So 18.10. 2020 22:55Uhr (VPS 22:50) 45:00 min

Woche der Wölfe Die Wolfsaga

Film von Sebastian Koerner und Herbert Ostwald

Komplette Sendung

Ein Jungwolf, unterwegs auf sandigem Boden 44 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN So, 18.10.2020 22:55 23:40

Bilder zur Sendung

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"Einauge" gehörte zusammen mit ihrer Schwester „Sunny“ zu den ersten in Deutschland geborenen Mutterwölfinnen. Ihre Nachkommen haben mittlerweile fast ganz Nord- und Ostdeutschland erobert.
Vor 150 Jahren starb in Deutschland der letzte wildlebende Wolf - die Tiere waren durch Menschen ausgerottet worden. Bis zum Jahr 2000: Im Herbst werden in der Muskauer Heide in Sachsen Wolfswelpen gesichtet. Darunter auch "Einauge" und ihrer Schwester "Sunny". Als hier geborene Mutterwölfinnen bilden sie die erste Generation der neuen wölfischen Familiendynastie. Ihre Nachkommen haben sich mittlerweile in fast ganz Nord- und Ostdeutschland ausgebreitet. Bildrechte: MDR/Längengrad Filmproduktion/Sebastian Koerner
"Einauge" gehörte zusammen mit ihrer Schwester „Sunny“ zu den ersten in Deutschland geborenen Mutterwölfinnen. Ihre Nachkommen haben mittlerweile fast ganz Nord- und Ostdeutschland erobert.
Vor 150 Jahren starb in Deutschland der letzte wildlebende Wolf - die Tiere waren durch Menschen ausgerottet worden. Bis zum Jahr 2000: Im Herbst werden in der Muskauer Heide in Sachsen Wolfswelpen gesichtet. Darunter auch "Einauge" und ihrer Schwester "Sunny". Als hier geborene Mutterwölfinnen bilden sie die erste Generation der neuen wölfischen Familiendynastie. Ihre Nachkommen haben sich mittlerweile in fast ganz Nord- und Ostdeutschland ausgebreitet. Bildrechte: MDR/Längengrad Filmproduktion/Sebastian Koerner
Gut getarnt versucht Wolfsfilmer Sebastian Koerner, Familie Isegrim zu filmen.
In ihrer Dokumentation erzählen Sebastian Koerner und Herbert Ostwald die Familiensaga von der Rückkehr und Ausbreitung der Raubtiere - voll Zank und Zärtlichkeit, blutiger Konflikte und tragischer Geheimnisse. Doch um Familie Wolf unbemerkt und aus nächster Nähe beobachten zu können, muss Wolfsfilmer Sebastian Koerner alle Register ziehen. Bildrechte: MDR/Längengrad Filmproduktion/Sebastian Koerner
Automatisch auslösende Kameras ermöglichen heimliche Einblicke ins Familienleben der Wölfe. Tierfilmer Sebastian Koerner nimmt sich viel Zeit, die „Filmfallen“ gut zu verstecken.
Neben einer aufwenigen Tarnung ermöglichen automatisch auslösende Kameras heimliche Einblicke ins Familienleben der Wölfe. Tierfilmer Sebastian Koerner nimmt sich viel Zeit, diese sogenannten "Filmfallen" gut zu verstecken. Bildrechte: MDR/Längengrad Filmproduktion/Sebastian Koerner
Das Ursprungsgebiet der Wölfe in Deutschland – die Lausitz – ist heute flächendeckend von über 20 Wolfsfamilien besiedelt. Sie leben unter anderem in der Wildnis, die der Braunkohletagebau dort hinterlässt.
Im Objektiv der Kamera von Sebastian Koerner wird auch eine Wolfsfamilie in der Lausitz eingefangen. Die Region ist das Ursprungsgebiet der Wölfe in Deutschland und heute flächendeckend von über 20 Wolfsfamilien besiedelt. Sie leben unter anderem in der Wildnis, die der Braunkohletagebau dort hinterlassen hat. Bildrechte: MDR/Längengrad Filmproduktion/Sebastian Koerner
Auf dem Truppenübungsplatz bei Munster herrscht intensiver Betrieb durch Menschen und Fahrzeuge direkt am Treffpunkt der Wolfsfamilie. Die Welpen gewöhnen sich daran und laufen nicht mehr vor den Panzern davon.
Ein anderer Familienzweig der Wölfe hat sich im niedersächsischen Munster niedergelassen. Hier auf dem Truppenübungsplatz herrscht intensiver Betrieb durch Menschen und Fahrzeuge direkt am Treffpunkt der Wolfsfamilie. Doch inzwischen haben sich die Welpen an Lärm und Unruhe gewohnt und laufen selbst vor den Panzern nicht mehr davon. Bildrechte: MDR/Längengrad Filmproduktion/Sebastian Koerner
Das Munsterrudel macht es vor: In einem wilden Wolfsrudel ziehen die Elternwölfe die kleinen Welpen zusammen mit ausgewachsenen „Kindern“ aus dem Vorjahr auf.
Die Munster-Wölfe machen es vor: In einem wilden Wolfsrudel ziehen die Elternwölfe die kleinen Welpen zusammen mit ausgewachsenen "Kindern" aus dem Vorjahr auf. Bildrechte: MDR/Längengrad Filmproduktion/Sebastian Koerner
Eine sogenannte „Jährlingsfähe“ wacht aufmerksam über ihre kleinen Geschwister.
So wacht zum Beispiel diese sogenannte "Jährlingsfähe" aufmerksam über ihre kleinen Geschwister. Bildrechte: MDR/Längengrad Filmproduktion/Sebastian Koerner
Mittlerweile gibt es auch in Bayern wieder wilde Wölfe. Mit Infrarotkameras gelang es zu filmen, wie ein Wolf einen Rothirsch „testet“.
Mittlerweile gibt es auch in Bayern wieder wilde Wölfe. Mit Infrarotkameras gelingt es zu filmen, wie ein Wolf einen Rothirsch "testet". Bildrechte: MDR/Längengrad Filmproduktion/Sebastian Koerner
Im 3D-Tarnanzug geht Tierfilmer Sebastian Koerner auf Wolfspirsch.
In ihrem Film rekonstruieren die Autoren Sebastian Koerner und Herbert Ostwald die Wolfsaga mit historischen Bildern von den ersten Wölfen und spektakulären neuen Beobachtungen in Bayern und der Lausitz. Dabei entwickeln sie eine überraschende Perspektive auf die Bilanz von 20 Jahren des komplizierten Miteinanders von Mensch und Wolf. Bildrechte: MDR/Längengrad Filmproduktion/Sebastian Koerner
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Wölfe in Deutschland? Im Herbst 2000 werden erstmals Wolfswelpen in der Muskauer Heide in Sachsen gesichtet. Über 100 Jahre nachdem hierzulande die Raubtiere ausgerottet worden waren, gibt es wieder eine Wolfsfamilie! Seitdem hat sich eine rasante und heiß diskutierte Entwicklung vollzogen. Von Anfang an wurde die Wiederbesiedelung durch zwei Wolfsschwestern geprägt - "Sunny" und "Einauge". Ihre Nachkommen haben inzwischen in vielen Teilen Deutschlands weitere Rudel gebildet und eigene Reviere erschlossen. Deshalb lässt sich die Geschichte von der Rückkehr und Ausbreitung der Raubtiere als große Familiensaga erzählen. Voll Zank und Zärtlichkeiten, blutigen Konflikten und tragischen Geheimnissen.

Die Autoren Sebastian Koerner und Herbert Ostwald rekonstruieren diese Wolfsaga mit historischen Bildern von den ersten Wölfen und spektakulären neuen Beobachtungen in Bayern und in der Lausitz. Und sie entwickeln dabei eine überraschende Perspektive auf die Bilanz von 20 Jahren des schwierigen Miteinanders von Mensch und Wolf.