Sa 30.05. 2020 11:45Uhr 29:40 min

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Das Auto der Zukunft – Was treibt uns an?

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Echt erzählt von Ereignissen, Phänomenen, Begebenheiten und entdeckt dabei die Menschen hinter diesen spannenden Geschichten aus dem Osten Deutschlands.

Verbrauch, Reichweite, Batteriekapazität - Michael Zetzsch weiß alles über das neue Elektroauto ID.3, welches in Zwickau gebaut wird. Und das hätte sich Michael Zetzsch nicht träumen lassen, als er 1988 beim VEB SACHSENRING den Trabbi zusammenschraubte. Heute ist Michael Zetzsch Leiter der Kundendienstwerkstatt bei Volkswagen in Zwickau und begleitet die Produktion des vielleicht wichtigsten Elektro-Autos Deutschlands. Der ID.3 wird als neuer "Elektro-Volkswagen" angepriesen und soll endlich den Durchbruch bei der Elektromobilität bringen.

Noch ist es nicht weit her mit der großen Elektro-Offensive, die Bundeskanzlerin Merkel ausgerufen hatte. 2020 - also noch in diesem Jahr, sollten eine Million Elektrofahrzeuge über unsere Straßen rollen - tatsächlich aber sind es gerade einmal 136.617. Die Zulassungsquote von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben ist in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vergleichsweise schlecht. Von deutschlandweit zugelassenen Elektrokraftfahrzeugen sind es nur rund drei Prozent in Sachsen, zwei Prozent in Thüringen und ein Prozent in Sachsen-Anhalt. Keine Reichweite, keine Ladesäulen, viel zu teuer. Das schreckt die Deutschen noch davon ab, ein Elektrofahrzeug zu kaufen. Kann der ID.3 - das "Volks-Elektroauto" aus Zwickau den Durchbruch schaffen? Ab Sommer soll es sich millionenfach verkaufen. Hält der Wagen, was er verspricht? SVEN VOSS mit einem exklusiven Blick in die Fertigungshalle des brandneuen ID.3.

ECHT hinterfragt einen weiteren Antrieb der Zukunft: die Brennstoffzelle. Getankt wird Wasserstoff und was hinten aus dem Auspuff kommt, ist nichts als Wasser. Umweltfreundlicher geht es nicht, so die Befürworter dieser Technologie. Ein solches Wasserstoffauto hat sich ECHT-Moderator Sven Voss in der TU CHEMNITZ bei Thomas von Unwerth ausgeliehen. Der Professor für Alternative Fahrzeugantriebe schwärmt für die Brennstoffzelle: "Für Stromerzeugung und Antriebe aller Größen bietet die Brennstoffzelle nur Vorteile. Jede Art der Energieanwendung, die wir heute vollziehen, in Häusern oder sonst wo, können wir prinzipiell auch mit Wasserstoff bewerkstelligen, denn sie erzeugen in solch einer Brennstoffzelle elektrische Energie und Wärme." Tatsächlich: Die Brennstoffzelle muss nicht langwierig mit "Strom" geladen werden, sondern produziert ihn sich selbst. Aber wie funktioniert dieses Elektrizitätswerk an Bord?

Schließlich wagt ECHT den Blick in die ferne Zukunft: Wie werden wir in 20 oder 30 Jahren Auto fahren? Das Zauberwort heißt autonomes Fahren. Die Vision: keine Unfälle, weniger Staus und viel Zeit für sich selbst...dann rollen fahrende Computer und voll vernetzte Auto-Roboter über unsere Straßen. Aber es gibt auch Kritiker des AUTONOMEN FAHRENS. Sie sagen, der Mensch verlerne das Autofahren. "Wenn man weiß, dass ein Mensch alle drei Millionen Kilometer einen Unfall verursacht oder anders gesagt: alle 216 Jahre - dann muss die Technik das erst mal schlagen und wir alle wissen, - es gibt keine Technik, die nicht Fehler anfällig wäre", erklärt Siegfried Brockmann vom GDV. Wer haftet, wenn ein fahrender Computer einen Unfall baut? Das Auto - also der Hersteller? Oder gar der Programmierer? Oder doch der Fahrer selbst? Wollen die Menschen überhaupt das Steuer aus der Hand geben? Autofahren - das ist Selbstbestimmung, Freiheit und Fahrspaß ... müssen wir auf all das verzichten, wenn unsere Autos in Zukunft autonom fahren?

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