Do 14.11. 2019 22:05Uhr 29:30 min

artour

Das Kulturmagazin des MDR

Komplette Sendung

Moderatorin Evelyn Fischer 30 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN Do, 14.11.2019 22:05 22:35

Beiträge aus der Sendung

Ein Chor bei der Probe 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Zur ARD-Themenwoche "Zukunft und Bildung"

Die Themen:

* Lehrermangel – wie konnte das passieren?
Im September hat eine Studie der Bertelsmann Stiftung einen noch größeren Mangel an Grundschullehrern prognostiziert, als ihn die Kultusministerkonferenz (KMK) bislang angenommen hat. Diese hatte bis 2025 ein Defizit von 15.000 Grundschullehrern vorausgesagt, nun sollen es 26.000 Lehrkräfte sein, die fehlen werden. "artour" spricht mit dem Verfasser der Bertelsmann-Studie, Prof. Klaus Klemm, und fragt nach den neuen Zahlen und stellt dem damaligen Präsidenten der KMK, Thüringens Bildungsminister Helmut Holter, die Frage, warum sich die KMK beim Bedarf an Lehrern so verrechnen konnte und warum es jetzt noch mal 11.000 Lehrer mehr sind, die fehlen werden.
Autor: Tilman Jens

* Quereinsteiger als Lehrer – funktioniert das?
Im September 2017 hat "artour" drei Quereinsteiger in Sachsen porträtiert. Fachleute von "draußen", die den akuten Lehrermangel an den Schulen beheben sollten. Menschen, die noch nie vor einer Schulklasse gestanden haben. Sie mussten beides: Schüler unterrichten und nebenher eine Art Pädagogikstudium absolvieren. "artour" hat jetzt, 2 Jahre später, diese drei Seiteneinsteiger erneut besucht. Zwei von ihnen unterrichten noch, einer ist ausgestiegen. Wir ziehen eine Zwischenbilanz, fragen nach den Gründen fürs Weitermachen und fürs Aussteigen. Und wir fragen, welche Perspektive diese Notlösung überhaupt hat.
Autor: Dennis Wagner

* Was verbirgt sich hinter dem Digitalpakt?
Bund und Länder haben sich im März dieses Jahres nach langem Ringen auf einen Digitalpakt geeinigt - 5,5 Mrd € sollen in die digitale Infrastruktur und Computer-Ausbildung an Schulen investiert werden. "artour" fragt, was genau passieren soll mit diesem Geld und zu welchem Zweck. Dazu sprechen wir mit Medienpädagogen, Lehrern, aber auch mit dem Bildungsminister Sachsen/Anhalts, Marco Tullner und mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Zierer von der Universität Augsburg. Es geht darum, ob die Beherrschung von Computern, die Fähigkeit, Algorithmen zu schreiben und zu programmieren, zu den Grundfertigkeiten eines jeden Schülers gehören müssen, ob wir es mit einer neuen Kulturtechnik zu tun haben, die jeder lernen muss? Oder ob Lesen, Schreiben, Rechnen, Sprechen und Zuhören können nach wie vor die wichtigsten Fähigkeiten bleiben, um unsere Welt von morgen zu gestalten.
Autorin: Simone Unger

* Gibt es Alternativen zur staatlichen Schule? Wie sehen sie aus?
In Deutschland besteht Schulpflicht. Das ist eine Errungenschaft gegenüber früheren Zeiten, als Kinder statt in die Schule aufs Feld oder in die Werkstatt der Eltern zur Arbeit gehen mussten und lesen, schreiben und rechnen entweder gar nicht oder nur in Ansätzen lernten. Der Staat erklärte Schule einerseits zu einer hoheitlichen Aufgabe, verbeamtete Lehrer, stellte für alle verbindliche Curricula auf und postulierte seinen Anspruch, für die Bildung als Daseinsvorsorge zuständig zu sein. Aus diesem Anspruch erwächst aber auch eine Pflicht: Nämlich gute Lernbedingungen in jeder Hinsicht zu gewährleisten. An diesem Anspruch aber scheitert die deutsche Bildungspolitik regelmäßig und massiv. Das Ergebnis: Viele Eltern flüchten in Privatschulen. Sie sind laut Grundgesetz als "Ergänzung" zum staatlichen Schulangebot gedacht. Aber mehr und mehr entwickeln sich die Privatschulen zu einer Parallelwelt für die Kinder von wohlhabenden Eltern, die sich die Flucht aus der staatlichen Bildungsmisere leisten können. Sachsen, mit seinem rigiden und autoritären, auf Elitenfindung ausgerichteten Bildungssystem, verschärft dieses Problem noch dadurch, dass alternative Schulmodelle es hier besonders schwer haben. "artour" spricht mit dem Leiter des Instituts für erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung der FU Berlin, Gerhard de Haan und mit Manja Bürger, Geschäftsführerin des Landesverbandes Deutscher Privatschulen Sachsen/Thüringen und fragt nach alternativen Schulmodellen in Sachsen und in Thüringen und nach der Zukunft der Bildung.
Autor: Sascha Conrad

* Kulturkalender
- Am 15.11. findet der 50. "Nachtgesang" mit dem MDR Rundfunkchor statt, den der Spiritus Rector der Reihe, Howard Arman, dirigiert
- "Moderne Ikonografie. Fotografie, das Bauhaus und die Folgen 1919-2019" im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg, bis 15.01.2020
- Filmtipp: "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" - Kinostart: 14.11.
Autorin: Stephany Mundt

"artour" ist das Kulturmagazin für das MDR-Sendegebiet und für Ostdeutschland. "artour" wird in Rostock wie in Weimar geschaut, aber natürlich auch in Hamburg und München. Das Kulturmagazin mit Ostkompetenz greift Themen auf, die die Zuschauer bewegen.

Von Thälmann bis Theater, von der Kittelschürze bis zum Konzert, von der Off-Bühne bis zur Oper. Themen werden auch mal gegen den Strich gebürstet, egal, ob es sich um eine Kunstausstellung oder einen kulturpolitischen Skandal handelt.

ARD-Themenwoche "Zukunft und Bildung"

Dr. Taft (Theo Lingen) hat sich bei der häuslichen Arbeit verletzt – Denise (Renate Roland, Mitte) und seine Frau (Charlotte Witthauer) zeigen sich ernsthaft besorgt.
Der arme Dr. Taft (Theo Lingen) hat sich bei der häuslichen Arbeit verletzt – die hübsche Denise (Renate Roland, Mitte) und seine Frau (Charlotte Witthauer) zeigen sich ernsthaft besorgt. Bildrechte: MDR/ARD Degeto
MDR FERNSEHEN Fr, 15.11.2019 12:25 13:58

ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung" Betragen ungenügend!

Betragen ungenügend!

Spielfilm Deutschland 1972

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Schüler klettern über eine aus Rundhölzern bestehende und unsicher wirkende Brücke. + Video
Ein falscher Schritt und die Kinder liegen im Wasser. Dabei könnten sie sich schwer verletzen oder sogar ertrinken. Bildrechte: MDR/Maximus Film
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Dr. Taft (Theo Lingen) hat sich bei der häuslichen Arbeit verletzt – Denise (Renate Roland, Mitte) und seine Frau (Charlotte Witthauer) zeigen sich ernsthaft besorgt.
Der arme Dr. Taft (Theo Lingen) hat sich bei der häuslichen Arbeit verletzt – die hübsche Denise (Renate Roland, Mitte) und seine Frau (Charlotte Witthauer) zeigen sich ernsthaft besorgt. Bildrechte: MDR/ARD Degeto
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