Do 24.10. 2019 20:15Uhr 44:02 min

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MDR FERNSEHEN Do, 24.10.2019 20:15 21:00

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Mit Sven Voss

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NVA-Unfall in Herbsleben 1960

Es ist nasskalt und neblig am Abend des 14. November 1960, als der Fahrer des NVA-Lkw die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert. Vollbesetzt mit 17 jungen Soldaten kommt der Laster von einer Brücke über die Unstrut ab, überschlägt sich und stürzt rücklings in den Fluss. Fast 60 Jahre später wendet sich einer der Überlebenden des Unfalls an die MDR-Redaktion "Lebensretter": Bitte, spürt meine Retter von damals auf!

Hans Wotta schildert seine Erlebnisse von damals und trifft seine Helfer an der Brücke von Herbsleben wieder. Seit 60 Jahren möchte er sich bei jenen Männern bedanken, die er nie zuvor kennengelernt hat, darunter die ehemaligen Feuerwehrleute Jürgen Steuckardt und Karl-Heinz Mühlbach. Sie erinnern sich an die schwierigen Umstände, unter denen sie versuchten, die eingeklemmten Soldaten aus den eisigen Fluten der Unstrut zu befreien. Auch Jürgen Schieck gehört zu den vielen Bewohnern Herbslebens, die nach dem Unglück zu Hilfe eilten, während Otto Schirrmeister als damals junger Polizeimeister den Unfallhergang rekonstruierte.

Die Soldaten waren am Unglücksabend zur Kirmes eingeladen. Beim alljährlichen Tanzvergnügen im Festsaal des Dorfes wollte Blankenburg den Kameraden für ihren zurückliegenden Ernteeinsatz danken. Was als fröhlicher Ausflug gedacht war, endete für die jungen Männer in einer Katastrophe: Neun von ihnen starben, elf wurden verletzt, zwei davon schwer.

Weitere Themen:

Ein anderes Militärunglück ereignet sich sechs Jahre später in Berlin. Ein sowjetischer Kampfflieger des Typs Jak 28-P stürzt im April 1966 während eines Überführungsflugs in den West-Berliner Stößensee, mitten in der englischen Besatzungszone, mitten im Kalten Krieg. Die beiden Piloten verlieren ihr Leben. Die Kampfmaschine zerschellt nur wenige Meter von Ulrich Thies entfernt im Wasser und versinkt. Der damals Zwölfjährige ist Augenblicke zuvor an gleicher Stelle mit seinem Boot unterwegs. Auch Manfred Häusser, damals Hafenmeister eines Segelclubs, wird Augenzeuge. Presse und Fernsehen im Westen berichten ausführlich, während die sowjetische Armee nur Beobachter schicken darf. Machtlos müssen deren Militärs zusehen, wie den Briten mit dem geborgenen Wrack die modernste sowjetische Luftfahrttechnik in die Hände fällt.

Nur einen Monat später, im Mai 1966, verliert die Sowjetarmee einen weiteren Kampfjet. Diesmal auf dem Gebiet der DDR im Dörfchen Folbern bei Großenhain. Eine Suchoi 7 stürzt nach dem Start vom nahegelegenen Luftwaffenstützpunkt in ein Wohnhaus mitten im Ort. Hannelore Sommer erinnert sich, wie an diesem Tag ihr Elternhaus komplett zerstört wird, und der damalige Wehrleiter Manfred Tenner schildert die Rettungsarbeiten. Einem Wunder gleich wird kein Zivilist getötet, während der Pilot der Unglücksmaschine den Tod findet. Es gelingt den sowjetischen Verantwortlichen, den Unfall zu vertuschen. Mit allen Mitteln und großem Aufwand tilgen sie die Spuren der Katastrophe.

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