Di 15.10. 2019 00:00Uhr 93:05 min

Anna (Judit Bárdos) trauert erkennbar. Sie steht in einer Sporthalle.
Anna (Judit Bárdos) verliert einen Wettkampf, weil sie das Doping verweigert. Bildrechte: MDR/Departures Film,
MDR FERNSEHEN Di, 15.10.2019 00:00 01:35

Fair Play

Fair Play

Spielfilm Tschechien/Slowakei/Deutschland 2014

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Prag 1983: Die Sprinterin Anna schafft die Aufnahme in ein Sportförderprogramm. Ihre Freude darüber erlischt, als sie herausfindet, dass sie gedopt wird. Sie widersetzt sich dem Doping, aber ihre Mutter verabreicht ihr das Mittel heimlich weiter, damit Anna an den Olympischen Spielen in Los Angeles teilnehmen kann, als Fluchtmöglichkeit.

Bilder zur Sendung

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Anna (Judit Bárdos) trauert erkennbar. Sie steht in einer Sporthalle.
Prag 1983: Die 18-jährige Sprinterin Anna (Judit Bárdos) schafft die Aufnahme in ein exklusives Sportförderprogramm. Ihr Talent und ihre Zielstrebigkeit könnten sie zu den Olympischen Spielen nach Los Angeles bringen. Bildrechte: MDR/Departures Film,
Anna (Judit Bárdos) trauert erkennbar. Sie steht in einer Sporthalle.
Prag 1983: Die 18-jährige Sprinterin Anna (Judit Bárdos) schafft die Aufnahme in ein exklusives Sportförderprogramm. Ihr Talent und ihre Zielstrebigkeit könnten sie zu den Olympischen Spielen nach Los Angeles bringen. Bildrechte: MDR/Departures Film,
 Annas Mutter Irena (Anna Geislerová, r.) hält eine Spritze in der Hand.
Im Trainingslager erfährt sie von Sportfunktionär Kracik (Jiří Wohanka), dass ihr künftig Stomba zur Konditionssteigerung verabreicht werde, ein angeblich harmloses Mittel. Ihre Mutter Irena (Anna Geislerová) darf es ihr spritzen. Bildrechte: MDR/Departures Film
 Annas Mutter Irena (Anna Geislerová, r.) spritzt ihrer Tochter Anna (Judit Bárdos) heimlich ein Dopingmittel.
Anna läuft zur Höchstform auf und bemerkt dabei gar nicht, wie sich ihr Körper sichtbar verändert - bis sie zusammenbricht. Als sie erfährt, dass es sich um ein Dopingmittel handelt, setzt sie es ab. Doch ihre Mutter und ihr Trainer verabreichen es ihr heimlich. Bildrechte: MDR/Departures Film
Marek Kríž (Roman Zach) und Irena (Anna Geislerová) im Gespräch.
Annas Vater lebt im Westen und ihre Mutter Irena, eine ehemalige Top-Tennisspielerin, fiel daraufhin in Ungnade. Sie darf nur noch als Putzfrau arbeiten. Schriftsteller und Systemkritiker Marek Kríž (Roman Zach) bittet sie, seine Texte zu tippen. Bildrechte: MDR/Departures Film
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Sommer 1983, Prag. Das Laufen und der Wettkampf sind Annas (Judit Bárdos) Leben. Ihr Talent und ihre Zielstrebigkeit könnten die hübsche 18-Jährige zu den Olympischen Spielen 1984 nach Los Angeles bringen. Darauf setzen auch die Parteifunktionäre. Sie darf im Trainingszentrum "Roter Stern" trainieren, obwohl das "Kaderprofil" ihrer Familie negativ ist: Ihr Vater lebt im Westen und ihre Mutter Irena (Anna Geislerová) eine ehemalige Top-Tennisspielerin, fiel daraufhin in Ungnade. Sie darf nur noch als Putzfrau arbeiten.

Wenig später erfährt Anna im Trainingslager von dem Sportfunktionär Kracik (Jiří Wohanka), dass sie für ein exklusives Trainingsförderungsprogramm ausgewählt wurde. Zur Konditionssteigerung werde ihr künftig Stromba verabreicht, ein harmloses Mittel, für das sie allerdings eine Geheimhaltungserklärung unterschreiben muss. Anna, leicht irritiert, überredet ihren Trainer Bohdan (Roman Luknár), dass ihre Mutter ihr das Mittel spritzen darf. Schnell laufen sie und ihre beste Freundin – und zugleich Rivalin – Martina (Eva Josefiková) zu Höchstform auf. Obwohl sich Annas Körper sichtbar verändert, schöpft sie keinen Verdacht. Erst als sie eines Tages zusammenbricht und die Krankenhausärztin sie nicht behandeln will, bittet sie ihren Freund Tomáš (Ondřej Novák), das Mittel zu recherchieren.

Das Präparat erweist sich als gefährliches Anabolikum, eine Dopingsubstanz. Anna überredet ihre Mutter, das Mittel heimlich abzusetzen. Sie will einen fairen Wettkampf. Doch ihre Zeiten werden schlechter und schlechter. Die Mutter sieht die Olympia-Qualifikation gefährdet, der Trainer seine Karriere. Als Irena ihm beichtet, dass Anna Stromba abgesetzt hat, verabreichen sie es Anna erneut und nun ohne ihr Wissen. Die Zeiten werden besser, Anna ist stolz, dass sich ihr hartes Training auszahlt. Aber sie denkt auch, dass der anstehende Urintest ihre Entscheidung gegen das Doping ans Licht bringen wird. Doch der Test fällt wider Erwarten zur vollsten Zufriedenheit des Sportmediziners (Ondřej Malý) aus. Anna schöpft Verdacht und stellt ihre Mutter zur Rede. Zutiefst enttäuscht, begehrt sie auf: gegen den Trainer, die Staatssicherheit und ihre Mutter.

Mit "Fair Play" ist der Prager Filmemacherin Andrea Sedláčková ein einfühlsam inszeniertes Drama gelungen, das Doping im Sozialismus zum ersten Mal zum großen Filmthema macht. Authentisch, dicht und packend erzählt sie die fiktive Geschichte einer jungen Sportlerin nach intensiven Recherchen im Sportler- und Ärztemilieu jener Jahre. Eine Geschichte, die angesichts der vielen Dopingfälle, die immer wieder aufgedeckt werden, nach wie vor aktuell ist. Der viel gelobte Spielfilm entstand als tschechisch-slowakisch-deutsche Koproduktion.
Mitwirkende
Musik: David Solar, Miroslav Žbirka
Kamera: Jan Baset Strítežský
Buch: Andrea Sedlácková, Irena Hejdová
Regie: Andrea Sedlácková
Darsteller
Anna Moravcová: Judit Bárdos
Irena Moravcová: Anna Geislerová
Bohdan, Trainer: Roman Luknár
Martina: Eva Josefiková
Tomáš: Ondrej Novák
Marek Kríž: Roman Zach
Unterleutnant Novotný: Igor Bareš
Dr. Pavelka, Sportmediziner: Ondrej Malý
Kracik, stellv. Minister: Jirí Wohanka
Ärztin: Tat'jána Medvecká
Uniformierte Beamtin: Zuzana Mistríková
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Um ihren Starruhm zu sichern, unterschreibt Robin Wright (Robin Wright) von Studioboss Jeff Green und ihres langjährigen Agenten Al ihren letzten Vertrag. Wie schon einige Darsteller vor ihr lässt Robin ihre Gestik, ihre Mimik sowie ihr gesamtes Ausdrucksrepertoire einscannen. Mit dem Erwerb des Images „Robin Wright“ können die Miramount Studios nun ihr digitales Abbild beliebig oft in Filmproduktionen einsetzen - sie selbst wird nicht mehr gebraucht. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Pandora Film
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