Di 29.10. 2019 22:05Uhr 44:36 min

Uwe Schröckenbach in einem roten Auto mit geöffnen Türen.
Uwe Schröckenbach fühlt sich seiner sächsischen Heimat stark verbunden - gerade angesichts der turbulenten Wendezeit ist ihm dieses klare Bekenntnis zu seiner Identität sehr wichtig. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs
MDR FERNSEHEN Di, 29.10.2019 22:05 22:48

Freiheit '89 Generation Wende

Generation Wende

Ein halbes Leben DDR

Film von Ariane Riecker

Folge 2 von 2

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1987 beginnt das Zentralinstitut für Jugendforschung der DDR, damals 14-jährige SchülerInnen sehr detailliert über ihre Lebenssituation und ihre politischen Einstellungen zu befragen.

Zwei Jahre später ändert sich alles. Das Land verschwindet und die Jugendlichen werden in einem neuen Staat erwachsen. Dem einstigen Studienleiter Prof. Peter Förster gelang es, die Studie auch nach dem politischen Umbruch weiterzuführen, bis heute. So ist eine bemerkenswerte Materialsammlung entstanden, über den letzten Jahrgang, der Kindheit und Jugend noch vollständig in der DDR verbrachte.

Es sind die persönlichen Biographien der StudienteilnehmerInnen, die Zeugnis über den Transformationsprozess vom sozialistischen System der DDR ins kapitalistische System der Bundesrepublik ablegen.

In zwei Teilen folgt "Generation Wende" dieser weltweit einmaligen Studie, die über 25 Jahre hinweg ein detailgenaues Bild von DDR-Wendebiografien zeichnet und einen überraschenden Einblick in ostdeutsche Lebenswirklichkeiten gibt. Unter www.generation-wende.de entsteht ein begleitendes Internetprojekt in dem auch die Daten der Studie visuell aufbereitet sind.

Teil 2: Ein halbes Leben DDR
Nicht nur die Teilnehmer sind erwachsen geworden, sondern auch die Studie. Seit 2002 betreuen Wissenschaftler von den Universitäten Leipzig und Dresden die Studie. Neue Fragen stehen im Mittelpunkt. Es geht um Familiengründung, Leistungsdruck, Arbeit und Gesundheit. Das sind auch die Fragen, mit denen sich der zweite Teil des Films "Generation Wende" beschäftigt.

Für einen Großteil der StudienteilnehmerInnen steht in den 90er-Jahren die berufliche Entwicklung klar im Vordergrund. Mit Anfang 20 heiraten und Kinder bekommen, so wie es bis 1989 in der DDR üblich war, kommt für sie nicht in Frage. Zu groß sind die Verlockungen - und die Unsicherheiten. Monty Cachej will auf jeden Fall im Ausland arbeiten, Simone Groß schiebt 20-Stunden-Bereitschaftsschichten - Platz für eine Familie bleibt da nicht.

Und doch haben fast alle StudienteilnehmerInnen eine Familie gegründet und Kinder bekommen - nur etwas später. Monty Cachej, Simone Groß und Kerstin Bittig sind heute Mütter und Familienväter. Familie und Arbeit muss für sie vereinbar sein, so wie früher bei ihren Eltern. Die "Generation Wende" ist geprägt von der DDR und hat sie doch längst hinter sich gelassen. Sie sind angekommen im vereinten Deutschland, und stehen doch Vielem kritisch gegenüber. Sie haben zwei Systeme kennengelernt und das interpretieren die Meisten von ihnen heute als Vorteil.

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