So 22.11. 2020 07:30Uhr 29:30 min

 Tod und Sterben sind aus unserer Gesellschaft verschwunden. Urnenbestattungen auf der grünen Wiese, die nicht viel kostet, nehmen zu. Für die Hinterbliebenen bleibt dann kein würdiger Ort zum Trauern.
Tod und Sterben sind aus unserer Gesellschaft verschwunden. Urnenbestattungen auf der grünen Wiese, die nicht viel kostet, nehmen zu. Für die Hinterbliebenen bleibt dann kein würdiger Ort zum Trauern. Bildrechte: MDR/Erik Schimschar
MDR FERNSEHEN So, 22.11.2020 07:30 08:00

Abschied vom Leben

Abschied vom Leben

Was am Ende wichtig ist

Film von Henrike Sandner

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Bilder zur Sendung

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Eric Wrede bietet individuelle Bestattungen in Berlin an. Er möchte, dass die Angehörigen im Trauerprozess selbst kreativ werden. Zum Beispiel, indem sie selbst eine Urne gestalten.
Eric Wrede bietet individuelle Bestattungen in Berlin an. Er möchte, dass die Angehörigen im Trauerprozess selbst kreativ werden. Zum Beispiel, indem sie selbst eine Urne gestalten. Bildrechte: MDR/Erik Schimschar
Eric Wrede bietet individuelle Bestattungen in Berlin an. Er möchte, dass die Angehörigen im Trauerprozess selbst kreativ werden. Zum Beispiel, indem sie selbst eine Urne gestalten.
Eric Wrede bietet individuelle Bestattungen in Berlin an. Er möchte, dass die Angehörigen im Trauerprozess selbst kreativ werden. Zum Beispiel, indem sie selbst eine Urne gestalten. Bildrechte: MDR/Erik Schimschar
Tod und Sterben sind aus unserer Gesellschaft verschwunden. Urnenbestattungen auf der grünen Wiese, die nicht viel kosten, nehmen zu. Für die Hinterbliebenen bleibt dann kein würdiger Ort zum Trauern.
Tod und Sterben sind aus unserer Gesellschaft verschwunden. Urnenbestattungen auf der grünen Wiese, die nicht viel kostet, nehmen zu. Für die Hinterbliebenen bleibt dann kein würdiger Ort zum Trauern. Bildrechte: MDR/Erik Schimschar
Erdbestattungen werden immer seltener. Für den Trauerprozess ist diese klassische Bestattungsform aber besser, weil man tatsächlich einen Menschen zu Grabe trägt. Die Realität des Verlustes ist am Sarg besser zu verstehen.
Erdbestattungen werden immer seltener. Für den Trauerprozess ist diese klassische Bestattungsform aber besser, weil man tatsächlich einen Menschen zu Grabe trägt. Die Realität des Verlustes ist am Sarg besser zu verstehen. Bildrechte: MDR/Erik Schimschar
Erdbestattungen werden immer seltener. Für den Trauerprozess ist diese klassische Bestattungsform aber besser, weil man tatsächlich einen Menschen zu Grabe trägt. Die Realität des Verlustes ist am Sarg besser zu verstehen.
Erdbestattungen werden immer seltener. Für den Trauerprozess ist diese klassische Bestattungsform aber besser, weil man tatsächlich einen Menschen zu Grabe trägt. Die Realität des Verlustes ist am Sarg besser zu verstehen. Bildrechte: MDR/Erik Schimschar
 Sarg im Altarraum in der Dorfkirche in Siethen (Ludwigsfelde)
Sarg im Altarraum in der Dorfkirche in Siethen (Ludwigsfelde) Bildrechte: MDR/Erik Schimschar
Einen Ort zum Trauern zu haben, ist für die Hinterbliebenen enorm wichtig. Die Erinnerung an einen Menschen an seinem Grab wach zu halten erleichtert den Angehörigen mit dem schmerzlichen Verlust umzugehen.
Einen Ort zum Trauern zu haben, ist für die Hinterbliebenen enorm wichtig. Die Erinnerung an einen Menschen an seinem Grab wach zu halten erleichtert den Angehörigen mit dem schmerzlichen Verlust umzugehen. Bildrechte: MDR/Erik Schimschar
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Die Zahl kirchlicher Bestattungen nimmt kontinuierlich ab, aber nicht der Wunsch nach einer würdevollen und individuellen Abschiedszeremonie. Gerade die letzten Monate haben gezeigt, wie elementar dieses Bedürfnis ist: Die strengen Auflagen für Beerdigungen wurden als schmerzlich empfunden. Der Film stellt Menschen vor, die ihre eigenen Erfahrungen mit dem Tod haben, und sich für ein bewusstes Abschiednehmen stark machen.

Christa Fredrich hat ihren Mann bis zu seinem Tod begleitet und ihm den Wunsch nach einer Erdbestattung erfüllt. Es war ein langer, schmerzlicher Prozess des Abschieds, sagt Christa Fredrich, aber sie sei dankbar für jede Minute. Ihre Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, den Wünschen des Sterbenden zu entsprechen, aber auch den eigenen Bedürfnissen als Angehöriger.

Juliane Uhl will, dass sich Menschen für das Abschiednehmen mehr Zeit gönnen. Anonyme Bestattungen und das Urnengrab auf der Wiese nehmen zu. Am Ende gibt es keinen Ort für die Trauer. Die Soziologin Juliane Uhl hat deshalb das Projekt eines Friedgartens entwickelt.

Auch der Bestatter Eric Wrede plädiert dafür, sich Zeit zu nehmen. Er bietet den Menschen an, selbst eine Urne zu bauen, um sich ganz persönlich zu verabschieden.

Der Fotograf Walter Schels hat mit Menschen im Hospiz über ihre letzte Lebensphase gesprochen und sie um die Erlaubnis gebeten, sie vor und nach ihrem Tod fotografieren zu dürfen. Für ihn war es eine Möglichkeit, seine eigene Angst vor dem Thema Tod zu überwinden. Den Porträtierten gibt es die Möglichkeit als eine Art Abschiedsbotschaft ein friedliches Bild zu hinterlassen.

Gerade wenn weniger Menschen eine Bindung an Kirche und Glaube haben und deshalb traditionelle Rituale nicht mehr selbstverständlich sind, ist es wichtig zu überlegen, wie der Abschied am Ende des Lebens gestaltet werden soll. Der Film ermutigt dazu, sich auf diese Fragen einzulassen, schon mitten im Leben.

Totensonntag im MDR

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Mindestens ein Wochenende im Monat fährt Ines nach Trassenheide auf Usedom zu ihrem Mann. Der Krebs macht ihr immer wieder Angst. Bildrechte: MDR/WERKBLENDE GbR
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Die Geschwister Alina und Alexander Höckendorf Bildrechte: MDR/Jung, Genetu
Antje auf dem Friedhof 29 min
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Was vom alten Leben bleibt - Nah dran-Reportage 30 min
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Menschen & Geschichten

Über einem abgedunkelten Finger in Nahaufnahme steht der Schriftzug: Kripo live - Tätern auf der Spur und das Bild eines stilisierten Fingerabdrucks.
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MDR FERNSEHEN Mi, 25.11.2020 21:15 21:45
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Über einem abgedunkelten Finger in Nahaufnahme steht der Schriftzug: Kripo live - Tätern auf der Spur und das Bild eines stilisierten Fingerabdrucks.
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Weihnachtsmarkt in Annaberg-Buchholz mit Video
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Aufnahme von der Höhe des Fabrikhallendachs. Christel Bodenstein läuft durch eine Fabrikhalle. Ein übergroßes Bild der Schauspielerin wurde in dieses BIld hineinmontiert.
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