Sa 18.01. 2020 11:45Uhr 30:01 min

Im Sächsischen Wirtschaftsarchiv in Leipzig-Plagwitz: Links Günter Pyschik, der bei VTA / TAKRAF vom Dreher zum stellvertretenden Kombinatschef wurde und das Unternehmen in die Marktwirtschaft führen wollte. In der Mitte Dieter Bittermann, früher Konstrukteur bei VTA // TAKRAF und leidenschaftlicher Seilbahnfan. Rechts Dr. Manfred Hötzel, pensionierter Historiker und heute Experte für die BLEICHERT- und die Seilbahngeschichte.
Im Sächsischen Wirtschaftsarchiv in Leipzig-Plagwitz: Links Günter Pyschik, der bei VTA / TAKRAF vom Dreher zum stellvertretenden Kombinatschef wurde und das Unternehmen in die Marktwirtschaft führen wollte. In der Mitte Dieter Bittermann, früher Konstrukteur bei VTA // TAKRAF und leidenschaftlicher Seilbahnfan. Rechts Dr. Manfred Hötzel, pensionierter Historiker und heute Experte für die BLEICHERT- und die Seilbahngeschichte. Bildrechte: MDR/Dirk Schneider
MDR FERNSEHEN Sa, 18.01.2020 11:45 12:15

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Ein Leipziger Jahrhundertwerk

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Rechts Hartmut von Bleichert, der für den Film extra aus Rom nach Leipzig gekommen ist. Er ist Urenkel des legendären Unternehmensführers Max von Bleichert, der BLEICHERT LEIPZIG zum Weltmarktführer bei Seilbahnen machte.
Rechts Hartmut von Bleichert, der für den Film extra aus Rom nach Leipzig gekommen ist. Er ist Urenkel des legendären Unternehmensführers Max von Bleichert, der BLEICHERT LEIPZIG zum Weltmarktführer bei Seilbahnen machte. Bildrechte: MDR/Dirk Schneider
Rechts Hartmut von Bleichert, der für den Film extra aus Rom nach Leipzig gekommen ist. Er ist Urenkel des legendären Unternehmensführers Max von Bleichert, der BLEICHERT LEIPZIG zum Weltmarktführer bei Seilbahnen machte.
Rechts Hartmut von Bleichert, der für den Film extra aus Rom nach Leipzig gekommen ist. Er ist Urenkel des legendären Unternehmensführers Max von Bleichert, der BLEICHERT LEIPZIG zum Weltmarktführer bei Seilbahnen machte. Bildrechte: MDR/Dirk Schneider
Veronique Töpel vom Sächsischen Staatsarchiv mit Hartmut von Bleichert.
Veronique Töpel vom Sächsischen Staatsarchiv mit Hartmut von Bleichert. Bildrechte: ARD
Früher die Familienvilla derer von Bleichert in Gohlis, zu DDR-Zeiten und heute Kulturhaus. Das Entree ist fast original erhalten.
Früher die Familienvilla derer von Bleichert in Gohlis, zu DDR-Zeiten und heute Kulturhaus. Das Entree ist fast original erhalten. Bildrechte: MDR/Dirk Schneider
Früher die Familienvilla derer von Bleichert in Gohlis, zu DDR-Zeiten und heute Kulturhaus. Die 1100-qm-Villa mit dem 3000-qm-Grundstück beeindruckt noch heute.
Früher die Familienvilla derer von Bleichert in Gohlis, zu DDR-Zeiten und heute Kulturhaus. Die 1100-qm-Villa mit dem 3000-qm-Grundstück beeindruckt noch heute. Bildrechte: MDR/Dirk Schneider
Früher TAKRAF-Halle zur Montage gigantischer Verladeeinrichtungen, heute Markt asiatischer Händler in Leipzig
Früher TAKRAF-Halle zur Montage gigantischer Verladeeinrichtungen, heute Markt asiatischer Händler in Leipzig Bildrechte: MDR/Dirk Schneider
Das Terrain auf der Zugspitze. Hier baute Bleichert 1926 die erste Seilschwebebahn auf die Zugspitze.
Das Terrain auf der Zugspitze. Hier baute Bleichert 1926 die erste Seilschwebebahn auf die Zugspitze. Bildrechte: MDR/Dirk Schneider
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Was heute niemand ahnt: Leipzig war einst das Weltzentrum des Seilbahnbaus und das Unternehmen Bleichert in Leipzig der Weltmarktführer. Bleichert baute die erste Seilbahn auf die Zugspitze, aber Bleichert war noch viel mehr: hier wurde der E-Karren die "Eidechse" erfunden - und als Bleichert zu TAKRAF wird, ist das Werk ein Gigant der DDR-Industrie. 1983 findet der TAKRAF-Ingenieur Günter Pyschik in seiner Fabrik in Leipzig-Gohlis Jahrzehnte alte Konstruktionspläne und Großformatfotos aus den 1920er Jahren. Es sind Pläne spektakulärer Seilbahnbauten in den Alpen. Zugspitze, Innsbruck, Schweiz. Pyschik ist elektrisiert, was für eine Ingenieursleistung. Er will den Schatz sichern, ist dann aber zwei Wochen nicht im Werk. Als er wiederkommt, ist alles weg - abtransportiert auf die Mülldeponie. Pyschik steigt in seinen Trabi - und rettet aus den Müllbergen, was zu retten ist. Die Dokumente, die Pyschik bis heute auf dem Dachboden seines Hauses in Markkleeberg aufbewahrt hat, sind Zeugnisse eines Leipziger Jahrhundertwerkes - der Firma Bleichert in Leipzig Gohlis.

Der Ur-Ur-Enkel des Unternehmensgründers reist für den Film extra nach Leipzig. Hartmut von Bleichert lebt in Rom. Er kommt heute gern in die Stadt, der die Familie ihren Wohlstand verdankt, ihre Reputation - und das "von" im Namen. Vor exakt 100 Jahren, Anfang 1918, mitten in einer Zeit von Krieg und Revolutionen, wird die Leipziger Unternehmerfamilie Bleichert in den Adelsstand erhoben. "Mehr als verdient", sagt Hartmut von Bleichert heute, als wir gemeinsam durch die Fabrikhallen seines Ur-Ur-Großvaters gehen.

Die beiden Leipziger ehemaligen TAKRAF-Konstrukteure Günter Kleemann und Dieter Bittermann steigen ehrfürchtig in die Maschinenhalle der Predigtstuhlbahn im Berchtesgadener Land herab. Die Seilbahn ist die einzige denkmalgeschützte Seilbahn der Welt. 1.200 Meter Höhenunterschied, 90 Jahre alt, ein spektakulärer Bau aus dem Jahre 1928. Alles hier ist original, die Seile, die Kabinen, die Antriebe, einfach alles. Auch das Firmenschild des Herstellers von 1928: "Bleichert Leipzig". Kleemann und Bittermann, beide Jahrgang 1940, sprechen in diesem Leipziger Relikt über ihre Zeit bei TAKRAF. Sie beginnen in den 1950er Jahren ihre Ausbildung in Leipzig Gohlis - und erleben mit, wie das Seilbahngeschäft ausstirbt und die Firma zum Giganten für Kran- und Tagebautechnik wird. Heute produziert in den Bleichert-Werken niemand mehr. Heute entstehen in den alten Fabrikmauern Luxuswohnungen und Townhouses.

Film von Dirk Schneider

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Diese Ausgabe der Sendung kann aus rechtlichen Gründen nicht als Video angeboten werden.

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Leonid Breschnew (li.) und Willy Brandt (re.) während ihres dreitägigen Treffens auf der Krim vom 16.-18. September 1971. Bildrechte: MDR/Wladimir Musaelian
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Ulli Wegner, der weltbekannte Boxtrainer, brachte über ein halbes Dutzend Weltmeister hervor. Er war über zehn Jahre in Folge „Trainer des Jahres“. Was ist das für einer, der sich immer wieder durchboxt? Ein Film mit vielen privaten Momenten, mit den Meilensteinen seiner Karriere, Erfolgen und Misserfolgen. Das Leben gesehen vom Rande des Ringes aus. - Ulli Wegner (l.) und Filmemacher Heinz Brinkmann. Bildrechte: rbb
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