Sa 27.07. 2019 11:45Uhr 29:46 min

Beim Rundgang durch die Staumauer sind bis zu 60 Höhenmeter zurückzulegen
Beim Rundgang durch die Staumauer sind bis zu 60 Höhenmeter zurückzulegen Bildrechte: MDR/Ines Klein
MDR FERNSEHEN Sa, 27.07.2019 11:45 12:15

Der Osten - Entdecke wo du lebst Geteiltes Wasser - Die Eckertalsperre im Harz

Geteiltes Wasser - Die Eckertalsperre im Harz

Ein Film von Ines Klein

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Bilder zur Sendung

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Eckertalsperre - als einzige geteilt durch die innerdeutsche Grenze, die mitten durch See und Mauer verlief.
Die Eckertalsperre - das sind mehrere Millionen Kubikmeter Wasser, angestaut durch eine rund 60 m hohe Mauer, auf der irgendwann eine andere Mauer stand.  Bildrechte: MDR/Ines Klein
Eckertalsperre - als einzige geteilt durch die innerdeutsche Grenze, die mitten durch See und Mauer verlief.
Die Eckertalsperre - das sind mehrere Millionen Kubikmeter Wasser, angestaut durch eine rund 60 m hohe Mauer, auf der irgendwann eine andere Mauer stand.  Bildrechte: MDR/Ines Klein
Der heutige Talsperrenmeister Harald Juch (li) mit Helmut Pape, bis 1990 Chef der Talsperren im Ostharz.
Der heutige Talsperrenmeister Harald Juch (li) mit Helmut Pape. Der 87-jährige Pape war Jahrzehnte lang der Herr über die sieben großen Talsperren im Ostteil des Harzes. Dazu gehörte auch die Eckertalsperre. Bildrechte: MDR/Ines Klein
Staumauer der Eckertalsperre von der Talseite.
Die Staumauer der Eckertalsperre von der Talseite - die Sperre war Ende der 1930er-Jahre in den Harz geklotzt worden, um unter anderem Wolfsburg und Braunschweig mit Trinkwasser zu versorgen.  Bildrechte: MDR/Ines Klein
Grenzschild auf der Westseite der Eckertalsperre.
Die etwas eigentümliche Grenzziehung in den 60ern aber teilte Staumauer und Wasser in zwei Hälften - eine Seite in der DDR, die andere in der BRD. Bildrechte: MDR/Götz Walter
Relikt aus anderen Zeiten. Auch im Inneren der Staumauer Kennzeichnung der Grenze
Heute ist es ein Relikt aus anderen Zeiten - sogar im Inneren der Staumauer wurde die Grenze gekennzeichnet. Bildrechte: MDR/Ines Klein
Relikt aus anderen Zeiten. Grenzstein auf der Staumauer der Eckertalsperre.
Um die Geschichten rund um die Talsperre zu beleuchten, traf das MDR-Team Grenzzieher, illegale Grenzüberschreiter oder ehemalige Grenzer, die sich einst hier schwer bewaffnet gegenüberstanden und sich heute regelmäßig treffen - zum Austausch und zum Wandern in einer herrlichen Landschaft. Bildrechte: MDR/Ines Klein
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Die Eckertalsperre - das sind mehrere Millionen Kubikmeter Wasser, angestaut durch eine rund 60 m hohe Mauer, auf der irgendwann eine andere Mauer stand. "Ich hätte Wolfsburg den Hahn abdrehen können", sagt Helmut Pape. Dabei lächelt er bescheiden und fügt hinzu: "Das hätte ich aber nie gemacht." Der 87-Jährige war Jahrzehnte lang der Herr über die sieben großen Talsperren im Ostteil des Harzes. Dazu gehörte auch die Eckertalsperre. Diese war Ende der 1930er-Jahre in den Harz geklotzt worden, um u.a. Wolfsburg und Braunschweig mit Trinkwasser zu versorgen. Fast noch wichtiger aber: das Brauchwasser für die Volkswagenwerke. Schließlich produzierten die den KdF-Wagen und zudem bis Kriegsende Zehntausende Kübelwagen für das Militär.

Die etwas eigentümliche Grenzziehung in den 60ern aber teilte Staumauer und Wasser in zwei Hälften - weiß Burckhard Nedden, der damals für die Westseite in der verantwortlichen Grenzkommission saß: "Ja, das klingt erstmal komisch, Wasser zu teilen." Aber es sei eben ein Tauziehen gewesen - zwischen DDR und BRD - dieses Grenzziehen. Nach dem Motto: "Gibst du mir ein Stück, gebe ich dir eins." Wenn man es genau nimmt, befand sich fortan also sozialistisches und kapitalistisches Wasser in der Talsperre. Und westdeutsche Städte sowie VW hingen sozusagen zum Teil am volkseigenen Tropf. Doch damit nicht genug: Auch 5 km der Versorgungsleitung Richtung Westen befanden sich auf DDR-Territorium und damit eben jener "Hahn", ein Schieber an der Rohrleitung , von dem Helmut Pape spricht und mit dem man alles hätte "abdrehen" können.

"Der Osten - Entdecke wo Du lebst" erzählt, welche Geschichten sich rund um die Talsperre und diese seltsame Teilung ranken. Das MDR-Team traf Grenzzieher, illegale Grenzüberschreiter, Grenzüberwinder, Grenzöffner und ehemalige Grenzer, die sich einst hier schwer bewaffnet gegenüberstanden und sich heute regelmäßig treffen - zum Austausch und zum Wandern, eben rundherum um diese ungewöhnliche Talsperre, in einer herrlichen Landschaft.

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Willmar Ott. Der Sohn des Schanzenbauers Peter Ott war selbst einst erfolgreicher Springer sowie auch Trainer von Andreas Wank, dem späteren Olympiasiegers im Mannschaftsspringen, der in Rothenburg seinen ersten Sprung gewagt hat.
Willmar Ott. Der Sohn des Schanzenbauers Peter Ott war selbst einst erfolgreicher Springer sowie auch Trainer von Andreas Wank, dem späteren Olympiasiegers im Mannschaftsspringen, der in Rothenburg seinen ersten Sprung gewagt hat. Bildrechte: MDR/Karin Roxer
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