Di 22.10. 2019 22:05Uhr 43:47 min

Simone Groß, Passbildervon 1982 bis 1989
Simone Groß, Aufwachsen in der DDR - gesehen durch ihre Passbilder. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs
MDR FERNSEHEN Di, 22.10.2019 22:05 22:48

Freiheit '89 Generation Wende

Generation Wende

Und plötzlich waren wir Bundesbürger

Film von Ariane Riecker

Folge 1 von 2

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Bilder zur Sendung

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Der Grenzübergang Bornholmer Straße am 11. November 1989
1987 beginnt das Zentralinstitut für Jugendforschung der DDR, damals 14-jährige SchülerInnen sehr detailliert über ihre Lebenssituation und ihre politischen Einstellungen zu befragen. Mit der Grenzöffnung am 9. November 1989 ändert sich alles. Das Land verschwindet und die Jugendlichen werden in einem neuen Staat erwachsen -  die "Generation Wende" entsteht. Bildrechte: MDR/Bundesbildstelle/Lehnartz
Der Grenzübergang Bornholmer Straße am 11. November 1989
1987 beginnt das Zentralinstitut für Jugendforschung der DDR, damals 14-jährige SchülerInnen sehr detailliert über ihre Lebenssituation und ihre politischen Einstellungen zu befragen. Mit der Grenzöffnung am 9. November 1989 ändert sich alles. Das Land verschwindet und die Jugendlichen werden in einem neuen Staat erwachsen -  die "Generation Wende" entsteht. Bildrechte: MDR/Bundesbildstelle/Lehnartz
Simone Groß, Passbildervon 1982 bis 1989
Zur dieser Generation zählt auch Simone Groß, die ihre Kindheit und Jugend noch vollständig in der DDR verbrachte, wie auf ihren Passbildern von 1982 bis 1989 zu sehen ist. Als Studienteilnehmerin legt ihre persönlichen Biografie Zeugnis vom damaligen Transformationsprozess ab. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs
Simone Groß auf einem Felsen am Meer
In den 90er-Jahren steht die berufliche Entwicklung für einen Großteil der StudienteilnehmerInnen im Vordergrund. So auch für Simone Groß, die 20-Stunden-Bereitschaftsschichten schiebt - Platz für eine Familie bleibt da nicht. Dennoch nutzt sie die vielen neuen Möglichkeiten, die Welt zu entdecken, hier beim Urlaub 1998. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs
Studienteilnehmer Dr. Monty Cachej im Porträt
Nicht nur die StudienteilnehmerInnen sind inzwischen erwachsen geworden, sondern auch die Studie. Seit 2002 betreuen Wissenschaftler von den Universitäten Leipzig und Dresden die Studie. Neue Fragen stehen im Mittelpunkt. Es geht um Familiengründung, Leistungsdruck, Arbeit und Gesundheit. Auch Dr. Monty Cachej nahm als Jugendlicher an der Studie teil – heute ist er Familienvater. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs
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1987 beginnt das Zentralinstitut für Jugendforschung der DDR, damals 14-jährige SchülerInnen sehr detailliert über ihre Lebenssituation und ihre politischen Einstellungen zu befragen.

Zwei Jahre später ändert sich alles. Das Land verschwindet und die Jugendlichen werden in einem neuen Staat erwachsen. Dem einstigen Studienleiter Prof. Peter Förster gelang es, die Studie auch nach dem politischen Umbruch weiterzuführen. So ist eine bemerkenswerte Materialsammlung entstanden, über den letzten Jahrgang, der Kindheit und Jugend noch vollständig in der DDR verbrachte.

Es sind die persönlichen Biographien der StudienteilnehmerInnen, die Zeugnis über den Transformationsprozess vom sozialistischen System der DDR ins kapitalistische System der Bundesrepublik ablegen.

In zwei Teilen folgt "Generation Wende" dieser weltweit einmaligen Studie, die über 25 Jahre hinweg ein detailgenaues Bild von DDR-Wendebiografien zeichnet und einen überraschenden Einblick in ostdeutsche Lebenswirklichkeiten gibt. Unter www.generation-wende.de entsteht ein begleitendes Internetprojekt, in dem auch die Daten der Studie visuell aufbereitet sind.

* Teil 1: Plötzlich waren wir Bundesbürger:

17 Jahre sind die Studienteilnehmer alt, als die Mauer fällt. Für viele heißt das Aufbruch, Freiheit und völlig neue Möglichkeiten. Die fest vorgezeichneten Lebensläufe sind wieder offen und formbar. Aber die Fragebögen der Studie zeigen auch, dass die DDR-Teenager Angst haben vor dem westdeutschen System, in dem sie nun erwachsen werden müssen. Bereits 1996 war die Hälfte der StudienteilnehmerInnen schon einmal arbeitslos - eine völlig neue Erfahrung für gelernte DDR-Bürger.

Der erste Teil des Films zeigt, wie die jungen Leute mit der unbekannten existenziellen Unsicherheit umgehen, wie sie der neuen Welt begegnen, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und mit Mut und Einfallsreichtum versuchen ihren Weg zu gehen. Geben 1990 noch fast die Hälfte der Teilnehmerinnen an, dass sie Angst vor der Zukunft haben, sind es im Jahr 2000 nur noch 21 Prozent.

Thomas Tschirner, Franka Jentzsch, Uwe Schröckenbach und die anderen TeilnehmerInnen der Studie werden zu kritischen Bürgern der Bundesrepublik. Und trotzdem - ein Großteil von ihnen gibt an, dass sie froh sind, die DDR erlebt zu haben.

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