuner sitzt hier vor seinem selbst gebauten Wohnwagen. Bildrechte: MDR/Bernhard Bräuner
Jörg Würdig, sitzt vor einem Wohnwagen "Dübener Ei". Diesen hat sein Opa erfunden.
Auch Jörg Würdig verreist mit einem Wohnwagen "Dübener Ei". Diesen hat sein Opa erfunden. Bildrechte: MDR/Esther Schwade
Helmut Pöschel sitzt neben seiner Super- 8 Kamera.
Die Urlaube mussten natürlich festgehalten werden - Helmut Pöschel präsentiert stolz seine Super-8-Kamera. Bildrechte: MDR/Esther Schwade
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Wer keinen der raren FDGB-Ferienplätze bekommen konnte, für den gab es nur eine Alternative – das Campen. Nach der offiziellen Statistik machten etwa 30 Prozent der DDR-Bürger Urlaub auf den staatlichen Campingplätzen. So individuell, dass es anfangs Zweifel gibt, ob das auch "sozialistisch" genug ist und vor allem auch spottbillig: In der besten Kategorie kostet Mitte der 80er Jahre eine Übernachtung pro Person eine Mark, für Wohnwagen und Auto kommt noch eine Mark dazu.

Campen in der DDR – das war auch ein Abenteuer. Der jugendlich unbedarfte Kurzzelter musste schon hinnehmen, dass es am Morgen keine Brötchen gab und am Abend das Bier alle war. Der erfahrene Camper konnte darüber nur lächeln. Er hatte seinen Vorrat mit.

An den Ostseezeltplätzen spielte auch die FKK-Bewegung eine große Rolle. Als die ersten Nackten am Strand von Prerow Anfang der 50er Jahre auftauchten, wurden sie von der Kasernierten Volkspolizei zusammen mit russischen Soldaten auf Pferden auseinandergetrieben. Aber es war eines der wenigen Verbote, das die DDR nicht durchsetzen konnte. Nacktbaden wurde immer populärer - die Zeltplätze waren dementsprechend gefragt.
Für den motorisierten Camper hatte die Autoindustrie einiges zu bieten. Das war nicht immer billig, aber durchaus originell. Das berühmte Dachzelt für den Trabant hat wirklich funktioniert. Heute ist es ein Sammlerstück. Der "Klappfix" wird von den Fans noch heute benutzt: Ein paar Handgriffe genügen, um aus dem Anhänger ein Zelt samt Küche zu zaubern.

Vor allem Amateurfilme offenbaren, wie einfallsreich die Bürger Ost die Mängel in Ausstattung und Infrastruktur ausgeglichen haben. Aber auch in den Fernseharchiven lagern Camping-Schätze: Legendär sind die Auftritte vom nackten Reporter Wolle am FKK-Strand in der Sendung "Außenseiter, Spitzenreiter", der Fernsehfilm "Camping, Camping" mit Ursula Karusseit und Henry Hübchen zeigt die Höhen und Tiefen im ostdeutschen Camperleben. Zeitzeugen erinnern sich an die schönen, einzigartigen und schwierigen Momente auf den Campingplätzen in der DDR.

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