Mi 18.11. 2020 20:15Uhr 89:30 min

Was will der Osten?

Film von Ariane Riecker

Komplette Sendung

Maria und Christian Piechnick, zwei der Gründer des Dresdner Startups WANDELBOTS. 89 min
Maria und Christian Piechnick, zwei der Gründer des Dresdner Startups WANDELBOTS. Bildrechte: MDR
MDR FERNSEHEN Mi, 18.11.2020 20:15 21:45

Bilder zur Sendung

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Maria und Christian Piechnick, zwei der Gründer des Dresdner Startups WANDELBOTS.
Maria und Christian Piechnick, zwei der Gründer des Dresdner Startups WANDELBOTS. Bildrechte: MDR
Maria und Christian Piechnick, zwei der Gründer des Dresdner Startups WANDELBOTS.
Maria und Christian Piechnick, zwei der Gründer des Dresdner Startups WANDELBOTS. Bildrechte: MDR
Bei Wandelbots arbeiten Menschen aus 12 Nationen. Auch der Programmierer Ahmet aus Ägypten.
Bei Wandelbots arbeiten Menschen aus 12 Nationen. Auch der Programmierer Ahmet aus Ägypten. In Dresden hat er es als Ausländer nicht immer einfach. Bildrechte: MDR
Valerie Schönian, 1990 in Sachsen-Anhalt geboren, hat das Buch OSTBEWUSSTSEIN geschrieben.
Valerie Schönian, 1990 in Sachsen-Anhalt geboren, hat das Buch OSTBEWUSSTSEIN geschrieben. Bildrechte: MDR
Zwei Ostdeutsche, die steile Karrieren in Wirtschaft und Wissenschaft gemacht haben - und im Schatten von Marx groß geworden sind. Der eine, Prof. Timo Meynhardt, ist Professer an der renommierten, privaten Handelshochschule in Leipzig. Der andere, Prof. Michael Kaschke, hat einen Weltkonzern saniert. Sie treffen sich in "Was will der Osten?" und diskutieren, welches Erbe die DDR, die Wende und die letzten 30 Jahre in Ostdeutschland hinterlassen haben - und was uns dieses Erbe über die Zukunft Deuschlands erzählt.
Zwei Ostdeutsche, die steile Karrieren in Wirtschaft und Wissenschaft gemacht haben - und im Schatten von Marx groß geworden sind. Der eine, Prof. Timo Meynhardt, ist Professer an der renommierten, privaten Handelshochschule in Leipzig. Der andere, Prof. Michael Kaschke, hat einen Weltkonzern saniert. Sie treffen sich in "Was will der Osten?" und diskutieren, welches Erbe die DDR, die Wende und die letzten 30 Jahre in Ostdeutschland hinterlassen haben - und was uns dieses Erbe über die Zukunft Deuschlands erzählt. Bildrechte: MDR
Prof. Timo Meynhardt und Prof. Michael Kaschke
Zwei Ostdeutsche, die steile Karrieren in Wirtschaft und Wissenschaft gemacht haben - und im Schatten von Marx groß geworden sind. Der eine, Prof. Timo Meynhardt, ist Professer an der renommierten, privaten Handelshochschule in Leipzig. Der andere, Prof. Michael Kaschke, hat einen Weltkonzern saniert. Sie treffen sich in „Was will der Osten?“ und diskutieren, welches Erbe die DDR, die Wende und die letzten 30 Jahre in Ostdeutschland hinterlassen haben - und was uns dieses Erbe über die Zukunft Deuschlands erzählt. Bildrechte: MDR
Bürgermeisterin Karin Berndt
Bürgermeisterin Karin Berndt kämpft für die Erhaltung ihrer Schule, ihres Freibades, ihrer Bibliothek. Sie ist in Sachsen als Schulrebellin bekannt. Ihr größter Erfolg: Eine Anpassung des sächsischen Schulgesetzes. Bildrechte: MDR
Familie Pfohl
Familie Pfohl hat über zehn Jahre in Bamberg gelebt – weil es nur dort Arbeit gab. 2017 konnte die vierköpfige Familie zurück nach Seifhennersdorf kommen. Sarah Pfohl geht in die Mittelschule, in der jetzt wieder offiziell unterrichtet wird. Bildrechte: MDR
Prof. Dr. Michael Kaschke
Prof. Dr. Michael Kaschke ist einer der wenigen Top-Manager mit ostdeutschen Wurzeln. Er hat den Weltkonzern Carl Zeiss saniert und an die Weltspitze gebracht. Michael Kaschke ist in Greiz in Thüringen geboren, in Dresden aufgewachsen, er hat dort die Kinder- und Jugendsportschule und später eine Mathe-Physik-Spezialschule besucht. Kaschke forschte in den 80ern in Jena zu Lasern. Diese Bildung und Forschung war für ihn die Grundlage seiner Karriere. Er ist heute überzeugt, dass nur hochklassige Bildung für alle Deutschland voranbringen kann. Bildrechte: MDR
 Für den amtierenden Bürgermeister ist Social Media zu einem wichtigen Kommunikationsmittel geworden. "Diese Kanäle dürfen wir nicht den Populisten überlassen."
Für den amtierenden Bürgermeister ist Social Media zu einem wichtigen Kommunikationsmittel geworden. "Diese Kanäle dürfen wir nicht den Populisten überlassen." Bildrechte: MDR
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Das jahrelange Negativ-Bild des Ostens in den Medien ist zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung geworden, es befördert die Polarisierung zwischen Ost und West. Vom Meckerer bis zum radikalen Populisten ist es nicht weit. "Was will der Osten?" erzählt deshalb 30 Jahre nach der Wiedervereinigung von Ostdeutschen, die aus dem Erfahrungsschatz der radikalen Umbrüche der letzten 30 Jahre Ideen und Visionen für die Zukunft formulieren. Als Antwort auf die vermeintliche Spaltung in Ost und West, auf die Krise der Demokratie. Es sind sieben Geschichten aus Ostdeutschland, die deutlich machen: aus den Erfahrungen einer Gesellschaft, die sich radikal ändern musste, wachsen heute neue Ideen für ganz Deutschland.

Egal in welchen Bereich man schaut: Die ostdeutsche Wirtschaft ist kleinteiliger und schwächer als die westdeutsche, die Kapitaldecken sind dünner, die privaten Vermögen auch, der Anteil Ostdeutscher in der Top-Elite der Bundesrepublik ist nach wie vor verschwindend gering. Hinzu kommt Frauenmangel, hohe Abwanderung und Überalterung. Dazu der Verdruss vieler Ostdeutscher: 2019 antworten bei einer Umfrage des Institutes für Demoskopie Allensbach auf die Frage "Glauben Sie, dass die Demokratie, die wir in Deutschland haben, die beste Staatsform ist?" im Westen 77 Prozent der Menschen mit Ja. Im Osten hingegen stimmten nur weniger als die Hälfte der Menschen zu. Das Vertrauen in das System ist erschüttert. Die Pegida-Proteste in Dresden, die AfD-Wahlergebnisse oder aktuell der "Stille Protest" an der B 96 lassen die Verständnislosigkeit zwischen Ost- und Westdeutschen weiter wachsen.

Aus dem Sichtfeld geraten dabei oft jene, die gerade deshalb fieberhaft nach Lösungen für all diese Probleme suchen: Eine der prägenden Geschichten des Films ist die des Bürgermeisters Dirk Neubauer aus dem kleinen Ort Augustusburg bei Chemnitz. Neubauer will mit Bürgerfonds, Bürgerräten und einer konsequenten Digitalisierung die ländlichen Regionen aus dem Zugriff der radikalen Rechten befreien. Er ist überzeugt, dass sich auf dem Land die Zukunft unserer Demokratie entscheidet.

Da sind die Robotik-Revolutionäre Maria und Christian Piechnik, die von Dresden aus die Welt erobern mit einem Unternehmen, das sie auch dem Bildungsvorteil Ostdeutschlands verdanken. Im Kontrast dazu die Geschichte einer Elterngruppe in Sachsen-Anhalt, die in den letzten zehn Jahren miterlebten mussten, wie Parteien und Parlamente im Osten den auch aus der Tradition der DDR geerbten Bildungsvorteil verspielten - und die jetzt für neue Modelle der demokratischen Teilhabe kämpfen.

Da ist die junge Journalistin und Autorin Valerie Schönian, die, geboren 1990 im Jahr der Einheit, in Diskussionen und Lesungen unermüdlich daran arbeitet, Ost und West wieder miteinander zu versöhnen. Und da sind zwei weitere erfolgreiche Ostdeutsche, der eine hat einen Weltkonzern im Westen saniert, der andere ist der einzige ostdeutsche Professor an der renommierten Handelshochschule in Leipzig: Beide fragen sich, ob unsere Verfassung, unser Grundgesetz wirklich noch gut genug ist für die Zukunft.

Bei aller Unterschiedlichkeit eint die Protagonisten: Sie wollen weiter, sie wollen ein moderneres, demokratischeres Deutschland für alle, die hier leben.

Politische und gesellschaftliche Dokus und Reportagen

Die Krankenaufnahme um 1910, hier werden Kassenmitglieder und Selbstzahler getrennt.
Die Krankenaufnahme um 1910, hier werden Kassenmitglieder und Selbstzahler getrennt. Bildrechte: MDR/rbb/Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin - Charité
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In den alten Hallen des Kraftwerks lagern bis heute Berge aus Sperr- und Sondermüll.
In den alten Hallen des Kraftwerks lagern bis heute Berge aus Sperr- und Sondermüll. Bildrechte: MDR/Gabriel Stoukalov
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Alte Deponien und belastete Böden

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