Di 26.11. 2019 22:05Uhr 44:31 min

Inneres eines  Kleintransporter mit Abhörtechnik aus.
Das Ministerium für Staatssicherheit stattete Kleintransporter bis unters Dach mit Abhörtechnik aus. Dieser Barkas wurde im Volksmund auch als "Lauschkeule" bezeichnet. Bildrechte: MDR/Fernsehbüro
MDR FERNSEHEN Di, 26.11.2019 22:05 22:48

Wirtschaftsspionage der DDR

Wirtschaftsspionage der DDR

Film von Stefan Pannen und Rosa Lübbe

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Bilder zur Sendung

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Stephan Konopatzky an einem Computer, der ihm Zugang zur An der Datenbank "Sira" verschafft.
An der Datenbank "Sira" liefen alle Informationen zusammen: "Bestellungen" von Westtechnik bei der Stasi, Aufträge an Agenten und die Beurteilung des spionierten Materials. Stephan Konopatzky gelang es, diese verloren geglaubten Daten zu entschlüsseln. Bildrechte: MDR/Fernsehbüro
Stephan Konopatzky an einem Computer, der ihm Zugang zur An der Datenbank "Sira" verschafft.
An der Datenbank "Sira" liefen alle Informationen zusammen: "Bestellungen" von Westtechnik bei der Stasi, Aufträge an Agenten und die Beurteilung des spionierten Materials. Stephan Konopatzky gelang es, diese verloren geglaubten Daten zu entschlüsseln. Bildrechte: MDR/Fernsehbüro
Winzige Behälter mit Mikrofilmen.
In winzigen Behältern brachten die Agenten Mikrofilme aus der Bundesrepublik in die DDR. Auf einen Mikratfilm passten bis zu 15 Aufnahmen. Die Bedrohung der Industriespionage aus der DDR wurde von der Bundesrepublik vollkommen unterschätzt. Bildrechte: MDR/Fernsehbüro
Professor Dr. Reinhard Schiffel
Der ehemalige MfS-Mitarbeiter Professor Dr. Reinhard Schiffel führt in die geheimen Entwicklungsstätten der früheren DDR-Betriebe. Er erklärt, wie dort Agenten- und Abhörtechnik angefertigt wurde. Bildrechte: MDR/Fernsehbüro
Professor Dr. Reinhard Schiffel
Der ehemalige MfS-Mitarbeiter Professor Dr. Reinhard Schiffel führt in die geheimen Entwicklungsstätten der früheren DDR-Betriebe. Er erklärt, wie dort Agenten- und Abhörtechnik angefertigt wurde. Bildrechte: MDR/Fernsehbüro
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Die großen Unternehmen der Bundesrepublik wurden über Jahre hinweg systematisch ausspioniert. Nicht nur, wie unlängst bekannt wurde, vom Bündnispartner USA, sondern auch – und in weit größerem Stil als bisher angenommen – von der DDR. Was waren die Ziele der DDR-Wirtschaftsspionage und welcher Techniken bediente sich das Ministerium für Staatssicherheit dabei?

In„Wirtschaftsspionage der DDR“  berichten Insider zum ersten Mal, wie den westlichen Unternehmen geheimste Forschungs- und Entwicklungsunterlagen im Auftrag der Stasi durch eigene Mitarbeiter entwendet wurden. Die taten das nicht nur für Geld, sondern aus ideologischer Überzeugung. Agent „Petermann“ erzählt, wie es ihm gelang, die DDR frühzeitig über den Bau des Kampfflugzeuges Tornado in Kenntnis zu setzen. Spion „Hans Hildebrandt“ legte durch seine Berichte aus der chemischen Industrie im Westen die Grundlage dafür, dass die DDR Plaste und Elaste herstellen konnte. Und Agentenführer Werner Stiller ließ sich von seinen Spionen über die Atomindustrie im Westen berichten.

Sie alle waren angewiesen auf technische Geräte, die das MfS in einer über 1000 Mitarbeiter starken Abteilung, dem operativ-technischen Sektor (OTS), entwickeln ließ: Gießkannen mit eingebauter Kamera, Füller mit versteckten Mikrofonen, fotografierende Schirme und Taschen. Der ehemalige Leiter der OTS-Abteilung Funkaufklärung, Reinhard Schiffel, erläutert, wie dort Agenten- und der Abhörtechnik angefertigt wurden. Er führt uns zu den volkseigenen Betrieben der DDR, in deren geheimen Abteilungen man ausschließlich für den OTS arbeitete.

Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach den geheimen Laboren und Entwicklungsbüros der Stasi in Berlin und Mitteldeutschland und schildert anhand von spektakulären Fällen, woher die Mitarbeiter und Spione des MfS ihre Technik bezogen, wie sie sie einsetzten und welche Ergebnisse sie lieferten.

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Zoltan Schönberger war 1989 bereits Ex-Polizist und lebte in Sanpetru Mare, heute betreibt er einen Dorfladen in Periam (ZOLI 1989) Bildrechte: MDR/Dobrivoie Kerpenisan
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Der Rote Platz in Moskau: Denkmal Marschall Schukow-Denkmal vor dem Historischen Museum Bildrechte: MDR/open house media/Tom Kühne
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