Sa 06.03. 2021 16:30Uhr 89:32 min

Katharina (Friederike Becht, li.) zieht mit ihrer kleinen Tochter Maria (Helena Schönfelder), ihrem Sohn und hrer Mutter Christiane (Ursula Strauss) in die Künstlerkolonie auf dem Monte Verità.
Katharina (Friederike Becht, li.) zieht mit ihrer kleinen Tochter Maria (Helena Schönfelder), ihrem Sohn und hrer Mutter Christiane (Ursula Strauss) in die Künstlerkolonie auf dem Monte Verità. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Rich and Famous Overnight Film/Peter G. Palme
MDR FERNSEHEN Sa, 06.03.2021 16:30 18:00

Starke Frauen - Starke Geschichten Käthe Kruse

Käthe Kruse

Spielfilm Deutschland/Österreich 2015

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Käthe ist keine 18, als sie Berlins Theaterbühnen erobert. Privat findet sie ihr Glück mit Künstler Max Kruse, doch die wilde Ehe gilt als skandalös. Käthe zieht in eine Künstlerkolonie und erschafft eine Puppe, wie man sie noch nie gesehen hat. Der Erfolg ruft Nachahmer auf den Plan und stellt Käthe vor unerwartete Herausforderungen.

Käthe Kruse - Die Puppenmacherin und ihre große Liebe

Geschichte

Vor 50 Jahren gestorben Käthe Kruse - Die Puppenmacherin und ihre große Liebe

Es sind die unverwechselbaren Gesichter, die Käthe Kruses Puppen bekannt machten. Jahrzehntelang wurden sie im thüringischen Bad Kösen hergestellt. Vor 50 Jahren, am 19. Juli 1968, starb die berühmte Puppenmacherin.

Käthe Kruse Puppenausstellung.
Es sind diese unvervechselbaren, lebendigen Gesichter, die Käthe Kruses Puppen bekannt machten. Jahrzehntelang wurden sie im thüringischen Bad Kösen hergestellt. Vor 50 Jahren, am 19. Juli 1968, starb die berühmte Puppenmacherin. Bildrechte: imago/Köhn
Käthe Kruse Puppenausstellung.
Es sind diese unvervechselbaren, lebendigen Gesichter, die Käthe Kruses Puppen bekannt machten. Jahrzehntelang wurden sie im thüringischen Bad Kösen hergestellt. Vor 50 Jahren, am 19. Juli 1968, starb die berühmte Puppenmacherin. Bildrechte: imago/Köhn
Käthe Kruse
Ihr unzufriedener Lebensgefährte bringt ungeahnt Kruses Karriere ins Rollen: Zu Weihnachten 1904 wollte Max Kruse der ältesten Tochter eine Puppe aus Berlin mitbringen. Doch die handelsüblichen Exemplare gefielen ihm nicht. So musste Kähte ran und selbst eine Puppe für die Tochter nähen. Bildrechte: IMAGO
Käthe Kruse
Nach und nach sprach es sich herum, dass die junge Frau für ihre Kinder Puppen herstellte. Kruse nähte nun auch für andere. Doch bereits 1910 war die Nachfrage so groß, dass sie mit der Einzelanfertigung in ihrer Berliner Wohnung nicht mehr nachkam ... Bildrechte: IMAGO
Käthe Kruse und Familie und Puppen in Bad Kösen
So zog die Familie nach Bad Kösen, mietete dort ein Wohnhaus und eine Werkstatt. Schon bald beschäftigte Käthe 100 Angestellte. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg war die Puppenproduktion als Privatunternehmen in der DDR kaum mehr möglich. So verließ die Familie Bad Kösen 1954 Richtung Westen. Bildrechte: IMAGO
Das Romanische Haus in Bad Kösen
Der Betrieb wurde in der noch jungen DDR verstaatlicht und das Markenzeichen Käthe Kruse kurzerhand in "Kösener Künstlerpuppen" umbenannt. Seit der Wende erinnert dieses Museum in Bad Kösen an die Sternstunde der Puppenindustrie vor Ort. Bildrechte: imago/Köhn
Käthe Kruse
Während in dem Volkseigenen Betrieb "Puppenwerk Bad Kösen" noch bis 1967 Puppen hergestellt wurden, hatten Kruses Söhne Max und Michael längst im westdeutschen Donauwörth (im Bild) eine neue Produktionsstätte gegründet. Bildrechte: IMAGO
Verschiedene Puppen.
Käthe Kruse, 1883 geboren, muss sich aus gesundheitlichen Gründen bald aus der Firma zurückziehen. Die von ihr entworfenen Modelle produzieren ihre Söhne weiter. Noch immer wird die Puppe von Hand gefertigt. Bildrechte: imago/teutopress
Käthe Kruse
Am 19. Juli 1968 starb Käthe Kruse. Doch in ihren Puppen, die bis heute noch in Handarbeit in Donauwörth gefertigt werden, lebt sie weiter.
(Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: MDR vor Ort - Beim Teddybären- und Plüschtierfestival in Bad Kösen | 26.11.2016 | 16:00 Uhr.)
Bildrechte: IMAGO
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Als uneheliche Tochter einer Näherin hat die junge Katharina Simon (Friederike Becht) keine rosigen Zukunftsaussichten. Doch in der zielstrebigen Frau schlummern ungeahnte Talente. Mit 17 Jahren debütiert sie mit großem Erfolg als Schauspielerin am Berliner Lessing Theater. Die Welt liegt ihr zu Füßen, als sie auf der Premierenfeier den prominenten Künstler Max Kruse (Fritz Karl) trifft. Die beiden werden ein Paar, der frisch geschiedene Bildhauer ist aber nicht bereit, erneut zu heiraten, auch nicht als Käthe ein Kind von ihm erwartet.
Auch ohne Trauschein verleben beide glückliche Jahre, doch ihr uneheliches Zusammenleben entspricht nicht den Moralvorstellungen der feinen Berliner Gesellschaft. Als der Bildhauer keine Käufer mehr für seine Skulpturen findet, erwägt er eine Trennung auf Zeit.

In dieser schwierigen Situation ergreift Käthe die Flucht nach vorn. Zusammen mit ihrer Mutter zieht sie auf den Monte Verità im Tessin, eine Künstlerkolonie, in der alternative Lebensformen erprobt werden. Auf Max' briefliche Anregung hin bastelt Käthe hier für ihre kleine Tochter eine Puppe - nicht ahnend, dass dies den Wendepunkt in ihrem Leben bedeutet. Der natürliche Gesichtsausdruck mit lebendiger Mimik begeistert Kinder und Eltern gleichermaßen. Die Presse feiert Käthes liebenswürdige Puppe, ein großer amerikanischer Spielwarenhändler bestellt gleich 200 Stück.

Käthe aber lässt sich von dem ungeahnten Erfolg nicht fortreißen. Sie überblickt die Situation und eröffnet eine Manufaktur, um die Puppen nach ihren Qualitätsvorstellungen zu produzieren. Für Max, dessen Stern immer weiter sinkt, ist es nicht einfach, der erfolglose Ehemann einer aufstrebenden Unternehmerin zu sein. Als der mächtige Spielzeugfabrikant Bing (Wilfried Hochholdinger) Käthes Erfolgsmodell kopiert - und seine maschinell gefertigten Billigprodukte auch noch mit dem Slogan "Imitation der Käthe Kruse Puppe" bewirbt -, droht ihrer Manufaktur das Aus. Bing ahnt nicht, was es heißt, sich mit Käthe Kruse anzulegen.

Der Name Käthe Kruse steht noch heute sinnbildlich für die berühmteste Kinderpuppe der Welt. Kaum jemand kennt aber den Menschen hinter diesem Namen. Die aufwendige Filmbiografie beleuchtet die weniger bekannten Facetten ihres bewegten Lebens mit Höhen und Tiefen: Sie war Schauspielerin, Mutter und vielseitige Künstlerin. In einer Zeit, in der von Gleichberechtigung noch lange keine Rede war, tritt sie aus dem Schatten ihres berühmten Partners, um als Unternehmerin Karriere zu machen. Ihr bahnbrechender Markenschutzprozess, mit dem sie ihr geistiges Eigentum gegen einen übermächtigen Spielzeugfabrikanten verteidigt, geht in die Geschichte ein.

Friederike Becht verkörpert die unterschiedlichen Facetten dieser zielstrebigen Geschäftsfrau, die aus heutiger Sicht ein Vorbild für die moderne Rolle der Frau ist. Fritz Karl spielt ihren Ehemann Max Kruse und Franz Dinda ist in der Rolle ihres besten Freundes David zu sehen. Die vielfach preisgekrönte Regisseurin Franziska Buch inszenierte die Filmbiografie nach einem Drehbuch von Sharon von Wietersheim.

100 Jahre Frauentag
Mitwirkende
Musik: Yull-Win Mak
Kamera: Konstantin Kröning
Buch: Sharon von Wietersheim
Regie: Franziska Buch
Darsteller
Käthe: Friederike Becht
Max: Fritz Karl
David: Franz Dinda
Christiane: Ursula Strauss
Luise: Karin Lischka
Maria: Helena Schönfelder
Oskar Tietz: Rainer Bock
Herr Bing: Wilfried Hochholdinger
Veronika: Constanze Wächter
Hans Gerlach: André Jung
Robert Rogaske: Godehard Giese
Simone: Jenny Langner
Richter: Uwe Lach
Reporter: Henning Peker
und andere

Bilder zum Film

Die junge Schauspielerin Käthe Simon (Friederike Becht) hat sich in den berühmten Bildhauer Max Kruse (Fritz Karl) verliebt.
Die 18-jährige Schauspielerin Katharina "Käthe" Simon (Friederike Becht) verliebt sich in den berühmten Bildhauer Max Kruse (Fritz Karl). Max ist frisch geschieden und lehnt trotz seiner Liebe zu Käthe eine erneute Heirat ab. Bildrechte: MDR/Degeto/Rich and Famous Overnight Film/Hendrik Heiden
Die junge Schauspielerin Käthe Simon (Friederike Becht) hat sich in den berühmten Bildhauer Max Kruse (Fritz Karl) verliebt.
Die 18-jährige Schauspielerin Katharina "Käthe" Simon (Friederike Becht) verliebt sich in den berühmten Bildhauer Max Kruse (Fritz Karl). Max ist frisch geschieden und lehnt trotz seiner Liebe zu Käthe eine erneute Heirat ab. Bildrechte: MDR/Degeto/Rich and Famous Overnight Film/Hendrik Heiden
Auch ohne Trauschein sind Katharina (Friederike Becht), Max (Fritz Karl) und ihre kleine Tochter Maria (Helena Schönfelder) eine glückliche Familie.
Die beiden werden bald ein glückliches Paar und bekommen wenig später ihre kleine Tochter Maria (Helena Schönfelder). Doch in der erzkonservativen Gesellschaft des auslaufenden 19. Jahrhunderts ist ein unverheiratetes Paar ein Skandal - das wirkt sich negativ auf den Verkauf von Max Kunstwerken aus. Bildrechte: MDR/Degeto/Rich and Famous Overnight Film/Jens Hauspurg
Katharina (Friederike Becht, li.) zieht mit ihrer kleinen Tochter Maria (Helena Schönfelder), ihrem Sohn und hrer Mutter Christiane (Ursula Strauss) in die Künstlerkolonie auf dem Monte Verità.
Deshalb zieht Käthe mit ihren Kindern und ihrer Mutter Christiane (Ursula Strauss) in ein Künstlerdorf auf dem schweizerischen Monte Verità. Käthe bastelt hier für ihre kleine Tochter eine Puppe - nicht ahnend, dass dies den Wendepunkt in ihrem Leben bedeutet. Bildrechte: MDR/Degeto/Rich and Famous Overnight Film/Peter G. Palme
Käthe (Friederike Becht) lernt den ambitionierten Künstler David (Franz Dinda) kennen.
Im Künstlerdorf lernt Käthe den ambitionierten Künstler David (Franz Dinda) kennen. Er wird sie als ihr Rechtsanwalt in einem Aufsehen erregenden Gerichtsprozess verteidigen. Denn der mächtige Spielzeugfabrikant Bing kopiert Käthes Puppen und bedroht somit die Existenz ihrer Manufaktur. Bildrechte: MDR/Degeto/Rich and Famous Overnight Film/Hendrik Heiden
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Filme

von links nach rechts: Jennifer Ulrich (als Stefanie Wöhler), Ariane Krampe (Produzentin), Harald Krassnitzer (als Klaus Wöhler), Michael Gwisdek (als Helmut Wöhler), Tino Mewes (als Mark Wöhler), David Gruschka (Regie) mit Video
von links nach rechts: Jennifer Ulrich (als Stefanie Wöhler), Ariane Krampe (Produzentin), Harald Krassnitzer (als Klaus Wöhler), Michael Gwisdek (als Helmut Wöhler), Tino Mewes (als Mark Wöhler), David Gruschka (Regie) Bildrechte: ARD Degeto/Christiane Pausch
MDR FERNSEHEN Mo, 10.05.2021 12:30 13:58
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Alex (Daniel Brühl) lässt für seine Mutter auf 79 Quadratmetern Plattenbau die DDR wieder auferstehen.
Alex (Daniel Brühl) lässt für seine Mutter auf 79 Quadratmetern Plattenbau die DDR wieder auferstehen. Bildrechte: MDR/WDR/X-Verleih
MDR FERNSEHEN Mo, 10.05.2021 23:10 01:05

Good bye, Lenin!

Good bye, Lenin!

Spielfilm Deutschland 2003

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Die Beamten der deutsch-französischen Polizeieinheit. Von links nach rechts: Ségolène Combass, (Noémie Kocher), Yves Kléber (Philippe Caroit), Steffen Herold (Thomas Sarbacher), Leni Herold (Anke Retzlaff), Tino Loher (Bernhard Piesk) und Joanne Trudeau (Karmela Shako). mit Video
Die Beamten der deutsch-französischen Polizeieinheit. Von links nach rechts: Ségolène Combass, (Noémie Kocher), Yves Kléber (Philippe Caroit), Steffen Herold (Thomas Sarbacher), Leni Herold (Anke Retzlaff), Tino Loher (Bernhard Piesk) und Joanne Trudeau (Karmela Shako). Bildrechte: MDR/SWR/Polyphon/Benoit Linder
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Marie (Senta Berger) und ihr Bildhauer-Freund Gerd (Konstantin Wecker)
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Journalistin Eva (Anna Prucnal, links) und Sängerin Marylou (Eva-Maria Hagen) haben ein leichtes Spiel mit dem ahnungslosen Bootsjungen Moses (Frank Schöbel).
Journalistin Eva (Anna Prucnal, links) und Sängerin Marylou (Eva-Maria Hagen) haben ein leichtes Spiel mit dem ahnungslosen Bootsjungen Moses (Frank Schöbel). Bildrechte: MDR/DEFA-Studio für Spielfilme 1966/DEFA-Stiftung 1999/Herbert Kroiss
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75 Jahre DEFA Reise ins Ehebett

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Loriots Ödipussi

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Spielfilm, BRD 1987

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Tim Tammer (Ralf Strohbach) Bildrechte: MDR/Icestorm
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