Mo 09.12. 2019 23:35Uhr 109:30 min

Im Gefängnis: Marie (Angelika Waller; vorne links) besucht mit Tante Hete (Ilse Voigt) ihren inhaftierten Bruder Dieter (Wolfgang Winkler, mitte links).
Im Gefängnis: Marie (Angelika Waller; vorne links) besucht mit Tante Hete (Ilse Voigt) ihren inhaftierten Bruder Dieter (Wolfgang Winkler, mitte links). Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih
MDR FERNSEHEN Mo, 09.12.2019 23:35 01:25

Zum Tod von Wolfgang Winkler Das Kaninchen bin ich

Das Kaninchen bin ich

Spielfilm DDR 1965

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Ost-Berlin nach dem Mauerbau. Die kesse 19-jährige Kellnerin Maria findet bei dem viel älteren Paul Deister ihre erste wirklich große Liebe. Doch dann erfährt sie, dass Paul der Richter ihres Bruders war, der ihn wegen "staatsgefährdender Hetze" zu drei Jahren Zuchthaus verurteilte ...

Bilder zum Film

Bilder zum Film

Bild v.l.n.r.: Zu Tante Hete (Ilse Voigt), bei der Maria (Angelika Waller) auch lebt, hat sie ein besonders enges Verhältnis.
Die elternlose Maria Morzeck (Angelika Waller, rechts) lebt bei ihrer Tante Hete (Ilse Voigt). Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih
Bild v.l.n.r.: Zu Tante Hete (Ilse Voigt), bei der Maria (Angelika Waller) auch lebt, hat sie ein besonders enges Verhältnis.
Die elternlose Maria Morzeck (Angelika Waller, rechts) lebt bei ihrer Tante Hete (Ilse Voigt). Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih
Im Gefängnis: Marie (Angelika Waller; vorne links) besucht mit Tante Hete (Ilse Voigt) ihren inhaftierten Bruder Dieter (Wolfgang Winkler, mitte links).
Marias Bruder Dieter (Wolfgang Winkler, 2. von links) wurde wegen "staatsgefährdender Hetze" zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih
Bild v.l.n.r.: Maria (Angelika Waller) beginnt eine Affäre mit dem verheirateten Richter Paul Deister (Alfred Müller), wissend, dass dieser ihren Bruder zu einem Gefängnisaufenthalt verurteilt hat.
Durch puren Zufall lernt Maria Paul Deister (Alfred Müller) kennen, ihre erste große Liebe. Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih
Bild: Maria (Angelika Waller) zieht in das Ferienhaus des verheirateten Richters Paul Deister (Alfred Müller), mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre hat. Im Garten des Hauses verbringt das Paar viele gemeinsame Stunden.
Maria zieht in das Ferienhaus des verheirateten Richters Paul, mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre hat. Im Garten des Hauses verbringt das Paar viele gemeinsame Stunden. Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih
Durch puren Zufall lernt Maria Morzeck (Angelika Waller) Paul Deister (Alfred Müller), den Richter ihres Bruders, kennen. Er ist ihre erste große Liebe.
Als sich herausstellt, dass Paul der Richter ihres Bruders war, versucht Maria, diese Liebe nicht mit Dieters Fall zu belasten. Bildrechte: MDR/Progress
Bild v.l.n.r.: Im Elternhaus kommt es zur gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Marie (Angelika Waller) und ihrem Bruder Dieter (Wolfgang Winkler), als dieser erfährt, dass Marie eine Affäre mit dem Richter hat, der ihn ins Gefängnis brachte.
Doch Dieter, der vorzeitig entlassen wird, erfährt von dem Verhältnis - und schlägt seine Schwester zusammen. Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih
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Die elternlose Maria Morzeck (Angelika Waller) lebt bei ihrer Tante Hete (Ilse Voigt) und arbeitet als Kellnerin im "Bayrisch-Zell". Eigentlich wollte sie Slawistik studieren und Dolmetscherin werden. Doch weil ihr Bruder Dieter (Wolfgang Winkler) wegen "staatsgefährdender Hetze" zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, ließ man sie nicht zum Studium zu.

Durch puren Zufall lernt Maria Paul Deister (Alfred Müller) kennen, ihre erste große Liebe. Als sich herausstellt, dass er der Richter ihres Bruders war, versucht sie, diese Liebe nicht mit Dieters Fall zu belasten. Doch je näher sie Paul kennen lernt, desto mehr Fragen drängen sich ihr auf. Sie merkt, dass er Menschen ebenso wie Gesetze nur für seine Karriere benutzt. Sie schreit ihm ihre Verachtung ins Gesicht und verlässt ihn enttäuscht. Als der vorzeitig entlassene Bruder von dem Verhältnis erfährt, schlägt er seine Schwester zusammen. Maria zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus und ist entschlossen, um ihren Studienplatz zu kämpfen.

Kurt Maetzig, einer der renommiertesten DEFA-Regisseure, glaubte nach dem Bau der Mauer, dass man kritischer mit dem DDR-Alltag im Film umgehen könne. Er wolle etwas "vom Lebensgefühl der jungen Generation vermitteln und zwar ohne Schablone und ins Bild gesetztes Wunschdenken", erklärte er während der Dreharbeiten. Doch er hätte gewarnt sein müssen - schon die literarische Vorlage, ein Roman von Manfred Bieler, durfte nicht erscheinen, auch Maetzigs Film wurde verboten.

Dies geschah im Zusammenhang mit dem 11. Plenum des ZK der SED im Dezember 1965, wo Walter Ulbricht alle ihm nicht genehmen Gegenwartsfilme als "Kaninchenfilme" beschimpfte. Der Film erlebte erst im November 1989 seine Kinopremiere - und das Publikum war erstaunt ob des entlarvenden Humors, mit dem die klarsichtige Gesellschaftskritik vermittelt wurde.
Mitwirkende
Musik: Reiner Bredemeyer, Gerhard Rosenfeld
Kamera: Erich Gusko
Buch: Manfred Bieler
Vorlage: Nach seinem Roman "Maria Morzeck oder Das Kaninchen bin ich"
Regie: Kurt Maetzig
Darsteller
Maria Morzeck: Angelika Waller
Paul Deister: Alfred Müller
Tante Hete: Ilse Voigt
Dieter Morzeck: Wolfgang Winkler
Der Bürgermeister: Helmut Schellhardt
Gabriele Deister: Irma Münch
Grambow: Rudolf Ulrich
Edith Grambow: Annemarie Esper
Herbert Wolf: Hans Hardt-Hardtloff
Major Helmrich: Christoph Engel
Kellner Oskar: Willi Narloch
Polizist im Gerichtssaal: Walter Lendrich
Schuldirektor: Walter Jupé
Vorsitzender des Gerichts: Peter Borgelt
Sportlehrer Ulli: Willi Schrade
Staatsanwalt Hoppe: Dieter Wien
Häftling: Hans Klering
Marias Mitschülerin: Carmen-Maja Antoni
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