So 12.01. 2020 22:30Uhr 89:33 min

Erich Mielke (Kaspar Eichel) im Haftkrankenhaus JVA Moabit 1991
Erich Mielke (Kaspar Eichel) im Haftkrankenhaus JVA Moabit 1991 Bildrechte: MDR/LOOKS Film
MDR FERNSEHEN So, 12.01.2020 22:30 00:00

MDR DOK Erich Mielke - Meister der Angst

Erich Mielke - Meister der Angst

Dokudrama von Jens Becker & Maarten van der Duin

  • Stereo
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Untertitel
  • VideoOnDemand

Bilder zum Film

Bilder zum Film

Erich Mielke (Kaspar Eichel, re.) bittet Gennadi Titow (Victor Choulman) um Hilfe 1989
Erich Mielke (re.) war nicht nur ein Karrierist und überzeugter Parteisoldat, er ordnete seinen Überzeugungen auch sein ganzes Leben unter. Bildrechte: ARD Foto
Erich Mielke (Kaspar Eichel, re.) bittet Gennadi Titow (Victor Choulman) um Hilfe 1989
Erich Mielke (re.) war nicht nur ein Karrierist und überzeugter Parteisoldat, er ordnete seinen Überzeugungen auch sein ganzes Leben unter. Bildrechte: ARD Foto
Erich Mielke (Kaspar Eichel, mi.) mit seinen stell. Ministern zum 40. Jahrestag der DDR
Mit 50 Jahren wurde Mielke Minister für Staatssicherheit in der DDR. 32 Jahre lang stand er an der Spitze der Stasi und baute ein Überwachungssystem auf, das zig Tausende Spitzel beauftragte. Bildrechte: ARD Foto
Erich Mielke (Kaspar Eichel, li.) bittet seine stell. Ministern zum Raport
Im Zusammenhang mit dem Ausnahmezustand in Polen infolge der Solidarnosc-Streiks gab es erhebliche Konflikte innerhalb des Politbüros. Stoph, Mittag und Tisch warfen Mielke eine Fehleinschätzung der Lage vor. Doch los wurden sie ihn nicht. Bildrechte: MDR/LOOKS Film
Erich Mielke (Kaspar Eichel) bespricht mit Gennadi Titow (Victor Choulman) die aktuelle Lage 1989 (v.l.)
1989, als Massen von Menschen auf die Straße gingen, wurde es eng für Mielke. Mit KGB-Offizier Titow (links im Bild) besprach er die Lage. Bildrechte: MDR/LOOKS Film
Erich Mielke (Kaspar Eichel) im Haftkrankenhaus JVA Moabit 1991
Nach dem Mauerfall wurde Mielke verhaftet. Allerdings nicht wegen seiner Tätigkeit als Stasichef, sondern wegen der Erschießung zweier Polizisten 1931, an der er beteiligt gewesen sein soll. Ein Gericht verurteilte ihn zu sechs Jahren Haft. Bildrechte: ARD Foto
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Erich Mielke, war einer der umstrittensten Politiker der DDR. Als langgedienter Minister für Staatssicherheit war er ein überzeugter Parteisoldat, der aus Motiven handelte, die er humanistisch nannte: Er war ein Mann mit unglaublicher Machtfülle, ein Karrierist und politischer Überlebenskünstler, ein Arbeitstier, der sein Leben stets der großen Sache unterordnete.

Doch wer war eigentlich dieser Mann, über den selbst CIA und BND Akten führten? Dieser Film versucht den Menschen Mielke hinter dem totalitären Apparat zu zeigen: seine Motivation, sein Glaube, seine Macht, sein Funktionieren und sein Scheitern.

Das Dokudrama zeigt Erich Mielke auf dem Höhepunkt seiner Macht 1988/1989 bis zur totalen Resignation im Gefängnis 1991. In Spielfilmszenen erleben wir zum einen einen vitalen 83 -jährigen Mann an seinem Arbeitsplatz, dem Ministerium für Staatssicherheit. Wir sehen wie er als Minister agiert, wie er versucht, die DDR zu retten und wie er letzten Endes kapituliert.

In der zweiten Spielfilmebene sehen wir Erich Mielke als gebrochenen Mann, der körperlich und geistig um Jahre gealtert scheint, in der JVA Moabit, auf seinen Prozess wartend. - Im Gespräch mit einer Psychologin resümiert er sein Lebenswerk. Interviews in Verbindung mit Archivmaterial und exklusiven Einsichten in die BND- und CIA-Akten über Mielke, komplettieren das spannende 90 minütige Dokudrama von Jens Becker und Maarten van der Duin.