Do 16.07. 2020 23:10Uhr 29:30 min

Lebensläufe Carl Adolph Riebeck - Der mitteldeutsche Braunkohlebaron

Film von Peter Grimm

Komplette Sendung

Schwarzweißfoto von Carl Adolph Riebeck, dem mitteldeutschen Braunkohlebaron 30 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN Do, 16.07.2020 23:10 23:40

Bilder zur Sendung

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Fotoszene Riebeckdarsteller
Carl Adolph Riebeck ist eine äußerst schillernde Figur in der Geschichte der mitteldeutschen Industrialisierung. Doch an Bekanntheit steht er Personen wie Friedrich List oder Richard Hartmann deutlich nach. Warum eigentlich? Bildrechte: MDR, honorarfrei
Fotoszene Riebeckdarsteller
Carl Adolph Riebeck ist eine äußerst schillernde Figur in der Geschichte der mitteldeutschen Industrialisierung. Doch an Bekanntheit steht er Personen wie Friedrich List oder Richard Hartmann deutlich nach. Warum eigentlich? Bildrechte: MDR, honorarfrei
Riebeckdarsteller vor Maschine
Ein Grund dafür könnte in seiner sehr besonderen Biographie liegen. Riebeck legte einen bemerkenswerten Aufstieg hin. Vom einfachen Grubenjunge hin zum Großindustriellen. Als Projektionsfläche für die großen Ideologien des 19. Und 20. Jahrhunderts taugte er nicht. Als Teilnehmer der 48er Revolution stand er beispielsweise im deutlichen Gegensatz zur großen liberalen Erzählung. Bildrechte: MDR, honorarfrei
Riebeckdarsteller mit Arbeiter
Nach einer Zuchthausstrafe legte er eine steile Karriere hin. In der Sächsisch-Thüringischen Aktiengesellschaft für Braunkohlenverwertung brachte er es bis zum Berginspektor. Doch damit stieß er auch an eine Grenze ... Bildrechte: MDR, honorarfrei
Heutiger Tagebau im Riebeck-Land
Eine Grenze, die er freilich nicht akzeptierte. 1858 kündigte er seine Stelle und gründete sein eigenes Unternehmen. Im Zuge dessen erwarb er gleich mehrere Braunkohlefelder um Bitterfeld und Weißenfels. Bildrechte: MDR, honorarfrei
Riebeckdarsteller mit Geschäftspartnern
Doch auch dabei blieb es nicht. Er gründete weitere Unternehmen, um die Braunkohle weiterzuverarbeiten aber auch Mineralölfabriken. Binnen weniger Jahre gehörten dem gebürtigen Clausthaler sämtliche Schwelereien und Raffinationsanlagen um Halle, Bitterfeld und Weißenfels. Der Braunkohlebergbau der Region wurde unter ihm zu einem großindustriellen Komplex. Bildrechte: MDR, honorarfrei
Riebeck-Biographin Simone Triede
Die Schriftstellerin Simone Trieder hat sich ausgiebig mit Riebeck beschäftigt und 2006 eine ausführliche Biographie zu ihm vorgelegt. Damit trug sie nicht unwesentlich dazu bei, dass man sich wieder ausgiebiger mit dem Kohlebaron Mitteldeutschlands beschäftigte. Bildrechte: MDR, honorarfrei
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Eigentlich könnte er das mitteldeutsche Pendant zum "amerikanischen Traum" verkörpern: Statt vom Tellerwäscher zum Millionär schaffte es Carl Adolph Riebeck vom Bergwerksjungen aus dem Harz zum Großindustriellen in Halle, der im mitteldeutschen Raum bei seinem Tod 15 Kohlebergwerke, 27 Brikettpressen, 31 Schwelereien, drei Mineralölfabriken, 13 Ziegeleien sowie eine Brauerei und eine Hand voll Rittergüter zu vererben hatte.

Dennoch wurde dieser Selfmademan der Gründerzeit kaum angemessen gewürdigt, obwohl er für die Entwicklung des mitteldeutschen Industriereviers eine entscheidende Rolle spielte. Dieser erfolgreiche Unternehmer passte in kein Klischee und ließ sich auch von späterer Geschichtsschreibung nicht so recht von jemandem vereinnahmen.

Aus eigener Kraft arbeitet er sich zum Bergbauinspektor hoch, wegen Beteiligung an der 1848er Revolution sitzt er im Gefängnis und als ihn seine Arbeitgeber wegen seiner niederen Herkunft nicht weiter aufsteigen lassen wollen, macht er sich selbstständig. Mit seinem guten Ruf als Bergbauexperte ist er kreditwürdig genug, um seine erste eigene Kohlegrube zu erschließen. Der Aufstieg zum Braunkohlebaron Mitteldeutschlands hat begonnen.

Der Film sucht nach Spuren in Sachsen-Anhalt und Sachsen, die sich in Museen oder im Stadtbild mancher Wirkungsstätte finden. Auch einige Bergbaulandschaften, Siedlungsbauten und natürlich manche Unternehmen, deren bauliche Hinterlassenschaften bis heute erhalten sind, gehören zu Riebecks fast vergessenem Erbe.

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