Sa 06.03. 2021 18:00Uhr 15:00 min

Jüdisch sein - Eine Frage der Identität

Film von Barbara Butscher

Komplette Sendung

Jüdisch sein – Eine Frage der Identität 15 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN Sa, 06.03.2021 18:00 18:15

Bilder zur Sendung

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Yuval Rubovitch bei der Recherche im Staatsarchiv
Yuval Rubovitch sitzt im Sächsischen Staatsarchiv und blättert in Akten. Es rattert. Er lässt einen Mikrofilm durch die Maschine laufen und sieht sich digitalisierte Aufzeichnungen an. Manche davon sind 100 Jahre alt. Der Historiker ist in Israel geboren und jüdisch – das bedeutet für ihn aber nicht religiös, sondern es ist für Yuval eine Frage der Identität. 2012 ist er mit seiner Frau von Jerusalem nach Leipzig gezogen und hat in Halle promoviert. Fern der Heimat ist jüdisches Leben zu seinem Thema geworden. Bildrechte: MDR
Yuval Rubovitch bei der Recherche im Staatsarchiv
Yuval Rubovitch sitzt im Sächsischen Staatsarchiv und blättert in Akten. Es rattert. Er lässt einen Mikrofilm durch die Maschine laufen und sieht sich digitalisierte Aufzeichnungen an. Manche davon sind 100 Jahre alt. Der Historiker ist in Israel geboren und jüdisch – das bedeutet für ihn aber nicht religiös, sondern es ist für Yuval eine Frage der Identität. 2012 ist er mit seiner Frau von Jerusalem nach Leipzig gezogen und hat in Halle promoviert. Fern der Heimat ist jüdisches Leben zu seinem Thema geworden. Bildrechte: MDR
Gerlinde Rohr und Yuval Rubovitch bei der Gedenktafeleinweihung der Familie Rotter
Bei einem Turnier in Leipzig zum Gedenken an den ehemaligen jüdischen Sportklub Bar Kochba hat Yuval Rubovitch als Übersetzer gearbeitet. Das war für ihn der Auslöser, sein Sportinteresse mit seiner Arbeit zu verknüpfen. Zum 100-jährigen Jubiläum von Bar Kochba ist daraus ein Buch entstanden: "Mit Sportgeist gegen die Entrechtung". Bildrechte: MDR
Yuval Rubovitch vor der Kongresshalle am Zoo - auch hier war eine Sportstätte von Bar Kochba Leipzig
Der 1920 gegründete Sportklub Bar Kochba prägte das jüdische Leben in Leipzig maßgeblich. Erst durch den zionistischen Erziehungsauftrag, mit dem junge jüdische Menschen auf eine Migration in einen eigenen Staat Israel vorbereitet werden sollten. Dann zu Beginn der NS-Zeit wurde Bar Kochba mit seinen Sportstätten einer der letzten Zufluchtsorte für Jüdinnen und Juden, die erst von der Gesellschaft ausgeschlossen, später verfolgt und ermordet wurden. Auch in der Kongresshalle am Zoo (Bild) war eine Sportstätte von Bar Kochba Leipzig untergebracht. Bildrechte: MDR
Yuval Rubovitch hält eine Rede bei der Gedenktafeleinweihung für die Familie Rotter
Fritz Rotter musste 1933 die Mannschaft des VfB Leipzig verlassen, bei der er viele Jahre Stammtorhüter gewesen war. Danach war er bei Bar Kochba Leipzig aktiv. Wie seine Brüder Josef, Curt und Otto wurde er ins KZ deportiert und kam dort um. Sein Vater war 1920 Mitbegründer des jüdischen Sportklubs Bar Kochba Leipzig und führte einen Rauchwarengroßhandel am Brühl 45. Seit dem 29. Oktober 2020 gibt es dort nun eine Gedenktafel. Yuval Rubovitch war bei der Einweihung dabei und hielt eine Rede (Bild), in der er die Geschichte der von den Nazis ausgelöschten Familie Rotter in Erinnerung rief. Bildrechte: MDR
Die Volleyballer von Makkabi Leipzig beim Training in der Sporthalle am Rabet
Als heutiger Nachfolge-Verein in der Stadt, sieht sich Makkabi Leipzig (Bild). Der Verein stützt sich auf die jüdischen Traditionen Bar Kochbas. Vladimir Teitelmann ist der Übunglseiter der Volleyballer. Er sagt: "Manchmal kann man hier Themen besprechen, die andere nicht so gut verstehen, jüdische Themen." Makkabi bietet einen geschützten Raum für jüdisches Leben und ist doch offen für alle.
Yuval Rubovitch deckt mit seinen Forschungen die vergessenen Spuren des einstigen jüdischen Sportlebens auf und damit auch die, des jüdischen Alltagslebens in Leipzig. Indem er mehr und mehr davon in der Stadt entdeckt, so wird auch sein eigenes jüdisch-Sein immer stärker zu seinem eigenen Thema.
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Yuval Rubovitch sitzt im Sächsischen Staatsarchiv und blättert in Akten. Es rattert. Er lässt einen Mikrofilm durch die Maschine laufen und sieht sich digitalisierte Aufzeichnungen an. Manche davon sind 100 Jahre alt. Der Historiker ist in Israel geboren und jüdisch – das bedeutet für ihn aber nicht religiös, sondern es ist für Yuval eine Frage der Identität. 2012 ist er mit seiner Frau von Jerusalem nach Leipzig gezogen und hat in Halle promoviert. Fern der Heimat ist jüdisches Leben zu seinem Thema geworden.

Bei einem Turnier in Leipzig zum Gedenken an den ehemaligen jüdischen Sportklub Bar Kochba hat Yuval Rubovitch als Übersetzer gearbeitet. Das war der Auslöser sein Sportinteresse mit seiner Arbeit zu verknüpfen und zum 100-jährigen Jubiläum von Bar Kochba ist daraus ein Buch entstanden: "Mit Sportgeist gegen die Entrechtung".

Der 1920 gegründete Sportklub Bar Kochba prägte das jüdische Leben in Leipzig maßgeblich. Erst durch den zionistischen Erziehungsauftrag, mit dem junge jüdische Menschen auf eine Migration in einen eigenen Staat Israel vorbereitet werden sollten. Dann zu Beginn der NS-Zeit wurde Bar Kochba mit seinen Sportstätten einer der letzten Zufluchtsorte für Jüdinnen und Juden, die erst von der Gesellschaft ausgeschlossen, später verfolgt und ermordet wurden.

Als heutiger Nachfolge-Verein in der Stadt, sieht sich Makkabi Leipzig. Der Verein stützt sich auf die jüdischen Traditionen Bar Kochbas. Vladimir Teitelmann ist der Übunglseiter der Volleyballer. Er sagt: "Manchmal kann man hier Themen besprechen, die andere nicht so gut verstehen, jüdische Themen." Makkabi bietet einen geschützten Raum für jüdisches Leben und ist doch offen für alle.

Yuval Rubovitch deckt mit seinen Forschungen die vergessenen Spuren des einstigen jüdischen Sportlebens auf und damit auch die, des jüdischen Alltagslebens in Leipzig. Indem er mehr und mehr davon in der Stadt entdeckt, so wird auch sein eigenes jüdisch-Sein immer stärker zu seinem eigenen Thema.

In Israel war er einer von vielen, ein Teil der Mehrheitsgesellschaft, hier kommt immer häufiger die Frage auf "Was bedeutet jüdisch sein?" An ihm kann man Antworten auf diese Frage finden: Jüdisch sein, kann so Vieles heißen und nicht ausschließlich Religion – Jüdisch sein kann Politik, Kultur, Tradition, Geschichte und Identität sein, wie eben bei Yuval Rubovitch.
Akiva Weingarten mit Video
Akiva Weingarten kehrte dem Judentum den Rücken zu, leitet aber heute als Rabbiner die Jüdischen Gemeinde zu Dresden. Ein WAkiva Weingarten kehrte dem Judentum den Rücken zu, leitet aber heute als Rabbiner die Jüdischen Gemeinde zu Dresden. Ein Widerspruch? Die Reportage von Robin Hartmann skizziert die Biografie des ultraorthodoxen Aussteigers nach: Wie er sein geregeltes Leben in New York und Israel hinter sich gelassen hat, eine Welt die er mit der Diktatur in Nordkorea vergleicht. Warum er erst nach Deutschland kommen musste um seinen eigenen Weg zu finden, jüdisch zu sein. Der Film ist ein sehr persönlicher Einblick in eine Welt, die mitten in Sachsen existiert, und trotzdem die wenigsten Menschen kennen. Akiva Weingarten hat es nach Jahren des Zweifels mit viel Risikobereitschaft und einem unglaublichen Lebenswillen geschafft, aus einem totalitären System auszubrechen und einen Glauben zu finden mit dem er selbst leben kann.iderspruch? Die Reportage von Robin Hartmann skizziert die Biografie des ultraorthodoxen Aussteigers nach: Wie er sein geregeltes Leben in New York und Israel hinter sich gelassen hat, eine Welt die er mit der Diktatur in Nordkorea vergleicht. Warum er erst nach Deutschland kommen musste, um seinen eigenen Weg zu finden, jüdisch zu sein. Der Film ist ein sehr persönlicher Einblick in eine Welt, die mitten in Sachsen existiert, und trotzdem die wenigsten Menschen kennen. Akiva Weingarten hat es nach Jahren des Zweifels mit viel Risikobereitschaft und einem unglaublichen Lebenswillen geschafft, aus einem totalitären System auszubrechen und einen Glauben zu finden, mit dem er selbst leben kann. Bildrechte: MDR/Robin Hartmann
MDR FERNSEHEN Sa, 20.02.2021 18:00 18:15
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Ulf Nguyen mit Video
Ulf Nguyen Bildrechte: MDR/Fabienne von der Eltz
MDR FERNSEHEN Sa, 27.02.2021 18:00 18:15
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Menschen & Geschichten

Heute im Osten - Logo
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN Sa, 31.07.2021 18:00 18:15

Heute im Osten - Reportage

Heute im Osten - Reportage

Neuanfang in Ungarn - Orbán heißt Menschen aus Venezuela willkommen

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Glaubwürdig - Logo
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MDR FERNSEHEN Sa, 31.07.2021 18:45 18:50
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(V.l.n.r.) Susi, Achim und Beate Schneider sitzen auf einem Steg am Frauensee. mit Video
Die Sendung begleitet mehrere Protagonisten zurück an die Ferienorte, die sie mit unvergesslichen Kindheitserinnerungen verbinden, um diese noch einmal neu zu entdecken. Was ist unverändert geblieben und was erhalten?


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MDR FERNSEHEN Sa, 31.07.2021 19:50 20:15
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Glaubwürdig - Logo
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN So, 01.08.2021 07:10 07:15
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Alfred Ledermann wurde als "schwuler Asozialer" am 12.7.1942 im KZ Sachsenhausen im Rahmen der "Aktion Klinker" im Alter von 20 Jahren ermordet. ("Täter"-Fotos nach der Verhaftung)
Alfred Ledermann wurde als "schwuler Asozialer" am 12.7.1942 im KZ Sachsenhausen im Rahmen der "Aktion Klinker" im Alter von 20 Jahren ermordet. Bildrechte: MDR/HR
MDR FERNSEHEN So, 01.08.2021 07:15 08:00

Gemeinsam sind wir Vielfalt Der "Schwulen-Paragraf"

Der "Schwulen-Paragraf"

Geschichte einer Verfolgung

Film von Marco Giacopuzzi

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Frau mit Hund
Bevor Teresa Enke wusste, was Depression wirklich bedeutet, hat sie fest daran geglaubt, dass sie und Robert es mit Liebe schaffen würden. Bis der berühmte Torwart sich vor zehn Jahren das Leben nahm. Wenn die Partner, die Eltern oder Geschwister depressiv werden, gerät auch das eigene Leben aus den Fugen. Bildrechte: MDR/WDR/Bildersturm Filmproduktion GmbH
MDR FERNSEHEN So, 01.08.2021 08:00 08:30

Selbstbestimmt - Die Reportage Wo Liebe allein nicht hilft

Wo Liebe allein nicht hilft

Wenn Angehörige an Depression erkranken

Film vom Gerhard Schick

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Tamara Danz, rauchend. mit Video
Tamara Danz, Frontfrau der Band "Silly", war eine der berühmtesten Rocksängerinnen der DDR, auch international war sie bekannt. Die Sendung beleuchtet das Leben dieser ostdeutschen Ikone. Bildrechte: MDR/Mirschel
MDR FERNSEHEN So, 01.08.2021 20:15 21:45
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Frau mit Hund
Bevor Teresa Enke wusste, was Depression wirklich bedeutet, hat sie fest daran geglaubt, dass sie und Robert es mit Liebe schaffen würden. Bis der berühmte Torwart sich vor zehn Jahren das Leben nahm. Wenn die Partner, die Eltern oder Geschwister depressiv werden, gerät auch das eigene Leben aus den Fugen. Bildrechte: MDR/WDR/Bildersturm Filmproduktion GmbH
MDR FERNSEHEN Mo, 02.08.2021 03:00 03:30

Selbstbestimmt - Die Reportage Wo Liebe allein nicht hilft

Wo Liebe allein nicht hilft

Wenn Angehörige an Depression erkranken

Film vom Gerhard Schick

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