Di 02.03. 2021 02:55Uhr 15:00 min

Ulf Nguyen
Ulf Nguyen Bildrechte: MDR/Fabienne von der Eltz
MDR FERNSEHEN Di, 02.03.2021 02:55 03:10

Jüdisch sein - Eine Frage der Überzeugung

Jüdisch sein - Eine Frage der Überzeugung

Film von Fabienne von der Eltz

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Ulf Nguyen
Jüdisch ist, wer eine jüdische Mutter hat. Darüber hinaus gibt es strenge Regeln für eine Aufnahme in das Judentum. Ulf Nguyen geht desen Weg seit sieben Jahren. Bildrechte: MDR/Fabienne von der Eltz
Ulf Nguyen
Jüdisch ist, wer eine jüdische Mutter hat. Darüber hinaus gibt es strenge Regeln für eine Aufnahme in das Judentum. Ulf Nguyen geht desen Weg seit sieben Jahren. Bildrechte: MDR/Fabienne von der Eltz
Ulf Nguyen beim gemeinsamen Abendessen mit seiner Familie
Als sich Ulf mit seiner Familiengeschichte befasste, entdeckte er, dass es da wohl jüdische Vorfahren gegeben haben muss. Bildrechte: MDR/Fabienne von der Eltz
Dreharbeiten in der Küche: Ulf Nguyen kocht gemeinsam mit seinen Töchtern.
So beschäftigt er sich immer mehr mit dem jüdischen Glauben. Bildrechte: MDR/Fabienne von der Eltz
Ulf Nguyen in seinem Morgengottesdienst
Ulf muss sich an die 613 Ge- und Verbote des Judentums halten. Er hat hebräisch gelernt. Er ist beschnitten, ernährt sich koscher und betet drei Mal am Tag.  Bildrechte: MDR/Fabienne von der Eltz
Ulf Nguyen besucht seinen Freund Elmar Vogel. Den Steinmetz hat er über ein gemeinsames Projekt kennengelernt. Über die Zusammenarbeit entwickelte sich eine Freundschaft.
In seiner Heimatstadt Pirna kennt Ulf keine anderen jüdischen Gläubigen. Es gibt weder eine Gemeinde noch einen Gebetsraum.  Bildrechte: MDR/Fabienne von der Eltz,
Ulf Nguyen wartet am Bahnhof in Pirna auf den Zug nach Dresden
Deshalb fährt er mehrmals die Woche nach Dresden. Dort besucht er die Synagoge und begeht in der jüdischen Gemeinde den Schabbat, den siebten Wochentag - und Ruhetag. Noch ist Ulf kein "richtiger" Jude. Seine Prüfung vor einem jüdischen Gericht aus drei Rabbinern steht noch aus. Die Dokumentation begleitet Ulf auf seinem langen Weg zum Judentum. Bildrechte: MDR/Fabienne von der Eltz
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Jüdisch ist, wer eine jüdische Mutter hat. Das Judentum wirbt nicht aktiv um neue Mitglieder, schließt einen Übertritt aber auch nicht aus. Die Kriterien für die Aufnahme in die Religionsgemeinschaft sind streng und der Weg zum richtigen Juden ist lang. Ulf Nguyen hat sich vor sieben Jahren entschieden, diesen Weg zu gehen. In seiner Familiengeschichte entdeckte er Hinweise auf eine jüdische Vorfahrin, das weckt sein Interesse an der Religion. Nach und nach hat er sich immer mehr mit dem Judentum beschäftigt.

Interesse und Faszination allein genügen aber nicht für einen Übertritt zum Judentum: Ulf Nguyen muss sich an die 613 Ge- und Verbote des Judentums halten. Um die Heilige Schrift, die Tora, studieren zu können, hat er hebräisch gelernt. Er ist beschnitten, ernährt sich koscher und betet drei Mal am Tag. Die Religionsgesetze strukturieren sein Leben. Als selbständiger Architekt kann er seine Arbeitszeiten nach dem jüdischen Kalender richten, doch für die Familie waren nicht alle Umstellungen einfach. Seine damalige Partnerin wollte nicht mit ihm konvertieren. Sie ist mit den beiden gemeinsamen Kindern in eine eigene Wohnung gezogen.

In seiner Heimatstadt Pirna kennt Ulf Nguyen keine anderen jüdischen Gläubigen. Es gibt weder eine Gemeinde noch einen Gebetsraum. Mehrmals die Woche fährt er nach Dresden, besucht dort die Synagoge und begeht in der jüdischen Gemeinde den Schabbat, den siebten Wochentag - und Ruhetag. Die Gemeinde beschreibt er als Familie. In Rabbiner Akiva Weingarten hat er einen Lehrer und Mentor gefunden. Ein richtiger Jude ist Ulf Nguyen aber noch nicht. Seine Prüfung vor einem jüdischen Gericht aus drei Rabbinern steht noch aus.

1.700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Akiva Weingarten mit Video
Akiva Weingarten kehrte dem Judentum den Rücken zu, leitet aber heute als Rabbiner die Jüdischen Gemeinde zu Dresden. Ein WAkiva Weingarten kehrte dem Judentum den Rücken zu, leitet aber heute als Rabbiner die Jüdischen Gemeinde zu Dresden. Ein Widerspruch? Die Reportage von Robin Hartmann skizziert die Biografie des ultraorthodoxen Aussteigers nach: Wie er sein geregeltes Leben in New York und Israel hinter sich gelassen hat, eine Welt die er mit der Diktatur in Nordkorea vergleicht. Warum er erst nach Deutschland kommen musste um seinen eigenen Weg zu finden, jüdisch zu sein. Der Film ist ein sehr persönlicher Einblick in eine Welt, die mitten in Sachsen existiert, und trotzdem die wenigsten Menschen kennen. Akiva Weingarten hat es nach Jahren des Zweifels mit viel Risikobereitschaft und einem unglaublichen Lebenswillen geschafft, aus einem totalitären System auszubrechen und einen Glauben zu finden mit dem er selbst leben kann.iderspruch? Die Reportage von Robin Hartmann skizziert die Biografie des ultraorthodoxen Aussteigers nach: Wie er sein geregeltes Leben in New York und Israel hinter sich gelassen hat, eine Welt die er mit der Diktatur in Nordkorea vergleicht. Warum er erst nach Deutschland kommen musste, um seinen eigenen Weg zu finden, jüdisch zu sein. Der Film ist ein sehr persönlicher Einblick in eine Welt, die mitten in Sachsen existiert, und trotzdem die wenigsten Menschen kennen. Akiva Weingarten hat es nach Jahren des Zweifels mit viel Risikobereitschaft und einem unglaublichen Lebenswillen geschafft, aus einem totalitären System auszubrechen und einen Glauben zu finden, mit dem er selbst leben kann. Bildrechte: MDR/Robin Hartmann
MDR FERNSEHEN Sa, 20.02.2021 18:00 18:15
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Ulf Nguyen mit Video
Ulf Nguyen Bildrechte: MDR/Fabienne von der Eltz
MDR FERNSEHEN Sa, 27.02.2021 18:00 18:15
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Making-of / Gedenktafel für Familie Rotte mit Video
Making-of / Gedenktafel für Familie Rotte Bildrechte: MDR
MDR FERNSEHEN Sa, 06.03.2021 18:00 18:15
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