Sa 09.11. 2019 16:00Uhr 24:30 min

Freiheit '89 Hüben & Drüben

Die Tandemtour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Komplette Sendung

Eine Frau mit einer roten Jacke und ein Mann mit einer gelben Jacke fahren auf einem Tandem an einem Backsteinhaus vorbei. 25 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN Sa, 09.11.2019 16:00 16:25

Ist die Grenze noch spürbar oder sind die Menschen nach 30 Jahren zu einer Einheit zusammengewachsen? Diese Frage stellen sich die beiden Reporter Elisa und Elias.

Bilder zur Sendung

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 Elisa und Elias mit Tandem auf dem früheren Grenzstreifen
Spielt die Teilung für die Menschen noch eine Rolle? Bildrechte: MDR/414 Films/Kristina Tschesch
 Elisa und Elias mit Tandem auf dem früheren Grenzstreifen
Spielt die Teilung für die Menschen noch eine Rolle? Bildrechte: MDR/414 Films/Kristina Tschesch
Eine Frau mit einer roten Jacke und ein Mann mit einer gelben Jacke fahren auf einem Tandem an einem Backsteinhaus vorbei.
Gibt es hier noch Unterschiede zwischen Ost und West drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall? Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Sie kommt aus dem Westen, er aus dem Osten. Beide sind 30 Jahre alt. Als sie geboren wurden, stand die Mauer nur noch wenige Monate. Gemeinsam starten Elisa und Elias als "Team Einheit" eine Tandemtour entlang der ehemaligen inner-deutschen Grenze – hüben und drüben, also in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Dort suchen sie nach Antworten bei den Menschen, die sie auf der Straße treffen.

Elisa und Elias machen sich im Landkreis Stendal auf die Suche nach Antworten. In Groß Garz treffen sie Birgit Wißwe mit ihrem fahrbaren Minilädchen, die ihnen erzählt, was die Menschen im Osten von damals vermissen. Die Nachfrage nach Ostprodukten in ihrem fahrbaren Laden ist groß. "Die Leute waren es jahrelang gewohnt, das zu nehmen, was da war", sagt eine ihrer Kunden.

In Bömenzien treffen die beiden einen Mann, dessen Familie zu DDR-Zeiten enteignet wurde. In seinem Haus, das er nach einem jahrelang andauernden Kampf wieder zurückbekommen hat, erzählt Helmuth Hörig seine bewegende Geschichte von Enteignung und Vertreibung.

Auf der niedersächsischen Seite in Schöningen fährt das Team durch die Seitenstraßen und stellt fest: Überall leere Geschäfte. Hat das mit der "Wende" zu tun? Elisa und Elias fragen Passanten und besuchen den Gastronom Frank Schulze, der seine Heimatstadt noch von früher kennt. Er erzählt ihnen, warum die "Wende" auch im Westen für Abwanderung und Leerstand gesorgt hat und wie er persönlich dagegen ankämpft. Die beiden merken auf ihrer Tour: Die Spätfolgen des Mauerfalls sind auch heute noch zu spüren.