So 14.07. 2019 23:15Uhr 88:17 min

Dean Reed auf einerm Foto von 1986
Dean Reed auf einem Foto von 1986 Bildrechte: mdr/DRA/Herbert Schulze
MDR FERNSEHEN So, 14.07.2019 23:15 00:45

MDR DOK Der rote Elvis

Der rote Elvis

Film von Leopold Grün

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Dean Reed - als Sänger, Schauspieler, Reiter

Bildergalerie Dean Reed - als Sänger, Schauspieler, Reiter

Der amerikanische Cowboy war ein Multitalent: Er konnte nicht nur singen, sondern machte auch als Schauspieler eine gute Figur und machte alle Stunts selbst. Impressionen aus dem Leben des Künstlers.

Dean Reed
Mit zwölf Jahren begann der Junge aus Denver/Colorado Gitarre zu spielen. Nach der Highschool arbeitete er als "singender Cowboy" auf Touristen-Ranchs und tingelte nachts als Musiker durch die Clubs. Sein Idol war Elvis Presley. Bildrechte: DRA
Dean Reed
Mit zwölf Jahren begann der Junge aus Denver/Colorado Gitarre zu spielen. Nach der Highschool arbeitete er als "singender Cowboy" auf Touristen-Ranchs und tingelte nachts als Musiker durch die Clubs. Sein Idol war Elvis Presley. Bildrechte: DRA
Dean Reed
Bevor Dean Reed in die DDR kam, drehte er ab Mitte der 1960er-Jahre in Italien mehrere Italowestern sowie Mantel- und Degen-Filme wie "Der wilde Korsar der Karibik" (1971), in dem Dean Reed die Hauptrolle des Korsarenkapitäns Alan Drake spielt. Im DEFA-Indianerfilm "Blutsbrüder" vier Jahre später spielte er mit Gojko Mitic die Hauptrollen. Dean Reed hatte das Drehbuch verfasst und sich die Rolle des Harmonika-Spielers auf den Leib geschrieben und den von ihm gesungenen Titelsong "Love your brother" komponiert. Bildrechte: DRA
Dean Reed
"Wo andere diskutierten, griff er zur Gitarre", schreibt Stefan Ernsting in "Der Rote Elvis" (2004). Oft habe er den sozialistischen Alltag allein dadurch durcheinander gebracht, dass er in der Öffentlichkeit zu singen begann. Die Gitarre hatte er immer dabei und zu jedem Thema einen Song parat. Bildrechte: dpa
Dean Reed
Dean Reed war prominenter Gast bei den X. Weltfestspielen 1973 in Ost-Berlin. Bildrechte: dpa
Dean Reed - Der rote Elvis
Seine eigentliche Berufung sah er allerdings als Freiheitskämpfer mit der Gitarre in der Hand. Auslöser dafür waren die soziale Ungerechtigkeit, Armut und Unterdrückung der Menschen in Südamerika. Er unterstützte in Chile Salvator Allende und im Libanon Jassir Arafat. Bildrechte: dpa
Dean Reed
Mitte der 19070er-Jahre war Dean Reed im Ostblock der bekannteste Amerikaner nach Präsident Ford und Herny Kissinger. Er brachte einen Hauch von weiter Welt und Popmusik in den Osten. Bildrechte: dpa
Dean Reed
Wie Gojko Mitic brauchte auch Dean Reed kein Double für Actionszenen. Er hatte großes Talent beim Kunstreiten. Bildrechte: DRA
Dean Reed
Mit elf Jahren hatte sich Dean Reed mit dem Geld, das er fürs Singen bekommen hatte, sein erstes eigenes Pferd gekauft. Damals wollte er Sportreiter werden. Die Liebe zum Reiten behielt er ein Leben lang. Bildrechte: DRA
Dean Reed
Anfang der 1980er-Jahre hatte Dean Reed seine eigene Show im DDR-Fernsehen: Sing, Dean, sing. Die Show wurde im Großen Saal des Palastes der Republik aufgezeichnet. Bildrechte: DRA
Dean Reed
Nach einem heftigen Streit mit seiner Ehefrau verschwand Dean Reed am Abend des 12. Juni 1986. Tags darauf fand man den "einsamen Cowboy" im Zeuthener See bei Berlin tot auf. Mit 47 Jahren hatte Dean Reed seinem Leben ein Ende gesetzt. Er hinterließ einen 15-seitigen Abschiedsbrief, der an den ZK-Abteilungsleiter Eberhard Fensch adressiert war. Er vergaß dabei auch nicht den Staatsratsvorsitzenden: "Grüß mir Erich!" Bildrechte: DRA
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Dean Reed
Mit zwölf Jahren begann der Junge aus Denver/Colorado Gitarre zu spielen. Nach der Highschool arbeitete er als "singender Cowboy" auf Touristen-Ranchs und tingelte nachts als Musiker durch die Clubs. Sein Idol war Elvis Presley. Bildrechte: DRA
Dean Reed, amerikanischer Sänger und Schauspielers und eine der geheimnisvollsten Ikonen der globalen Popkultur zu Zeiten des Kalten Krieges, wird im Juni 1986 tot aus einem See am Rande von Ost-Berlin gezogen. Der "Rote Elvis", der erst in Amerika und dann in der DDR gefeiert wird, war ein Wanderer zwischen den Welten, zwischen West und Ost, zwischen Star-Ruhm und Einsamkeit. Er war befreundet mit Salvador Allende und Yasser Arafat, protestierte auf der ganzen Welt gegen Militär-Regimes und den Vietnamkrieg, drehte Spaghettiwestern in Italien, tourte als erster Amerikaner durch die Sowjetunion, sang Country-Schlager im DDR-Fernsehen und ließ sich mit Maschinengewehr im Libanon ablichten.

Dean Reed war Cowboy und Entertainer, Teenie-Star und Frauenschwarm, Friedenskämpfer und Rebell, der unermüdlich mit seiner Gitarre um den Erdball reiste und dabei nicht nur seine eigenen Grenzen, sondern auch die gültigen Einzugsbereiche der ideologischen Blöcke herausforderte.

Leopold Grün porträtiert den faszinierenden Quertreiber und balanciert dabei geschickt die Episoden aus. "Der Rote Elvis" ist ein einfühlsamer und zugleich kritischer Dokumentarfilm über eine zeitgeschichtliche Ausnahmeerscheinung zwischen Erfolg und Tragik, politischem Engagement und Naivität. Die Filmmusik macht dabei die Erinnerung an die Utopien des "Roten Elvis" nicht nur greifbar, sondern zeigt sie auch in ihrer emotionalen Lebendigkeit.

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