Mo 13.01. 2020 00:00Uhr 88:32 min

Der Schriftsteller Sascha Anderson steht vor Kpüchenutensilien
Der Schriftsteller Sascha Anderson (Bild), in den 1980ern Fixstern und Popstar des kreativen DDR-Undergrounds, wird 1991 als Stasizuträger ersten Ranges enttarnt Bildrechte: MDR/rbb/it works!
MDR FERNSEHEN Mo, 13.01.2020 00:00 01:30

MDR DOK Anderson

Anderson

Anatomie des Verrats

Film von Annekatrin Hendel

  • Stereo
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Untertitel
  • VideoOnDemand

Bilder zur Sendung

Bilder zur Sendung

Zwei Männer spielen in einem kahlen Raum Schach.
Wie mit ihrem Film "Vaterlandsverräter" zeichnet Annekatrin Hendel auch mit "Anderson" ein ungewohnt vielschichtiges Bild von der Situation der Künstler in der DDR – am Beispiel des Schriftstellers und Musikers Sascha Anderson. Bildrechte: MDR/rbb/it works!
Zwei Männer spielen in einem kahlen Raum Schach.
Wie mit ihrem Film "Vaterlandsverräter" zeichnet Annekatrin Hendel auch mit "Anderson" ein ungewohnt vielschichtiges Bild von der Situation der Künstler in der DDR – am Beispiel des Schriftstellers und Musikers Sascha Anderson. Bildrechte: MDR/rbb/it works!
Schriftsteller Sascha Anderson
Sascha Anderson ist in den 1980ern Fixstern und Popstar des kreativen DDR-Undergrounds, doch wird 1991 als Stasizuträger ersten Ranges enttarnt. Der Film erzählt von seinem wildbewegten Doppelleben. Bildrechte: MDR/rbb/it works!
Der Schriftsteller Sascha Anderson steht vor Küchenutensilien
Das spielte sich unter anderem in der Küche des Musikers und Publizisten Ekkehard Maaß ab, die für die Dokumentation nachgebaut wurde. Anderson wohnte zeitweise in der Wohnung von Maaß und seiner Frau Wilfriede in Ostberlin, die Treffpunkt der DDR-Opposition war.   Bildrechte: MDR/rbb/it works!
Blick in die Kulisse
In dem Film wirft Anderson zwanzig Jahre nach der endgültigen Enttarnung erstmalig einen offenen Blick zurück hinter die Kulissen seiner geheimdienstlichen Tätigkeit.   Bildrechte: MDR/rbb/it works!
Ekkehard Maaß
Regisseurin Annekatrin Hendel hat jene, die nicht mehr miteinander reden, virtuell an einen Tisch gesetzt - an dem Anderson nicht mehr eingeladen wird. Für Ekkehard Maaß ist bis heute kein Gras über den Verrat seines ehemaligen Freundes gewachsen. Bildrechte: MDR/rbb/it works!
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Der Schriftsteller Sascha Anderson, in den 1980ern Fixstern und Popstar des kreativen DDR-Undergrounds, wird 1991 als Stasizuträger ersten Ranges enttarnt: ein Skandal. Vom Nachnamen blieb nur noch das "A", und nicht wenige ergänzten: "rschloch". Der Film erzählt vom wildbewegten Doppelleben des Sascha Anderson zwischen Dissidententum und Verrat und was es bedeutet, mit Lüge, Vertrauensmissbrauch und dem nicht abwaschbaren Stempel des Verräters zu leben.

Annekatrin Hendel hat die, die nicht mehr miteinander reden, zum Reden bewegt und sie virtuell wieder an den Tisch gesetzt, an den Anderson seit fast 25 Jahren nicht mehr eingeladen wird. Noch immer ist kein Gras über die Sache gewachsen. Anderson wirft zwanzig Jahre nach der endgültigen Enttarnung erstmalig einen offenen Blick zurück hinter die Kulissen seiner geheimdienstlichen Tätigkeit.

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