Fr 25.12. 2020 14:50Uhr 69:26 min

König Drosselbart (Manfred Krug) und Prinzessin Roswitha (Karin Ugowski)
König Drosselbart (Manfred Krug) und Prinzessin Roswitha (Karin Ugowski) Bildrechte: MDR/Progress
MDR FERNSEHEN Fr, 25.12.2020 14:50 16:00

König Drosselbart

König Drosselbart

Märchenfilm DDR 1965

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Bilder zum Film

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Die hochmütige Prinzessin Roswitha soll verheiratet werden. Als sie all ihren Freiern nur Spott entgegenbringt, hat ihr königlicher Vater genug. Er gibt sie dem erstbesten Besucher zur Frau: einem armen Spielmann.

König Löwenzahn (Martin Flörchinger) will seine Tochter, die stolze Prinzessin Roswitha (Karin Ugowski), verheiraten.
König Löwenzahn will seine Tochter, die stolze Prinzessin Roswitha, verheiraten. Doch sie weist jeden Freier mit Spott und Hohn zurück. Ihren letzten Freier nennt sie wegen seines Bärtchens abfällig "Drosselbart". Bildrechte: Progress
König Löwenzahn (Martin Flörchinger) will seine Tochter, die stolze Prinzessin Roswitha (Karin Ugowski), verheiraten.
König Löwenzahn will seine Tochter, die stolze Prinzessin Roswitha, verheiraten. Doch sie weist jeden Freier mit Spott und Hohn zurück. Ihren letzten Freier nennt sie wegen seines Bärtchens abfällig "Drosselbart". Bildrechte: Progress
Ein armer Spielmann (Manfred Krug) soll die Tochter des Königs (Karin Ugowski) zur Frau bekommen.
Schließlich ist für den König das Maß voll. Er will Roswitha dem erstbesten Bettler, der auf das Schloss kommt, zur Frau geben. Schnell erscheint ein armer Spielmann und der König muss zu seinem Wort stehen. Bildrechte: MDR/Defa
Roswitha (Karin Ugowski) muss einen armen Spielmann (Manfred Krug) heiraten.
Die Prinzessin ist von ihrem Schicksal und ihrem neuen Mann entsetzt. Roswitha schwört sich, keinen Tag bei dem Spielmann zu bleiben. Doch nach und nach gewinnt er sie durch seine liebevolle, gütige Art. Bildrechte: Progress
Prinzessin Roswitha (Karin Ugowski), König Drosselbart (Manfred Krug).
Nun muss die verwöhnte Prinzessin auch selbst Hand anlegen. Der Spielmann zeigt ihr geduldig alle Hausarbeiten, die der Königsspross bisher nie selbst erledigen musste. Als sie auch zum Lebensunterhalt beitragen muss, legt sie sogar ein besonderes Talent beim Bemalen von Töpferarbeiten an den Tag. Bildrechte: MDR/Progress
Roswitha (Karin Ugowski) verkauft ihre Töpfereien auf dem Markt.
Als Roswitha ihre Töpferware auf dem Markt verkaufen will, bezieht sie trotz Warnungen einen Platz, der als unsicher gilt. Ein Landsknecht prescht schließlich vorbei und zertrümmert dabei jedes einzelne Stück in Rowithas Auslage. Sie flieht vor Schreck. Bildrechte: Progress
König Drosselbart (Manfred Krug).
Der Landsknecht, niemand anderes als Drosselbart, der auch den armen Spielmann gemimt hat, sieht ein, dass sein letzter Streich zu weit ging. Er eilt Roswitha nach und erklärt sich ihr. Sie ist ihm nicht zu lange böse und schließlich feiern die beiden glücklich ihre Vermählung. Bildrechte: MDR/Progress
Manfred Krug als König Drosselbart und Karin Ugowski als verwöhnte Prinzessin.
Der Märchenfilm von 1965 mit Manfred Krug und Karin Ugowski ist einer der bekanntesten DDR-Filmklassiker der ostdeutschen Filmgesellschaft DEFA. Bildrechte: MDR/Defa
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Prinzessin Roswitha macht eine Spazierfahrt durch den Wald. Übermütig lässt sie die Pferde antreiben, bis die Kutsche schließlich ein Rad verliert. Ein junger Reiter kommt zu Hilfe. Roswitha behandelt ihn recht spöttisch und schnippisch, doch ganz unsympathisch sind sich die beiden nicht. Im Schloss ihres Vaters, des Königs Löwenzahn, wird die Prinzessin schon ungeduldig erwartet: wieder einmal sind Freier gekommen, die um ihre Hand anhalten. Roswitha verabscheut diese Feste - denn wenn sie auch entscheiden darf, welchen der Freier sie zum Mann nehmen will, ob sie überhaupt heiraten möchte, danach fragt niemand.

Und es ist kein Wunder, dass ihr keiner gefällt: einer der Fürsten ist ein Trunkenbold, einer ein Schlagetot, ein anderer ein alter Hagestolz, und der König Heinz Eduard, dem sie ihr Vater am liebsten geben würde, ist zwar reich und mächtig, doch plump von Gestalt und Betragen. Aber in ihrem Hochmut überschreitet die Prinzessin jedes Maß, ihr Spott wird boshaft und verletzend. Als sie selbst den Reiter aus dem Wald, der als letzter Freier eintrifft, wegen seines Bärtchens "Drosselbart" nennt, packt den alten König der Zorn. Dem ersten besten Bettler, der aufs Schloß kommt, so schwört er, will er seine Tochter zur Frau geben.

Wie gerufen erscheint ein armer Spielmann. Der König will sein unbedachtes Wort nicht halten, doch die abgewiesenen Freier zwingen ihn dazu, um sich an Roswitha zu rächen. Traurig folgt die Prinzessin dem Spielmann in seine ärmliche Hütte. Keinen Tag, so verkündet sie, will sie hier bleiben - und bleibt dann doch, gewöhnt sich an ihren liebevollen und gütigen Mann, der ihr geduldig all die Hausarbeit beibringt, die sie im Schloss ihres Vaters nie tun mußte.

Eines Tages erklärt ihr Mann, sie müßten beginnen, für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten. Erst widerwillig, dann bemüht versucht sich die Prinzessin im Körbeflechten und Spinnen - doch vergeblich, ihre Hände sind zu zart. Als er es aber mit dem Töpfern probiert, erlebt der Spielmann eine Überraschung - das Bemalen der Gefäße übernimmt Roswitha nicht nur gern, sie kann es auch sehr gut: Malen war schon immer ihre Lieblingsbeschäftigung, auch wenn man sie ihr am Hof ihres Vaters als unstandesgemäß ausreden wollte.

Am nächsten Tag soll Roswitha das Geschirr auf dem Markt verkaufen. Erfolg hat sie dabei erst, als sie auf die guten Ratschläge der anderen Marktfrauen hört. Das aber mag die eigensinnige Prinzessin nicht zugeben, und so beschließt sie, am nächsten Tag ihren Stand abseits von den anderen aufzuschlagen. Vergeblich warnt sie ihr Mann, weil das ein gefährlicher Platz sei. Tatsächlich reitet ihr ein Landsknecht sämtliche Waren zu Scherben. Verzweifelt läuft Roswitha davon, wagt sich weder zu ihrem Mann noch zu ihrem Vater zurück. Der Landsknecht war natürlich kein anderer als der verkleidete Drosselbart, der auch der Spielmann ist. Traurig muß er erkennen, dass dieser Streich zu weit gegangen ist. Doch er weiß nicht, wo er seine Frau suchen soll.

Roswitha ist aber, ohne es zu wissen, ganz in seiner Nähe. Sie hat Arbeit in der Schloßküche gefunden. Als der Koch den jungen König auf ihre Spur bringt, läßt er ein Hochzeitsfest richten und befiehlt, dass das neue Küchenmädchen ihm sein Lieblingsgericht servieren soll. Als Roswitha ihren einstigen Freier Drosselbart erkennt, flieht sie erschrocken. Er aber gibt sich als ihr Mann zu erkennen und bittet sie, ihm zu verzeihen. Das tut sie natürlich, und beide feiern ihr Hochzeitsfest.

Ein Märchenfilmklassiker aus dem Jahr 1965, das besonders durch das präzise und humorvolle Spiel der beiden Hauptdarsteller Manfred Krug und Karin Ugowski ein unverändertes Vergnügen ist.
Mitwirkende
Musik: Wolfgang Lesser
Kamera: Lothar Gerber
Drehbuch: Dr. Günter Kaltofen, Walter Beck nach dem Märchen der Gebrüder Grimm
Regie: Walter Beck
Darsteller
Prinzessin Roswitha: Karin Ugowski
König Drosselbart: Manfred Krug
König Löwenzahn: Martin Flörchinger
Hofdame Beatrix: Evemaria Heyse
König Heinz Eduard: Helmut Schreiber
König Wenzel: Achim Schmidtchen
Prinz Kasimir: Arno Wyzniewski
Herzog Adolar: Gerd E. Schäfer
Fürst Zacharias: Bruno Carstens
Graf Eitelfritz: Fritz Decho
Junker Balduin: Horst Buder
Küchenmeister: Manfred Heine
Küchenjunge Felix: Ulrich Lorr-Balko
Tanzmeister: Klaus Piontek
Schneider: Christian Weisbrod
Kutscher: Nico Turoff
Obsthändlerin: Marianne Wünscher
Zuckerbäckerin: Jutta Wachowiak
Bauersfrau: Trude Brentina
Handwerkerfrau: Ostara Körner
Bürgersfrau: Renate-Catharina Schroff

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