Do 04.06. 2020 02:30Uhr (VPS 02:44) 29:34 min

Welterbe in Mitteldeutschland Thüringen exklusiv - Die Reportage

Eine Nacht und tausend Tage -

Die Rettung der Anna-Amalia-Bibliothek

Komplette Sendung

Brennende Anna Amalia Bibliothek 30 min
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MDR FERNSEHEN Do, 04.06.2020 02:30 03:00

Die Rettung der Anna-Amalia-Bibliothek

Die Rettung der Anna-Amalia-Bibliothek

Besucher besichtigen den Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Die "Herzogin Anna Amalia Bibliothek" in Weimar ist eine der bedeutendsten und bekanntesten Museen Deutschlands und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie ist eine wahre Schatzkammer: Eine Viertelmillion historische Bände, viele davon Unikate, beherbergt die Bibliothek. Bildrechte: dpa
Besucher besichtigen den Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Die "Herzogin Anna Amalia Bibliothek" in Weimar ist eine der bedeutendsten und bekanntesten Museen Deutschlands und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie ist eine wahre Schatzkammer: Eine Viertelmillion historische Bände, viele davon Unikate, beherbergt die Bibliothek. Bildrechte: dpa
Löschfahrzeuge der Feuerwehr im Nachteinsatz - Flammen schlagen durchs Fenster während des Brandes der Anna Amalia Bibliothek in Weimar.
Der 2. September 2004 ist wohl der schwärzeste Tage in der Geschichte des Kulturdenkmals. Das Gebäude steht in Flammen. Ein Fünftel des Bestandes geht in den Flammen auf, weit über 60.000 Bücher und Dokumente werden durch Feuer und Löschwasser beschädigt - ein unermesslicher Verlust. Bildrechte: imago/suedraumfoto
Blick in den bei einem Brand schwer beschädigten Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar, in dem Reste wertvoller Buchbestände liegen.
Hier ein Blick in den bei dem Brand schwer beschädigten Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Die Reportage begleitet 1.000 Tage lang Architekten, Holz- und Papierfachleute, Restauratoren, die alles versuchen, um das "niedergeschriebene Gedächntnis" zu rekonstruieren und zu restaurieren. Bildrechte: dpa
Portrait von Anna Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel, Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach
Herzogin Anna Amalia ist Namenspatronin des historisches Gebäudes. 1991 - zum 300-jährigen Jubiläum - wurde die ehemals "Herzogliche Bibliothek" in "Herzogin Anna Amalia Bibliothek" umbenannt. Denn Anna Amalia galt als eine der größten Förderer der Einrichtung. Bildrechte: imago/imagebroker
Der Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar
Nach dem Brand konnte das historische Gebäude 2007 wiedereröffnet werden. Die Bibliothek ist Teil der Klassik Stiftung Weimar. Bildrechte: IMAGO
Weimar Anna Amalia Bibliothek
Handwerker und Wissenschaftler, Liebhaber historischer Gebäude und historischer Bücher, private Spender, kulturinteressierte Bürger und staatliche Geldgeber haben dafür gesorgt, dass die Bibliothek als Erbe an künftige Generationen weitergeben werden kann. Auch wenn die Anna Amalia Bibliothek wieder auferstanden ist, wird es noch Jahre dauern, bis auch das letzte Buch wieder in die Regale zurückgefunden hat. Bildrechte: DRA
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2. September 2004. "Brand in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek". Verlust eines Kulturerbes. Eine Viertelmillion historische Bände, viele davon Unikate, barg die Bibliothek vor dem Brand. Ein Fünftel davon ging in Flammen auf, weit über 60.000 wurden durch Feuer und Löschwasser beschädigt. Zahlen können den Verlust nicht ausdrücken.

Die historische Bibliothek roch nach Holz, Pergament und Staub. Zwischen den Buchseiten raschelte ureigenste Geschichte, vor den Augen des Besuchers tanzten Ornamentik und erhabene Leichtigkeit der Kultur. In den drei Jahren nach dem Brand haben sehr viele Menschen um dieses Erbe gekämpft. Handwerker und Wissenschaftler, Liebhaber historischer Gebäude und historischer Bücher, private Spender, kulturinteressierte Bürger und staatliche Geldgeber haben dafür gesorgt, dass die Bibliothek als Erbe an künftige Generationen weitergeben werden kann.

Autorin Theresia Schuler hat tausend Tage lang mit der Kamera verfolgt, wie das Zuhause für das "niedergeschriebene Gedächtnis" wiederentstand - mit Architekten, Holz- und Papierfachleuten, Restauratoren. Dann ist da noch Dr. Michael Knoche. Der leise Bibliotheksdirektor kann von den inneren Zusammenhängen seiner Bibliothek mit glühenden Augen erzählen - wie sie Bibliothek über 300 Jahre hinweg die Gedankenwelten unzähliger Menschen miteinander verwoben hat, warum der Verlust unwiederbringliche Lücken in den Kontext gerissen hat, warum mit hohem finanziellen Aufwand die beschädigten Bücher restauriert und zurückgebracht werden müssen, in den über Jahrhunderte gewebten Kosmos.

Die Autorin folgt zugleich einem Buch durch die Stationen seiner Rettung. Am Tag nach dem Brand wurde es bandagiert nach Leipzig ins Zentrum für Bucherhaltung gebracht und schnell gefriergetrocknet. Dann begann sein langer Weg durch die Werkstätten. Es werden noch rund 15 Jahre vergehen, bis das letzte Buch wieder in die Regale zurückgefunden hat, so die grobe Schätzung der Klassik Stiftung Weimar. Aber Kulturdenkmäler haben es so an sich, dass sie immerwährender Pflege bedürfen.

Auf Entdeckungsreise in Mitteldeutschland

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Urlaub am Wasser - vom Markkleeberger See

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 Nach erfolgreicher OP – ein Gruppenbild: Die Patientin und ihre "Gesundmacher" im SRH Waldklinikum
Nach erfolgreicher OP – ein Gruppenbild: Die Patientin und ihre "Gesundmacher" im SRH Waldklinikum Bildrechte: MDR/Marian Riedel
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Das Jahr nach dem Mauerfall –

Zwischen Freiheit und Verlusten

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Mai 1990. Unterwegs in die DDR. Wenige Monate nach der Maueröffnung und noch gut ein halbes Jahr vor der Wiedervereinigung bereiste der Dokumentarfilmer Reinhard Kungel mit seinem Team die (Noch-)DDR.
Mai 1990. Unterwegs in die DDR. Wenige Monate nach der Maueröffnung und noch gut ein halbes Jahr vor der Wiedervereinigung bereiste der Dokumentarfilmer Reinhard Kungel mit seinem Team die (Noch-)DDR. Bildrechte: MDR/Reinhard Kungel
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