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* Berlin Alexanderplatz
Regie: Burhan Qurbanis, Deutschland, 2020

Burhan Qurbanis "Berlin Alexanderplatz" ist ungestüm und gewaltig - auch in seinem Protest gegen die völkischen Anmaßungen der Gegenwart. Dieser Film ist ein Appell, er lief im Wettbewerb und kommt voraussichtlich am 16. April in die Kinos.

* Undine
Regie: Christian Petzold, Deutschland, 2020

Christian Petzolds "Undine" 2020 ist die Wiedergeburt der mythischen Wasserfrau als Museumsführerin. Ihre Liebe ist unerschütterlich und genauso ist ihre Antwort auf den Verrat der Liebe. Doch diesmal bekommt sie eine zweite Chance. Die Uraufführung des Films fand am 23. Februar 2020 im Wettbewerb auf den 70. Internationalen Filmfestspielen Berlin statt und der Kinostart ist für den 26. März dieses Jahres geplant.

* Schlaf
Regie: Michael Venus, Deutschland, 2019

Marlene wird von schrecklichen Albträumen in den Wahnsinn getrieben, die alle in einem kleinen Dorf zu spielen scheinen. Als sie herausfindet, dass es sich in ihren Träumen um einen realen Ort handelt, reist sie von Hamburg dort hin, um dem Mysterium auf den Grund zu gehen. Sie erleidet schließlich einen Nervenzusammenbruch, als sie von den Gründen für ihre Albträume erfährt und wird in eine Psychiatrie eingewiesen. Ihre Tochter Mona macht sich nun auf eigene Faust daran, die Ursachen für die dämonische Albträume herauszufinden. Dabei kommt sie mit den eigentümlichen Bewohnern des Dorfes in Kontakt und erfährt von dunklen Mächten aus vergangenen Zeiten, die sie zunächst in ihren Träumen, dann auch ganz real verfolgen. Der Film des Thüringer Regisseurs feierte auf der Berlinale in der Reihe "Perspektive Deutsches Kino" seine Weltpremiere, ist gleichzeitig das Langfilmdebüt und kommt voraussichtlich am 06. August in die Kinos.

* Schlingensief - In das Schweigen hineinschreien
Regie: Bettina Böhler, Deutschland, 2020

Ausschließlich aus Archivmaterial wird ein Leben und ein Werk durch virtuosen Schnitt neu erzählt. Von Schlingensiefs ersten Super-8-Filmen bis zum Fluxus-Oratorium "Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir" umspannt der Film von Bettina Böhler ein 40-jähriges Schaffen und damit auch 40 Jahre (deutsch-)deutscher Geschichte, an der sich Schlingensief Zeit seines Lebens radikal abgearbeitet hat. Filmausschnitte und Privatvideos, Theatermitschnitte und viel bislang unveröffentlichtes, neu digitalisiertes Material wurden zusammengetragen und verarbeitet. Am Ende der Tour de Force bleibt die Frage: Wäre Schlingensiefs Kunst heute so noch denkbar? Der Film lief in der Reihe Panorama Dokumente auf der Berlinale und wird voraussichtlich am 02. April in den Kinos starten.

Welche Filme sind sehenswert und welche können getrost vergessen werden? Das Filmmagazin berichtet über die wichtigsten Neustarts und ist zu Besuch bei Festivals.