So 17.01. 2021 13:45Uhr 89:38 min

Vor 25 Jahren, am 2.Mai 1995, ist sie still aus dieser Welt gegangen, doch bis heute ist Agnes Kraus als Volksschauspielerin unvergessen. Ob als Schwester Agnes, als Zimmervermieterin Klucke in „Florentiner 73“ oder als schrullige Tierarztwitwe Alma - immer hat sich Agnes Kraus mit Berliner Schnauze in die Herzen der Zuschauer gespielt. Sie war die Mutter der Nation und wurde mit ihren komischen Rollen unzählige Male zum Fernsehliebling der DDR. Agnes Kraus als Schwester Agnes
Vor 25 Jahren, am 2.Mai 1995, ist sie still aus dieser Welt gegangen, doch bis heute ist Agnes Kraus als Volksschauspielerin unvergessen. Ob als Schwester Agnes, als Zimmervermieterin Klucke in „Florentiner 73“ oder als schrullige Tierarztwitwe Alma - immer hat sich Agnes Kraus mit Berliner Schnauze in die Herzen der Zuschauer gespielt. Sie war die Mutter der Nation und wurde mit ihren komischen Rollen unzählige Male zum Fernsehliebling der DDR. Agnes Kraus als Schwester Agnes Bildrechte: MDR
MDR FERNSEHEN So, 17.01.2021 13:45 15:15

Winter der Legenden Legenden - Ein Abend für Agnes Kraus

Legenden - Ein Abend für Agnes Kraus

Ein Film von Tom Kühne

  • Stereo
  • Audiodeskription
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Untertitel
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Agnes Kraus - Ihre besten Filme

Bildergalerie Agnes Kraus - Ihre besten Filme

Agnes Kraus wurde am 16. Februar 1911 als Irmgard Agnes Friederike Krause in Berlin geboren. In zahllosen TV-Rollen spielte sie sich in die Herzen der Zuschauer. Ihre bekanntesten Filmen gibt es hier als Bildergalerie.

Agnes Kraus als Agnes Obermann und Vlastimil Brodsky als Dr. Flanke.
"Aber Doktor" (1980):

Zahnarzt Dr. Flanke wird wegen seiner Hilfsbereitschaft geschätzt. In seiner Freizeit betreut er eine Eishockeymannschaft, die von Biggi Koch trainiert wird, auf die er ein Auge geworfen hat. Doch diese will nichts von ihm wissen, da sie ihn für zu schüchtern und ungeschickt hält. So muss seine Sprechstundenhilfe Schwester Agnes nachhelfen. Sie mischt sich jedoch auch in Angelegenheiten ein und stiftet dadurch allerhand Verwirrungen.
Bildrechte: MDR/DRA/Bredow
Agnes Kraus als Agnes Obermann und Vlastimil Brodsky als Dr. Flanke.
"Aber Doktor" (1980):

Zahnarzt Dr. Flanke wird wegen seiner Hilfsbereitschaft geschätzt. In seiner Freizeit betreut er eine Eishockeymannschaft, die von Biggi Koch trainiert wird, auf die er ein Auge geworfen hat. Doch diese will nichts von ihm wissen, da sie ihn für zu schüchtern und ungeschickt hält. So muss seine Sprechstundenhilfe Schwester Agnes nachhelfen. Sie mischt sich jedoch auch in Angelegenheiten ein und stiftet dadurch allerhand Verwirrungen.
Bildrechte: MDR/DRA/Bredow
"Florentiner 73" / Frau Klucke (Agnes Kraus, li.), Brigitte (Edda Dentges).
"Florentiner 73" (1972)

Die schwangere Brigitte (Edda Dentges, re.) braucht unbedingt eine Bleibe. Hilfe bekommt sie von Frau Klucke (Agnes Kraus, li.). Die hat eine Zimmer für sie - allerdings hat das einen Haken. Es ist nämlich ein Durchgangszimmer.
Bildrechte: MDR/DRA
Mörder Erwin Retzmann (Gert Gütschow) gibt sich bei den Nachbarn (Agnes Kraus, Heinz Scholz) seines Opfers als Kommissar aus
"Leichensache Zernik" (1972):

1948 wird Katharina Zernik in einem Wald bei Berlin erwürgt und mit Salzsäure übergossen. Horst Kramm hat bei den Ermittlungen mit organisatorischen und machtpolitischen Wirrungen der Nachkriegszeit zu kämpfen. In der Zwischenzeit gibt es weitere Opfer. Doch der Mörder hinterlässt Spuren, als er in Zerniks Wohnung eindringt, und kann letztlich von Kramm in einem Hotel gestellt werden.
Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih
Witwe Zierlich (Marga Legal) und Schwester Agnes (Agnes Kraus). v.l.
"Schwester Agnes" (1975):

Schwester Agnes, eine alleinstehende Frau Mitte fünfzig und seit mehr als dreißig Jahren eine engagierte Gemeindeschwester mit Witz und Berliner Schnauze, wohnt und arbeitet in dem kleinen Dorf Krummbach in der Oberlausitz, wo sie mit ihrer weißen Schwalbe zu ihren Patienten fährt und sie betreut. Sie hilft, wo sie nur kann, und ist mitunter auch deswegen bei ihren Patienten so beliebt.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Agnes Kraus als Alma Kröpelin (l.) und Birgit Edenharter als Rosi Schröder
"Alma schafft alle" (1980):

Alma und Dr. Otto Kröpelin verabschieden am Flughafen Neffe Heinz und seine Frau Jana, die für zwei Jahre nach Afrika gehen. Ihr Sohn Jan bleibt bei Alma und Otto. Janas Eltern Novak kommen zu spät und sehen nur noch das Flugzeug abfliegen. Die Novaks versprechen, im Sommer in Groß-Klückow bei Alma Urlaub zu machen...
Bildrechte: MDR/DRA/Max Teschner
Agnes Kraus als Alma Krause bei der Pflege eines Kalbs, in einem Kuhstall.
"Viechereien" (1977):

Als Besitzerin einer reinrassigen französischen Bulldogge pflegt Alma Krause ihren kleinen vierbeinigen Liebling, der ihr besonders ans Herz gewachsen ist. Als Tierarztwitwe nimmt sie sich auch den Problemen anderer Tiere und deren Herrchen an.
Bildrechte: MDR/DRA/Rudi Meister
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Vor 25 Jahren, am 2.Mai 1995, ist sie still aus dieser Welt gegangen, doch bis heute ist Agnes Kraus als Volksschauspielerin unvergessen. Ob als Schwester Agnes, als Zimmervermieterin Klucke in "Florentiner 73" oder als schrullige Tierarztwitwe Alma - immer hat sich Agnes Kraus mit Berliner Schnauze in die Herzen der Zuschauer gespielt. Sie war die Mutter der Nation und wurde mit ihren komischen Rollen unzählige Male zum Fernsehliebling der DDR.

Dabei wollte sie doch "gern mal 'ne richtig böse Mörderin spielen". Geklappt hat das nie. Geboren 1911 in Berlin-Friedenau war Agnes Kraus eine "Spätzünderin", die erst mit über 60 Jahren in zahlreichen heiteren Fernsehrollen berühmt wurde.

Was viele nicht wissen, Mitte der 1950er Jahre hatte Bertold Brecht sie an das Berliner Ensemble geholt. Hier stand sie zwanzig Jahre lang mit Angelica Domröse, Annekathrin Bürger, Hilmar Thate, Gisela May und Barbara Dittus auf der legendären Theaterbühne, feierte Erfolge in Paris und London.

Schauspielerin wollte Agnes Kraus werden, weil sie "im richtigen Leben schwer klar kam", wie sie Heinz Florian Oertel in einem ihrer wenigen Interviews verriet. Nur ihre traurigen Augen erzählten von den Abstürzen und großen Enttäuschungen ihres Lebens. Grenzenlos war ihre Liebe zu den Tieren. Noch Jahre später erinnern sich Kollegen, dass sie gerne Möwen fütterte und darüber fast eine Theaterpremiere vergaß. Als Agnes Kraus 1995 stirbt, vermachte sie dem nahe gelegenen Tierpark Berlin eine halbe Million Mark.

Der Film "Legenden – Ein Abend für Agnes Kraus" ist nicht nur das Porträt einer unglaublich erfolgreichen Volksschauspielerin, sondern auch eine Reise in die Zeit. Eine Reise zu Orten, die wichtig waren im Leben von Agnes Kraus, in guten, wie in schlechten Tagen. In Kleinmachnow treffen wir Nachbarn, die sich an die Schauspielerin ohne Starallüren erinnern. Hier hat sie lange im Haus der Eltern gewohnt und hier wollte sie auch ihre letzte Ruhe finden.

Mit ihren persönlichen Geschichten und Anekdoten denken an diesem Abend Gojko Mitić, Herbert Köfer, Marijam Agischewa, Gunter Sonneson, Heidi Weigelt, Heinz Florian Oertel und viele andere an die bis heute unvergessene Agnes Kraus.