Do 23.01. 2020 22:05Uhr 29:30 min

artour

Das Kulturmagazin des MDR

Komplette Sendung

Der Moderator im Studio 30 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN Do, 23.01.2020 22:05 22:35

Beiträge aus der Sendung

Eine Fotografie einer Mutter mit ihrem kleinen Baby 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Themen:

* Junge Komponisten auf Beethovens Spuren
* Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar: Die Zukunft der Erinnerung
* Das Geheimnis der Bäume im Kino
* Die Heimkehr der gestohlenen Bilder
* Kulturkalender

Mehr zu den Themen:

* Junge Komponisten auf Beethovens Spuren

Clara, das Jugend-Musik-Netzwerk des MDR, lässt von der Klasse 9/1 des Goethe-Gymnasiums Bischofswerda eine Komposition für das MDR-Sinfonieorchester erarbeiten. Es finden vorbereitende Workshops in der Schule mit dem Leipziger Komponisten Aristides Strongylis statt. Einen Exkursionstag verbringen die Neuntklässler aus Bischofswerda in Leipzig. Sie lernen den MDR kennen und besuchen eine Probe des MDR-Sinfonieorchesters. Dabei werden sie sich intensiv mit der Ouvertüre zur einzigen Beethoven-Oper "Fidelio" beschäftigen.

An mehreren anschließenden Projekttagen und zu weiteren Workshops steht Aristides Strongylis der neunten Klasse in Bischofswerda zur Verfügung, um die Komposition mit den Schülern zu erarbeiten. Schließlich wird er als professioneller Komponist die Ideen der Schüler in eine finale Version für das MDR-Sinfonieorchester bringen. Die Uraufführung findet am 26.01.2020, 19:30 Uhr innerhalb eines Konzertes des MDR-Sinfonieorchesters im Leipziger Gewandhaus statt. "artour" hat den Prozess von der Komposition bis kurz vor der Aufführung begleitet.
(Autorin: Ulrike Reiß)


* Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar: Die Zukunft der Erinnerung

"Es darf nie wieder geschehen!" Margot Friedländer, 98 Jahre alt, hat eine Mission: Sie, die Bruder und Eltern in Auschwitz verlor und selbst Theresienstadt nur durch Zufall überlebte, legt in Schulen bei Lesungen Zeugnis ab vom Menschheitsverbrechen Holocaust. Doch was wird, jenseits der ritualisierten Gedenktage, wenn die letzten Zeitzeugen gegangen sind? Ihre Stimmen werden in Multimedia-Projekten, etwa der Shoah Foundation, festgehalten: Das ist die Zukunft der Erinnerung. Die Vergangenheit vergeht unterdessen nicht, sie bestimmt auch das Leben der Heutigen, sagt Andrea von Treuenfeld. Die Journalistin hat für ihr Buch "Leben mit Auschwitz" Enkel von Holocaust-Opfern interviewt, darunter Alexander Nachama, Rabbiner in Erfurt und Enkel des legendären Kantors Estrongo Nachama.
(Autor: Andreas Lueg)


* Das Geheimnis der Bäume im Kino

Der Förster Peter Wohlleben hatte schon ein Dutzend Bücher über den Wald geschrieben. Doch erst, als das nächste "Das geheime Leben der Bäume" genannt wurde, stürmte er damit Bestsellerlisten. So wurde er zu dem deutschen Walderklärer. Sein Bestseller kommt jetzt in die Kinos und ist ein Porträt des Buches. Er erzählt in faszinierenden Bildern ein paar der aufregenden Kapitel - über das Sozialleben, die Kindheit der Bäume, über die Geduld, die der Wald hat - und er begleitet Peter Wohlleben bei seinen Reisen zur Waldrettung nach Kanada, nach Schweden und zu Buchvorstellungen. Jetzt auch im Kino: Es ist Zeit, den Wald zu entdecken. Der Film unter der Regie von Jörg Adolph und der Kamera von Jan Haft startet am 23. Januar.
(Autor: Meinhard Michael)


* Die Heimkehr der gestohlenen Bilder

Mit dem Namen Gotha verbinden sich das Handbuch des Adels und die Gründung der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands. Ansonsten liegt die fünftgrößte Stadt Thüringens meist abseits der Zeitläufe. Seit ein paar Tagen aber macht Gotha Schlagzeilen, und das liegt an einem Verbrechen, das über 40 Jahre zurückliegt. In der Nacht zum 14. Dezember 1979 wurden hier aus Schloss Friedenstein fünf wertvolle Gemälde Niederländischer Meister gestohlen. Die Tat ist bis heute unaufgeklärt.

In einem tollkühnen Geheim-Coup gelang es der Stadt, unter der Ägide vom nun als Held gefeierten Oberbürgermeisters Knut Kreuch, die Bilder wiederzubeschaffen. Kriminologen und der Kunstbetrieb rätseln um die Begleitumstände. Nach der Übergabe der Gemälde 2019 wurden diese im Rathgen-Institut in Berlin auf ihre Echtheit geprüft - sie sind echt. "artour" hat die Heimkehr der von den Dieben nicht eben pfleglich behandelten Bilder begleitet. Wer sie sehen will, muss sich beeilen. Gerade einmal eine Woche, bis zum 26. Januar, werden die Kunstwerke im Herzoglichen Museum Gotha ausgestellt. Dann beginnt die Großaktion der Restaurierung - für mindestens ein Jahr.
(Autor: Tilman Jens)


* Kulturkalender

- World Press Photo Ausstellung, Magdeburg, City Carré bis 15.2.
- Filmstart "Les Miserables" am 23.1.
- Konzert mit K.ZIA am 27.1. in Dresden, Festpielhaus Hellerau
(Autorin: Ulrike Reiß)

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