So 08.03. 2020 23:00Uhr 43:40 min

"Bauhausfrauen" auf einer Treppe - Fotografie von T. Lux Feininger
"Bauhausfrauen" auf einer Treppe - Fotografie von T. Lux Feininger Bildrechte: MDR/Koberstein Film/Marcus Winterbauer
MDR FERNSEHEN So, 08.03.2020 23:00 23:45

Starke Frauen - Starke Geschichten Bauhausfrauen

Bauhausfrauen

Film von Susanne Radelhof

  • Stereo
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Untertitel
  • VideoOnDemand

Bilder zur Sendung

Bilder zur Sendung

Foto
Das Bauhaus gilt als Heimstätte der Avantgarde und ist Sinnbild der Moderne. Heute, über 100 Jahre nach dessen Gründung, sind die Bauhausmeister die Stars der Architektur- und Designgeschichte. Doch beim Blick auf das Bauhaus stehen meist dessen männliche Vertreter im Vordergrund, die Geschichte wird aus und mit männlichen Perspektiven besprochen. Dieser Film hingegen erzählt von den Biographien, Werken und Errungenschaften der zahllosen Vordenkerinnen, Künstlerinnen und anderen zentralen Akteurinnen der Bauhaus-Ära. Bildrechte: MDR/Koberstein Film/Marcus Winterbauer
Foto
Das Bauhaus gilt als Heimstätte der Avantgarde und ist Sinnbild der Moderne. Heute, über 100 Jahre nach dessen Gründung, sind die Bauhausmeister die Stars der Architektur- und Designgeschichte. Doch beim Blick auf das Bauhaus stehen meist dessen männliche Vertreter im Vordergrund, die Geschichte wird aus und mit männlichen Perspektiven besprochen. Dieser Film hingegen erzählt von den Biographien, Werken und Errungenschaften der zahllosen Vordenkerinnen, Künstlerinnen und anderen zentralen Akteurinnen der Bauhaus-Ära. Bildrechte: MDR/Koberstein Film/Marcus Winterbauer
Monika Stadler
Monika Stadler (Bild) ist die Tochter der Textilkünstlerin Gunta Stölzl. Gunta Stölzl gilt als erfolgreiche Wegweiserin für das Textildesign der Moderne. Sie war die einzige Frau unter den "Meistern". Bildrechte: MDR/Koberstein Film/Marcus Winterbauer
Bauhaus Dessau
Neben ihr stehen zwei weitere visionäre und selbstbewusste Künstlerinnen im Fokus der Dokumentation: Alma Buschers, deren innovative Kinderprodukte noch heute verkauft werden. Trotz ihres frühen Erfolgs bekam sie keine Unterstützung von Gropius.
Und Friedl Dicker, die eine talentierte Freigeistige war und ihre Begabung unter furchtbarer existentieller Bedrohung im KZ Theresienstadt entfaltete. Sie blieb bis zu ihrem Tod in Auschwitz Anhängerin der Bauhaus-Pädagogik.
Bildrechte: MDR/Koberstein Film/Thomas Eirich-Schneider
Autorin Susanne Radelhof (li.) und Produzentin Maria Wischnewski der MDR/rbb-Dokumentation "Bauhausfrauen"
Über nie gesehenes Archivmaterial, Tagebucheinträge, Gespräche mit den Nachfahren und Bauhauskennern macht die bewegende Dokumentation spürbar, wie Frauen am Bauhaus lebten und wirkten. Für ihren Film erhielten die Autorin Susanne Radelhof (li.) und Produzentin Maria Wischnewski den Juliane-Bartel-Medienpreis. Bildrechte: Tom Figiel
Alle (4) Bilder anzeigen
Das Bauhaus gilt als Heimstätte der Avantgarde und ist Sinnbild der Moderne. Heute, über 100 Jahre nach dessen Gründung, sind die Bauhausmeister die Stars der Architektur- und Designgeschichte. Doch die Geschichte des Bauhauses ist eine männlicher Helden und bis heute stehen die Künstlerinnen im Schatten ihrer Kollegen. Dabei wollte Gropius mit seinem Manifest nicht nur radikal neues Design erschaffen, sondern den Aufbau einer offenen, modernen Gesellschaft erproben - mit dem Versprechen auf echte Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern.

Doch wie erging es den Frauen am Bauhaus wirklich? Der Film wirft einen ganz neuen Blick auf den Mythos Bauhaus und erzählt dessen Geschichte aus einer anderen Perspektive. Aus der der Frauen, die mit dem Versprechen auf ein neues, befreites Leben und Arbeiten voller Illusionen und Hoffnungen ans Bauhaus kamen – und mit alten Rollenbildern kollidierten.

Im Mittelpunkt stehen drei visionäre und eigenwillige Frauen: Gunta Stölzl gilt als erfolgreiche Wegweiserin für das Textildesign der Moderne. Sie war die einzige Frau unter den Meistern. Alma Buschers innovative Kinderprodukte werden noch heute verkauft. Trotz ihres frühen Erfolgs bekam sie keine Unterstützung von Gropius. Friedl Dicker - eine talentierte Freigeistige, die ihre Begabung unter furchtbaren existentiellen Bedingungen im KZ Theresienstadt entfaltete und der Bauhaus-Pädagogik bis zu ihrem Tod in Ausschwitz treu blieb.

Über nie gesehenes Archivmaterial, Tagebucheinträge, Gespräche mit den Nachfahren und Bauhauskennern, macht die bewegende Dokumentation spürbar, wie Frauen am Bauhaus lebten und wirkten.