So 19.04. 2020 22:30Uhr (VPS 22:50) 84:00 min

Judy Lybke
Judy Lybke Bildrechte: MDR/Lona.media/Nicola Graef
MDR FERNSEHEN So, 19.04.2020 22:30 23:55

MDR DOK Die Neue Leipziger Schule

Die Neue Leipziger Schule

Fluch und Segen eines malerischen Phänomens

Film von Nicola Graef

  • Stereo
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Untertitel
  • VideoOnDemand

Bildergalerie: Die neue Leipziger Schule

Bildergalerie: Die neue Leipziger Schule

Judy Lybke
Galerist Gerd Harry Lybke, besser bekannt als Judy Lybke Bildrechte: Herlinde Koelbl
Judy Lybke
Galerist Gerd Harry Lybke, besser bekannt als Judy Lybke Bildrechte: Herlinde Koelbl
Neo Rauch
Neo Rauch, * 1960 in Leipzig Bildrechte: dpa
Hans Aichinger
Hans Aichinger, * 1959 in Leipzig Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Tilo Baumgärtel
Tilo Baumgärtel, * 1972 in Leipzig Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Katrin Heichel
Katrin Heichel, * 1972 in Leipzig Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Der Maler Axel Krause in seinem Atelier
Axel Krause, * 1958 in Halle (Saale) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Miriam Vlaming
Miriam Vlaming, * 1971 in Hilden Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Der Künstler Michael Triegel
Michael Triegel, * 1968 in Erfurt Bildrechte: imago/Felix Abraham
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Figürliche Malerei galt Anfang der neunziger Jahre als spießig, konventionell und verstaubt. Keiner interessierte sich im Westen dafür und nur der Westen war für den Kunstmarkt relevant. Maler wurden da belächelt. Doch im Osten es gab einen Galeristen, der sich damit nicht abfinden wollte, Gerd Harry Lybke. Besser bekannt als Judy Lybke, ein junger, engagierter Kunsthändler aus Leipzig. In seiner Galerie Eigen und Art versammelte er all diejenigen Künstler und deren Schüler, denen er Jahre zuvor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Modell gestanden hatte.

Der Galerist und seine Maler hatten sich von all den Beschränkungen der SED-Kulturpolitik befreien können, warum solle man jetzt das künstlerische Diktat des Zeitgeists akzeptieren? Lybke wollte in den internationalen Kunstmarkt und ging mit einer Handvoll seiner Maler nach Tokio, Paris und London. Alle sollten seine Künstler kennenlernen. Der Durchbruch gelang 1993 in New York. Dort ergatterte Lybke einen Stand auf der renommierten Amory Show. Niemand zeigte dort Malerei, außer der Stand der Ostdeutschen - das sorgt für Aufmerksamkeit.

Als Roberta Smith von der New York Times - quasi eine Göttin der Kunstszene - sie entdeckte, begannen sich internationale Sammler und Medien zu interessieren. Judy Lybke erfand das Label Neue Leipziger Schule oder New Leipzig School und war damit weltweit erfolgreich. Ein in der jüngeren Kunstgeschichte nie da gewesener Hype setzte ein. Die Preise stiegen in kürzester Zeit in unglaubliche Höhen und die Namen der beteiligten Maler, wie Neo Rauch, Tilo Baumgärtel, Michael Triegel und einige mehr wurden selbst zu bekannten Marken.

Der Film "Die Neue Leipziger Schule" ist der erste umfassende Dokumentarfilm, der sich mit dem malerisch unfassbar erfolgreichen Phänomen aus Leipzig beschäftigt.

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