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MDR FERNSEHEN Do, 19.12.2019 22:15 22:45

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Das Kulturmagazin des MDR

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Die Themen:

* Von der Sehnsucht nach dem Licht
* Lebensläufe Hans-Joachim Preil
* Neues Album von "The Who"
* Verfilmung "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl"
* Kulturkalender

Mehr zu den Themen:

* Von der Sehnsucht nach dem Licht
Weihnachten. Für die Menschen im Erzgebirge die schönste Zeit des Jahres. Lichterengel, Bergmänner und Schwibbögen in den Fenstern erleuchten die Erzgebirgsorte und künden vom bevorstehenden Fest. Einzigartig diese Tradition des "Lichterfestes", die im Bergbau, in der Sehnsucht der Bergleute nach dem Licht, ihren Ursprung hat. Wie tief dieses Brauchtum noch heute im Erzgebirge verwurzelt ist und wie es gelebt wird, davon erzählt dieser Film. "Von der Sehnsucht nach dem Licht" wird am 23. Dezember, 22.05 Uhr, das erste Mal im MDR-Fernsehen gezeigt.
Autorin: Leonore Brandt

* Lebensläufe Hans-Joachim Preil
"Aber Herr Preil!" Es war dieser Satz, der wie eine Erkennungsmelodie für das bekannteste und erfolgreichste Komiker-Duo der DDR stand. Preil, als mit bildungsbürgerlichem Wissen ausgestatteter Besserwisser, und Rolf Herricht als naiver, aber bauernschlauer Eleve. Der Witz dabei: das Leben als eine Aufeinanderfolge von Missverständnissen in schnellen Pointen mit Wortwitz erzählt. Hans-Joachim Preil schrieb die über 100 Sketche dafür. Er verfasste Theater-Stücke und Komödien, arbeitete als Schauspieler u.a. im DEFA-Film "Wenn du groß bist, lieber Adam", der verboten wurde und erst 1990 seine Premiere hatte, und war als Regisseur tätig.

Hans-Joachim Preil wurde in Hinterpommern, im damaligen Köslin geboren. 1940 begann er ein Schauspielstudium in Berlin, wurde jedoch 1943 zur Wehrmacht eingezogen. Nach dem Krieg kehrte er nach Quedlinburg im Harz zurück, wohin seine Familie evakuiert worden war. Fortan arbeitete er als Schauspieler in Bernburg und Magdeburg, bevor ihn das Fernsehen nach Berlin holte. Der Lebenslauf zeichnet den Weg von Hans-Joachim Preil zu einem der prominentesten Künstler hierzulande nach. Wir zeigen Ausschnitte aus seinen Stücken und Sketchen und aus DEFA-Filmen, in denen Preil zu sehen war, besuchen Orte seiner künstlerischen Karriere. Zu Wort kommen ehemalige Kollegen, Familienmitglieder, Wegbegleiter.
Autor: Jens-Uwe Korsowsky

* Neues Album von "The Who"
Wenn man früher gefragt wurde: Wer ist besser, die Beatles oder die Stones? Dann war die coole Antwort: The Who! Über 2.000 zerstörte Gitarren. Die lautesten Konzerte der Musikgeschichte. Die wildesten Akkorde und die süßesten Melodien. Dreckige Revolutionssongs wie "My Generation". Und opulente Rockopern wie "Tommy" und "Quadrophenia". The Who waren in den 60er und 70ern sehr groß und wichtig. Und sind es nun wieder. Nach 13 Jahren gibt es jetzt endlich ein neues Studioalbum: "Who". Musikalisch eine beachtliche Rückkehr zu alter Stärke. Die Platte enthält elf Songs und dreht sich um Themen wie das Feuer im Grenfell-Turm, Musikdiebstahl, Spiritualität, Wiedergeburt und die Kraft der Erinnerung.

Wir trafen exklusiv die beiden Gründungsmitglieder Pete Townshend und Roger Daltrey in London und sprachen mit ihnen über die befreiende Wirkung zerberstender Instrumente, die hypnotische Wirkung der Windmühlen-Gitarre und ihre wiedererwachte Lust am Lärm. "We are a rock band. We are not a rock'n'roll band. Rock'n'Roll is music to fuck to. We are music to fight to."
Autor: Andreas Krieger

* Verfilmung "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl"
1971 erschien in Großbritannien ein Buch über die Geschichte einer jüdischen Familie, die 1933 vor Hitler fliehen musste. Die Autorin des Buches war schon fast 50 Jahre alt, als sie diese Geschichte aufschrieb - sie hatte sie selbst erlebt: Als neunjähriges Mädchen. Judith Kerr hieß sie und war die Tochter des wohl berühmtesten Theaterkritikers der Weimarer Republik - Alfred Kerr.

Berlin, 1933: Anna ist erst neun Jahre alt, als sich ihr Leben von Grund auf ändert: Um den Nazis zu entkommen, muss ihr Vater nach Zürich fliehen; seine Familie folgt ihm kurze Zeit später. Anna lässt alles zurück, auch ihr geliebtes rosa Stoffkaninchen, und muss sich in der Fremde einem neuen Leben voller Herausforderungen und Entbehrungen stellen.

Judith Kerr schrieb ihre Geschichte nicht in ihrer Muttersprache auf Deutsch, sondern auf Englisch. Das Buch musste 1973 erst übersetzt werden, damit die, für die es eigentlich bestimmt war, es lesen konnten: Die Deutschen. Es wurde ein internationaler Bestseller. Jetzt hat die Oscar-Preisträgerin Caroline Link das Buch "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" aufwändig verfilmt. Judith Kerr starb im Mai dieses Jahres, doch die Regisseurin konnte vorher noch mit ihr über die Verfilmung ihres Buches sprechen. Am 25.12. kommt der Film ins Kino.
Autor: Ulf Kalkreuth

* Kulturkalender
- "Nowinka. Mädchen vor Blumentapete" - Malerei von Josef Nowinka, Kunstsammlung Jena, bis 29.3.2020
- "Das verko(r)kste Krippenspiel" - Knalltheater, Leipzig Nato, 20.12., Neues Schauspiel 21.12., Feinkost Open Air 22.12.
- Kurzfilmtag 2019, 21.12. landauf, landab am kürzesten Tag des Jahres, konkrete Veranstaltungsorte unter www.kurzfilmtag.com
Autorinnen: Ulrike Reiß/Kristin Senger

Mehr zu den Themen

Von der Sehnsucht nach dem Licht
Bildrechte: MDR/promovie/Oliver Kaufmann
MDR FERNSEHEN Mo, 23.12.2019 22:05 22:50
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Hans-Joachim Preil
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MDR FERNSEHEN Do, 19.12.2019 23:15 23:45
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