So 22.09. 2019 09:30Uhr 43:21 min

Möwen fliegen aufgeregt über den See.
Möwen fliegen aufgeregt über den See. Bildrechte: imago/BildFunkMV
MDR FERNSEHEN So, 22.09.2019 09:30 10:13

Wanderlust!

Wanderlust!

Der Stevensonweg in den Cevennen

Film von Rolf Lambert

Folge 3 von 4

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Eine Wanderung auf den Spuren des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson. 1878 streifte der Autor der "Schatzinsel" durch die Berge des französischen Zentralmassivs, zwölf Tage lang, mit einer gemieteten Eselin - und schrieb ein Buch darüber: "Reise mit dem Esel durch die Cevennen", die erste Wanderliteratur überhaupt. Der englische Reiseführerautor Bradley Mayhew folgt der Originalroute des Schriftstellers.

Sie führt in zwölf Etappen von der Vulkanlandschaft des Velay 220 Kilometer weit über die Berge des Lozère bis in den Ort St. Jean du Gard in den Cevennen. Im Städtchen Le Puy-en-Velay mit seiner imposanten Kathedrale trifft Bradley seine ortkundige Wanderbegleiterin, Laura Léotoing. Erstes Ziel ist Le Monastier-sur-Gazeille, ein Ort mit trutzigem Kloster. Hier traf Stevenson seine Reisevorbereitungen und fand seine Wanderbegleitung, die störrische Eselin Modestine. Heute gibt es Leih-Esel für die, die auf seinen Spuren die Region entdecken wollen. Bradley mietet ein Grautier namens Makumba.

Der Wanderweg folgt zunächst dem Oberlauf der Loire, passiert Weiler, die von Burgen überragt werden und quert ein Hochplateau. Im Städtchen Pradelles erfährt Bradley, dass vor 250 Jahren hier das "Untier von Gévaudan" sein Unwesen trieb und Dutzende Menschen tötete. Robert Louis Stevenson nennt es in seinem Tagebuch den "Napoleon Bonaparte der Wölfe".

Wie der schottische Schriftsteller übernachtet Bradley in Notre-Dame des Neiges, einem Kloster von Schweige-Mönchen. Am nächsten Morgen besteigt er den Mont Lozère, den höchsten Punkt der Tour. Und trifft Hirten, die ihre Schafe auf die Sommerweiden treiben. Wie ehedem. Die Globalisierung scheint hier noch nicht angekommen. Am gesamten Stevenson-Weg atmet noch das gute "alte Frankreich". Bradley hört vom Mangel an Arbeitsplätzen, genießt dennoch das gute Essen und die Atmosphäre.

Ab jetzt geht es durch die Cevennen, zunächst bergab, in das tiefe Tal der Tarn. In Pont de Montvert begann der Krieg der Camisarden. Stevenson beschreibt ausführlich die hugenottischen Protestanten und ihren Kampf für Religionsfreiheit. Bradley trifft Wassermüller, Bienenzüchter und Ziegenhirten. Und Bauer Jean-Christophe Barthes, der den Pélardon, den berühmte Rohmilchkäse der Cevennen, produziert. Bradley beendet nach zwölf Tagen wie einst Stevenson die Tour in St. Jean du Gard, einem Städtchen am Fluss Gardon - mit einer Partie Boule.

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Wanderlust!

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Folge 4 von 4

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Kraniche sollen heilige Orte bevorzugen und das Phobjikha-Tal tief im Inneren Bhutans ist so ein heiliger Ort - auch wenn seit Monaten kein Ruf eines Kranichs zu hören war. Doch das soll sich in den nächsten Wochen ändern. Es ist Mitte Oktober und alle warten auf die Kraniche - vor allem auch die Jugendlichen wie der Junge Karma. Der 12-jährige Junge Karma kennt all die Mythen und Geschichten. Manche glauben, dass die Seelen der Verstorbenen auf dem Rücken von Kranichen zum Himmel getragen werden - die Kraniche gelten als "Vögel des Glücks". Hier im kleinen Königreich Bhutan nennt man sie Himmelsvögel. Jedes Jahr im November kommen diese Kraniche vom Tibetischen Hochland über die hohen Gipfel des Himalaya nach Bhutan. In Tibet verbringen die Kraniche den Sommer und ziehen dort ihre Küken groß. Zusammen mit den erwachsenen Vögeln fliegen die Jungen dann ins Phobjikha-Tal, wo sie den gesamten Winter in einem Hochtal auf über 3000 Meter verbringen.
Kraniche sollen heilige Orte bevorzugen und das Phobjikha-Tal tief im Inneren Bhutans ist so ein heiliger Ort - auch wenn seit Monaten kein Ruf eines Kranichs zu hören war. Doch das soll sich in den nächsten Wochen ändern. Es ist Mitte Oktober und alle warten auf die Kraniche - vor allem auch die Jugendlichen wie der Junge Karma. Der 12-jährige Junge Karma kennt all die Mythen und Geschichten. Manche glauben, dass die Seelen der Verstorbenen auf dem Rücken von Kranichen zum Himmel getragen werden - die Kraniche gelten als "Vögel des Glücks". Hier im kleinen Königreich Bhutan nennt man sie Himmelsvögel. Jedes Jahr im November kommen diese Kraniche vom Tibetischen Hochland über die hohen Gipfel des Himalaya nach Bhutan. In Tibet verbringen die Kraniche den Sommer und ziehen dort ihre Küken groß. Zusammen mit den erwachsenen Vögeln fliegen die Jungen dann ins Phobjikha-Tal, wo sie den gesamten Winter in einem Hochtal auf über 3000 Meter verbringen. Bildrechte: MDR/BR/Udo A. Zimmermann
MDR FERNSEHEN Sa, 26.09.2020 13:15 13:58
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Grenzsäule am Grünen Band
Grenzsäule am Grünen Band Bildrechte: MDR/Uwe Müller
MDR FERNSEHEN So, 04.10.2020 09:30 10:13

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Grenzgänger am Grünen Band

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MDR FERNSEHEN Sa, 10.10.2020 13:15 13:58

Wilde Azoren

Wilde Azoren

Wunderwelt im Atlantik

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Wasserfall am Fluss Ilse
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MDR FERNSEHEN So, 11.10.2020 09:30 10:15
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Wasserfall am Fluss Ilse
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