Do 13.02. 2020 22:05Uhr 14:45 min

Die Bildkombo zeigt zwei Ansichten der Dresdner Frauenkirche mit dem Denkmal von Martin Luther, von 1971 und 2006
Die Bildkombo zeigt zwei Ansichten der Dresdner Frauenkirche mit dem Denkmal von Martin Luther, von 1971 und 2006 Bildrechte: dpa
MDR FERNSEHEN Do, 13.02.2020 22:05 22:20

75 Jahre Zerstörung Dresdens MDR extra: Hand in Hand -

MDR extra: Hand in Hand -

75 Jahre Gedenken in Dresden

  • Livesendung
  • Stereo
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Untertitel
  • VideoOnDemand

Am 13. Februar schaut Dresden nicht nur zurück auf die Bombardierung und die Zerstörung der Stadt vor 75 Jahren. Die Bürger und Bürgerinnen erinnern in vielen Veranstaltungen und Aktionen an die Opfer von Krieg und Nationalsozialismus.

Die Zerstörung Dresdens im Februar 1945

Die Zerstörung Dresdens im Februar 1945

Eine Frau geht in einer Straße in Dresden an Häusern vorbei, von denen nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch Ruinen geblieben sind
Der 13. bis zum 15. Februar 1945. Kaum ein anderes Datum hat sich mehr in das kollektive Gedächtnis Dresdens eingebrannt wie diese drei Tage am Ende des Zweiten Weltkrieges. Sie gelten vielen als ein absoluter Tiefpunkt in der Geschichte der Elbestadt. Bildrechte: dpa
Eine Frau geht in einer Straße in Dresden an Häusern vorbei, von denen nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch Ruinen geblieben sind
Der 13. bis zum 15. Februar 1945. Kaum ein anderes Datum hat sich mehr in das kollektive Gedächtnis Dresdens eingebrannt wie diese drei Tage am Ende des Zweiten Weltkrieges. Sie gelten vielen als ein absoluter Tiefpunkt in der Geschichte der Elbestadt. Bildrechte: dpa
Dresden nach dem Luftangriff vom 13. Februar 1945 Zerstörung Bombardierung Zweiter Weltkrieg
Im Zuge eines alliierten Luftangriffes wurden damals weite Teile der Innenstadt zerstört und zehntausende Menschen kamen ums Leben. Die Schätzungen der Opferzahlen schwanken dabei zwischen 22.700 und 25.000. Bildrechte: IMAGO
Blick auf das fast völlig zerstörte Stadtzentrum von Dresden.
Ziel waren neben industriellen und militärischen Gebäuden vor allem zivile Teile der Stadt. Das entsprach durchaus einer üblichen Taktik des damaligen Luftkrieges. Andere Städte waren bereits vorher Opfer solcher großflächigen Bombardements geworden. Bildrechte: dpa
Stallhof im zerstörten Residenzschloss in Dresden, 1945.
Ähnliches gilt auch für das Residenzschloss in Dresden oder ... Bildrechte: imago/Ulrich Hässler
Ruine der im zweiten Weltkrieg zerstörten Trinitatiskirche Dresden
Manche Spuren des Krieges lassen sich auch noch heute im modernen Stadtbild Dresdens finden. Am eindrücklichsten ist derzeit wohl die Trinitatiskirche in Johannstadt. Bildrechte: IMAGO
Der Zwinger in Dresden um 1945.
Um den Zwinger - seit dem 18. Jahrhundert eines der Wahrzeichen Dresdens - war es lange Zeit auch nicht besser bestellt. Auch dieser wurde in den Februar-Tagen 1945 stark in Mitleidenschaft gezogen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Semperoper Dresden
Ähnlich erging es auch der Semperoper. Der Wiederaufbau des Bauwerkes wurde zwar schon recht bald nach dem Krieg ins Auge gefasst. Doch zunächst galt es, andere wichtigere Bauvorhaben umzusetzen und so wurde der Wiederaufbau erst 1985 abgeschlossen. Am 13. Februar – 40 Jahre nach der Zerstörung – öffnete die Semperoper wieder mit dem Freischütz von Carl Maria von Weber. Bildrechte: imago
Zerstörte Frauenkirche in Dresden
Die größte Narbe im Angesicht der Stadt hinterließ jedoch die Frauenkirche. 1743 erbaut, war sie über Jahrhunderte lang eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt. Als Mahnung an die Zerstörungsgewalt des Krieges wurde das Gotteshaus aber nach 1945 bewusst nicht wieder aufgebaut. Bildrechte: dpa
Die Dresdner Frauenkirche nach dem Wiederaufbau
Nach dem Ende der DDR änderte sich jedoch das Verständnis im Umgang mit der Frauenkirche. Auch auf Initiative von Spendern aus aller Welt wurde die Barockkirche von 1994 bis 2005 wieder aufgebaut. Unter den Spendern als auch den Förderern der Frauenkirche finden sich indes auch eine ganze Reihe an Personen und Institutionen aus Großbritannien und den USA, somit steht die Frauenkirche heutzutage auch als ein Symbol für Versöhnung. Bildrechte: MDR/Frank Eckert
Gedenken auf dem Heidefriedhof
... aber auch an vielen anderen Orten in der Stadt, wie zum Beispiel dem alten Heidefriedhof. Bildrechte: MDR/Beate Dietze
Asisi bemalt die bedruckte Leinwand, um die Farbe z.B. des Feuers zu verstärken
Künstler wie Yadegar Asisi gedenken dagegen auf ganz anderer Weise der Geschichte. Der Panorama-Künstler entwarf 2015 eine riesige Darstellung Dresdens im Jahr 1945. Bildrechte: Yadegar Asisi
Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung anlaesslich des 67. Jahrestages der Zerstoerung Dresdens durch den alliierten Bombenangriff auf die Stadt am 13. Februar 1945 stellen am Montag (13.02.12) vor der Frauenkirche in Dresden Kerzen ab.
Rechte Gruppierungen versuchen indes immer wieder, das Gedenken in ihrem Sinne zu beeinflussen. Demonstrationen sollen dieses Anliegen unterstützen. Viel Anklang fanden sie in den letzten Jahren damit jedoch nicht. Viele Dresdner und Gäste ziehen den Demonstrationen dann doch eher ein stilles Gedenken vor. Bildrechte: Uwe Meinhold/dapd
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In einem "MDR Extra: Hand in Hand – 75 Jahre Gedenken in Dresden" wird das Geschehen in der Stadt reflektiert – vom Erinnern am Heidefriedhof, der zentralen Gedenkveranstaltung im Kulturpalast mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bis hin zur Menschenkette und dem stillen Gedenken an der Frauenkirche.

In der 15-minütigen Sondersendung live vom Neumarkt kommen darüber hinaus Zeitzeugen zu Wort. Die Sendung schaut zurück auf das Ringen um eine angemessene Gedenkkultur, aber auch nach vorn.

In Beiträgen, Reportagen und Interviews mit Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert fragt Moderator Andreas F. Rook, wie sich die Stadt gegen die Vereinnahmung des 13. Februar durch radikale Kräfte wehrt. Neben dem Gedenktag in Dresden thematisiert die Sendung aber auch das Schicksal weiterer mitteldeutscher Städte wie z.B. Halberstadt, das am Ende des Zweiten Weltkriegs schweren Bombardements ausgesetzt war.

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