Mo 10.02. 2020 23:40Uhr (VPS 23:00) 104:00 min

Der Krieg ist zu Ende. Dresden liegt in Schutt und Asche. Kriegswaisen irren umher und viele Erwachsene sind in Hoffnungslosigkeit erstarrt.
Der Krieg ist zu Ende. Dresden liegt in Schutt und Asche. Kriegswaisen irren umher und viele Erwachsene sind in Hoffnungslosigkeit erstarrt. Bildrechte: MDR/Progress/ICESTORM Media
MDR FERNSEHEN Mo, 10.02.2020 23:40 01:23

75 Jahre Zerstörung Dresdens Fünf Tage - Fünf Nächte

Fünf Tage - Fünf Nächte

Spielfilm DDR/Sowjetunion 1960

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Im zerstörten Dresden soll der Maler Paul Naumann sowjetische Soldaten zur Gemäldegalerie bringen. Hauptmann Leonow hat den Auftrag, die Kunstwerke zu retten. In der Galerie finden sie einen Hinweis auf den Tunnel, in dem sich die Bilder befinden. Der Kunstverstand der sowjetischen Soldaten motiviert die beiden Deutschen, mitzusuchen.

Bilder zur Sendung

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Der Krieg ist zu Ende. Dresden liegt in Schutt und Asche. Kriegswaisen irren umher und viele Erwachsene sind in Hoffnungslosigkeit erstarrt.
Der Krieg ist zu Ende. Dresden liegt in Schutt und Asche. Kriegswaisen irren umher und viele Erwachsene sind in Hoffnungslosigkeit erstarrt. Bildrechte: MDR/Progress/ICESTORM Media
Der Krieg ist zu Ende. Dresden liegt in Schutt und Asche. Kriegswaisen irren umher und viele Erwachsene sind in Hoffnungslosigkeit erstarrt.
Der Krieg ist zu Ende. Dresden liegt in Schutt und Asche. Kriegswaisen irren umher und viele Erwachsene sind in Hoffnungslosigkeit erstarrt. Bildrechte: MDR/Progress/ICESTORM Media
In einem überfluteten Schacht finden die sowjetischen Soldaten wertvolle Bilder der Dresdner Gemäldegalerie, die vor den Bombenangriffen geschützt werden sollten.
In einem überfluteten Schacht findet der sowjetische Hauptmann Leonow  (Wjatscheslaw Safonov) mit seinen Soldaten die verschwundenen Bilder der Dresdner Gemäldegalerie, die vor den Bombenangriffen geschützt werden sollten. Bildrechte: MDR/Progress/ICESTORM Media
Katrin (Annekathrin Bürger), die große Liebe des Malers Paul Neumann, hat das Konzentrationslager überlebt.
Die totgeglaubte Katrin (Annekathrin Bürger), die große Liebe des Malers Paul Neumann, hat das Konzentrationslager überlebt. Bildrechte: MDR/Progress/ICESTORM Media
Bevor die Bilder nach Moskau abtransportiert werden, finden erste Notrestaurierungen vor Ort statt. Die ehemalige Museumsangestellte Luise Rank (Marga Legal) hilft dabei.
Bevor die Bilder nach Moskau abtransportiert werden, finden erste Notrestaurierungen vor Ort statt. Doch einige Werke fehlen noch. Hauptmann Leonow macht sich erneut auf die Suche und bringt sich dabei in Lebensgefahr. Bildrechte: MDR/Progress/ICESTORM Media
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Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Am 8. Mai 1945 kommen sowjetische Truppen nach Dresden. Auch der Widerstandskämpfer Erich Braun (Wilhelm Koch-Hooge) kehrt an diesem Tag in die völlig zertrümmerte Stadt zurück. Kriegswaisen irren umher, und viele Erwachsene sind in Hoffnungslosigkeit erstarrt. Inmitten von Schutt und Zerstörung sucht Hauptmann Leonow  (Wjatscheslaw Safonov) die verschwundenen Bilder der Dresdner Gemäldegalerie. Er wird an den Maler Paul Neumann (Hans-Dieter Knaup) verwiesen. Paul hat im Krieg einen Arm, seine große Liebe Katrin (Annekathrin Bürger) und den Glauben an die Menschheit verloren.

Leonow fordert ihn auf, die Soldaten zur Gemäldegalerie zu bringen. Dort treffen die Männer auf die Museumsangestellte Luise Rank (Marga Legal), die zunächst vorgibt, nichts vom Verbleib der Bilder zu wissen. Erst als sie erkennt, dass Leonow ein Kunstliebhaber ist, gibt sie ihm eine Karte, die sie in einem Tresor gefunden hat. Auf ihr ist ein Tunnel eingezeichnet, in dem schließlich einige Dutzend Gemälde der Galerie gefunden werden, unter ihnen die "Sixtinische Madonna".

Aus Moskau angereiste Experten bemühen sich um erste Notrestaurierungen. Als entschieden wird, die Bilder zur Restaurierung in die Sowjetunion zu bringen, fühlt sich Paul von den "Siegern" verraten. Da liefert ein Arbeiter den entscheidenden Hinweis, wo die bisher fehlenden Bilder gelagert sein könnten. Sergeant Koslow (Wsewolod Sanajev) begibt sich als erster in den verminten Schacht. Er entschärft sämtliche Minen und findet im Höhlenbereich, in dem sich das Wasser gesammelt hat, tatsächlich die fehlenden Gemälde. Doch als er ein im Wasser treibendes Gemälde aufhebt, explodiert eine darunterliegende Mine.
"Fünf Tage – Fünf Nächte" spielt vom 8. bis 12. Mai 1945 in Dresden. Der Film erzählt von der Suche der sowjetischen Armee nach den Kunstwerken der Dresdner Gemäldegalerie. Vor dem verheerenden Bombenangriff waren sie in Notquartiere gebracht worden. Nach Kriegsende wurden sie, angeblich zur Restaurierung, in die Sowjetunion abtransportiert. War es ein geplanter Kunstraub? Erst 1955 kamen die Kunstwerke, u.a. die "Sixtinische Madonna", wieder nach Dresden. Tatsächlich waren sie sachgerecht restauriert. Ob die Bilder allerdings durch die Auslagerung oder den Abtransport mehr Schaden genommen hatten, darin sind Kunsthistoriker unterschiedlicher Meinung.

Das Nachkriegsdrama - die erste filmische Zusammenarbeit von DDR und Sowjetunion - wurde unter anderem in Dresden gedreht. Zahlreiche Ruinen der Stadt wurden als Modelle nach zeitgenössischen Fotografien hergestellt. Die Musik stammt von Dmitri Schostakowitsch, der im Vorfeld in die Sächsische Schweiz eingeladen wurde, um sich hier inspirieren zu lassen. Es entstand sein bekanntes 8. Streichquartett op. 110, das auch in der Filmmusik Verwendung fand.

Das MDR-Fernsehen ist der erste Sender, der den von der DEFA-Stiftung nun aufwendig restaurierten Film ausstrahlt.
Mitwirkende
Musik: Dimitri Schostakowitsch
Kamera: Alexander Schelenkow, Jolanda Tschen
Buch: Leo Arnschtam, Wolfgang Ebeling
Regie: Leo Arnschtam, Heinz Thiel, Anatoli Golowanow
Darsteller
Paul Naumann: Hans-Dieter Knaup
Katrin: Annekathrin Bürger
Luise Rank: Marga Legal
Erich Braun: Wilhelm Koch-Hooge
Hauptmann Leonow: Wjatscheslaw Safonow
Sergeant Koslow: Wsewolod Sanajew
Mädchen: Barbara Dittus
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