Di 27.08. 2019 21:00Uhr 44:30 min

Der Osten - Entdecke wo du lebst Große Sprünge im Saaletal - Die Schanze von Rothenburg

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Auch bei Hitze ist in Rothenburg im Saaletal Wintersport angesagt. Ab April trainieren hier die Skispringer. Wir begleiten die leidenschaftlichen Sportler bei ihren großen Sprüngen. (nur in D) 45 min
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MDR FERNSEHEN Di, 27.08.2019 21:00 21:45

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Die Schanze in Rothenburg: Im Jahr 1975 wurde zuerst die Schanzenbaude errichtet und bis 1977 die Jugendschanze fertig gestellt.
Die Schanze in Rothenburg: Im Jahr 1975 wurde zuerst die Schanzenbaude errichtet und bis 1977 die Jugendschanze fertig gestellt. Bildrechte: MDR/Willmar Ott
Die Schanze in Rothenburg: Im Jahr 1975 wurde zuerst die Schanzenbaude errichtet und bis 1977 die Jugendschanze fertig gestellt.
Die Schanze in Rothenburg: Im Jahr 1975 wurde zuerst die Schanzenbaude errichtet und bis 1977 die Jugendschanze fertig gestellt. Bildrechte: MDR/Willmar Ott
1977 konnte die Mattenschanze im Nußgrund in Betrieb genommen werden. 8.500 Stunden hatten die Sportler der BSG Motor Rothenburg daran mitgebaut - unentgeltlich.
1977 konnte die Mattenschanze im Nußgrund in Betrieb genommen werden. 8.500 Stunden hatten die Sportler der BSG Motor Rothenburg daran mitgebaut - unentgeltlich. Bildrechte: MDR/Willmar Ott
Die Rothenburger Schanze mit Matten auszustatten, war zu DDR-Zeiten nicht ganz unkompliziert: Zuerst kamen gebrauchte Matten von den Anlagen in Oberhof und Lauscha zum Einsatz.
Die Rothenburger Schanze mit Matten auszustatten, war zu DDR-Zeiten nicht ganz unkompliziert: Zuerst kamen gebrauchte Matten von den Anlagen in Oberhof und Lauscha zum Einsatz. Bildrechte: MDR/Willmar Ott
Skispringen - und das (fast) an der Saale: Der Nußgrund in Rothenburg bot für die skibegeisterten Sportler ideale Bedingungen.
Skispringen - und das (fast) an der Saale: Der Nußgrund in Rothenburg bot für die skibegeisterten Sportler ideale Bedingungen. Bildrechte: MDR/Willmar Ott
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Während rund um Rothenburg Menschen an einem warmen Sommertag Eis essen und unter der Hitze stöhnen, gehen die Rothenburger im Saaletal einem Wintersport nach.

Ein paar Meter über dem Saaletal im kleinen Ort Rothenburg machen sich regelmäßig ab April Skispringer zum Training fertig. Hier beginnt die Saison im Frühjahr - und endet ungewöhnlicher Weise vor dem Winter, wenn der erste Schnee fällt. Denn die Rothenburger Anlage ist mit Kunstmatten ausgelegt. Die elfjährige Emily Teubner zieht sich auch bei über 30 Grad noch den Sprunganzug hoch und nimmt ihren Helm. Ihre Skier muss sie nicht tragen - das macht gern ihr Vater. Auch Andreas ist Skispringer und schleppt öfter zwei Paar Skier die Stufen zur 35 Meter hohen Schanze hinauf.

Beide gehören zum Rothenburger Skiverein. Emily springt - wie ihr Vater - ganz locker ins Tal. Nur noch nicht ganz so weit. "Irgendwann holt sie mich ein", sagt Andreas. Er hat nach etwa 20 Jahren Pause wieder mit dem Skispringen angefangen. Seit einigen Monaten ist er auch der stellvertretende Vereinsvorsitzende in Rothenburg. Und verbringt wie so viele Vereinsmitglieder fast jede freie Minute an der Schanze.

Eigentlich sind es ja drei Sprungschanzen in Rothenburg: Die Peter-Ott-Schanze, die Andreas-Wank-Schanze und die Zwergenschanze, von der sich schon vierjährige Mädchen und Jungen wagen. Klein angefangen haben alle mal. Auch Andreas Wank, Olympiasieger 2014 in Sotschi im Mannschaftsspringen, hat in Rothenburg seinen ersten Sprung gewagt. Das "Fliegen" kam erst viel später. "Das genießt Du nur noch, willst alles aufnehmen, den Wind spüren, die Geschwindigkeit …", beschreibt er das Gefühl beim Springen. Noch heute ist Andreas Wank dem Verein und seiner Heimat eng verbunden. Zum Baumblüten-Wettbewerb ist er fast immer wieder in Rothenburg und trifft neben alten Freunden auch seinen früheren Trainer Wilmar Ott.

Der hat den Bau der Schanzen im Nussgrund hautnah miterlebt, denn sein Vater hatte die fixe Idee und die nötige Hartnäckigkeit, eine Sprungschanze an die Saale zu bringen. Möglich war das nur mit Hilfe des damaligen Drahtseilwerkes. Dort hat Peter Ott, der Schanzenbauer, gearbeitet und viel Unterstützung bekommen. Überhaupt sind die Rothenburger immer dabei, wenn es um vollen Einsatz geht: "Ohne die Eltern der jungen Springer, ohne die vielen Freiwilligen läuft hier gar nichts."

Heute trägt die größte der drei Schanzen im Tannengrund den Namen Peter Ott. Sohn Wilmar, selbst einst erfolgreicher Springer und Trainer, ist stolz auf das, was sein Vater in Rothenburg erreicht hat. "Ein Traum ist in Erfüllung gegangen."

Der Film "Große Sprünge im Saaletal - Die Schanze von Rothenburg" von Karin Roxer und Heiko Kunzmann begleitet die leidenschaftlichen Rothenburger bei ihren großen Sprüngen im Saaletal.

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Bilder zur Reportage Besuch in Rothenburg

Blick auf Spungschanze von oben
Auf der Kunstmatten-Schanze von Rothenburg im Saalekreis wird seit mehr als 40 Jahren trainiert. Bildrechte: MDR/Christian Uhlisch
Blick auf Spungschanze von oben
Auf der Kunstmatten-Schanze von Rothenburg im Saalekreis wird seit mehr als 40 Jahren trainiert. Bildrechte: MDR/Christian Uhlisch
Zwei Skispringer sitzen oben auf der Schanze
Saison ist vom Frühjahr bis kurz vor dem Winter. Bildrechte: MDR/Christian Uhlisch
Vater und Tochter auf einer Anhöhe im Grünen
Die 12-jährige Emily Teubner und ihr Vater Andreas gehören zu den Athleten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kind mit Skiern auf Spungschanze
Beide gehören zum Rothenburger Skiverein – hier Emily mit Anzug und Helm kurz vor dem Sprung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann überreicht Mädchen Pokal und Urkunde
Auch wenn die Zwölfjährige noch nicht so weit springt, wie ihr Vater, so feiert sie doch schon erste Erfolge. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Historisches Bild mit Zuschauern an Sprungschanze
Begonnen hat die Geschichte der Mattenschanze 1977. Damals konnte sie im Nussgrund in Betrieb genommen werden. 8.500 Stunden hatten die Sportler der BSG Motor Rothenburg daran mitgebaut – unentgeltlich. Bildrechte: Wilmar Ott
Historisches Bild: Blick von Sprungschanze mit Zuschauern und Skispringer
Skispringen – und das (fast) an der Saale: Der Nussgrund in Rothenburg bot für die skibegeisterten Sportler ideale Bedingungen. Bildrechte: Wilmar Ott
Historisches Bild: Skispringer springt von Sprungschanze und Leute schauen zu
Die Rothenburger Schanze mit Matten auszustatten, war zu DDR-Zeiten nicht ganz unkompliziert: Zuerst kamen gebrauchte Matten von den Anlagen in Oberhof und Lauscha zum Einsatz. Bildrechte: Wilmar Ott
Historisches Bild: Blick von Sprungschanze mit Zuschauern und Skispringer
Im Jahr 1975 wurde zuerst die Schanzenbaude errichtet und bis 1977 die Jugendschanze fertig gestellt.  Bildrechte: Wilmar Ott
Mann mit Skiern im Hintergrund
Wilmar Ott, früher erfolgreicher Springer und Trainer, hat den Bau der Schanze hautnah miterlebt. Sein Vater hatte die Idee dazu. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Blick auf Fabrik mit Fluss
Möglich war das nur mit Hilfe des damaligen Drahtseilwerkes. Dort hatte Schanzenbauer Peter Ott gearbeitet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eingeschneite Skischanzen in Rothenburg
Heute gibt es in Rothenburg drei Schanzen: die Peter-Ott-Schanze, die Andreas-Wank-Schanze und die Zwergenschanze. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann steht vor eingeschneiten Skischanzen in Rothenburg
Groß geworden sind hier Größen wie Andreas Wank, der 2014 Olympiasieger in Sotschi wurde, oder Kollege Patrick Valentin (im Bild zu sehen). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann vor Fenster in Ausstellung mit Ski-Exponaten
Im Deutschen Skimuseum im bayerischen Planegg bietet Leiter Dr. Gerd Falkner Interessierten einen Überblick über die Skigeschichte. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ausstellung mit Ski-Exponaten
Das Museum beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen von Skiexponaten weltweit.

Dieses Thema im Programm:
MDR FERNSEHEN | Der Osten - entdecke, wo Du lebst | 27. August 2019 | 21:00 Uhr

Quelle: MDR/agz
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