So 14.03. 2021 09:30Uhr 44:45 min

Blick auf die Plaza de España in Sevilla.
Blick auf die Plaza de España in Sevilla. Bildrechte: MDR/HR
MDR FERNSEHEN So, 14.03.2021 09:30 10:15

Andalusien - Wo Spaniens Seele wohnt

Andalusien - Wo Spaniens Seele wohnt

Eine Reise von Ronda bis Córdoba

Film von Dagmar Hase

Folge 2 von 2

  • Stereo
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Untertitel

Bilder zur Sendung

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Blick auf Sevilla mit dem Torre del Oro, dem Goldturm.
Andalusien steht für Flamenco, für Leidenschaft und Lebenslust - und für ein reiches kulturelles Erbe. Das zeigt sich besonders in den Städten und Wehrdörfern des weiten Landes: maurische Paläste, mittelalterliche Burgen, Kirchtürme, die aus Minaretten entstanden. Der Torre del Oro, der "Goldturm" (Bild), erzählt von der wechselvollen Geschichte Sevillas. Bildrechte: MDR/HR
Blick auf Sevilla mit dem Torre del Oro, dem Goldturm.
Andalusien steht für Flamenco, für Leidenschaft und Lebenslust - und für ein reiches kulturelles Erbe. Das zeigt sich besonders in den Städten und Wehrdörfern des weiten Landes: maurische Paläste, mittelalterliche Burgen, Kirchtürme, die aus Minaretten entstanden. Der Torre del Oro, der "Goldturm" (Bild), erzählt von der wechselvollen Geschichte Sevillas. Bildrechte: MDR/HR
Blick auf die Plaza de España in Sevilla.
Eine ganz besondere Art, Andalusien zu entdecken, ist eine Reise mit dem Hotelzug "Al-Andalus". Dieser Zug bringt seine Gäste in sieben Tagen zu den Höhepunkten einer klassischen Andalusien-Rundfahrt - wie zum Beispiel auf die Plaza de España in Sevilla. Bildrechte: MDR/HR
Flamencotänzer in Sevilla.
Startpunkt des Zugs ist Sevilla, wo eine der mächtigsten gotischen Kirchenbauten der Christenheit steht, wo kunstvoll verzierte Wohnhäuser von einem einst reichen Bürgertum erzählen und wo dem Flamenco-Tanz ein eigenes Museum gewidmet ist. Das Gewirr der Altstadtgassen grenzt an den Königspalast "Real Alcázar", der die ganze Pracht islamischer Baukunst des 14. Jahrhunderts aufweist. Bildrechte: MDR/HR
Blick auf Ronda mit der Puente Nuevo, der "Neuen Brücke".
Von Andalusiens Hauptstadt aus macht sich der "Al-Andalus" zunächst auf Richtung Süden: Jerez de la Frontera, Sherry-Metropole und berühmt für seine Hofreitschule, Cádiz und Ronda sind die nächsten Stationen. Ronda mit seiner Puente Nuevo, der "Neuen Brücke" (Bild), liegt wie ein Adlerhorst hoch oben auf einem Felsplateau - ein Ausflug in diese atemberaubende Landschaft ist ein Muss für alle Andalusien-Reisende. Bildrechte: MDR/HR
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Der sonnenverwöhnte Süden der iberischen Halbinsel steht für Flamenco, für Leidenschaft und Lebenslust - und für das reiche kulturelle Erbe, das Zuwanderer und fremde Herrscher über Jahrtausende hinweg hinterließen. Das zeigt sich besonders in den Städten und Wehrdörfern des weiten Landes: maurische Paläste, mittelalterliche Burgen, Kirchtürme, die aus Minaretten entstanden.

Es zeigt sich aber auch in der offenen, gastfreundlichen Art der Andalusier: In den zahlreichen Cafés und Bars bleibt immer Zeit für einen Schwatz an der Theke. Diese Mischung kann erleben, wer sich aufmacht, Andalusien zu erleben. Eine ganz besondere Art der Entdeckungstour ist eine Reise mit dem "Al-Andalus".

Der Hotelzug, hervorgegangen aus dem legendären Orientexpress, bringt seine Gäste in sieben Tagen zu den Höhepunkten einer klassischen Andalusien-Rundfahrt. Der zweite Teil dieser ganz besonderen Tour beginnt mit einer Fahrt von Ronda aus nach Granada.

Hier steht als Hauptanziehungspunkt die Alhambra - die einzige vollständig erhaltene maurische Palastanlage der Welt, die noch aus der Blütezeit islamischer Kultur und Wissenschaften vor tausend Jahren stammt - ein Märchen aus tausendundeiner Nacht. Die Alhambra krönt die vielleicht schönste Stadt Spaniens: Granada. Wie in der ganzen Region sind auch hier überall Zeugnisse der gemeinsamen christlich-islamischen Geschichte zu finden. Die beiden nächsten Stationen, Baeza und Ubeda, gehören zu den schönsten Zeugnissen der spanischen Renaissance, sie haben es auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes geschafft.

Letzte Station der Entdeckungstour mit dem Hotelzug "Al Andalus" ist Córdoba. Wieder ein imposantes Beispiel für das fruchtbare Miteinander der Kulturen: Christliche, jüdische und islamische Gelehrte prägten die Blütezeit des einstigen Kalifats. Einzigartig ist die Mezquita. Die heutige Kathedrale war die ehemalige Hauptmoschee Córdobas. Die Gebetshalle ruht auf 856 Säulen - dieser Wald aus Marmor, Onyx und Granit wirkt wie ein Raum ohne Grenzen. Aber auch ganz weltlich lassen sich die verschiedenen Kulturen erleben, die Andalusien prägten - bei einem Streifzug durch die Restaurants in der Altstadt.

Wer eine solche Entdeckungsreise zu den Höhepunkten andalusischer Geschichte hinter sich hat, nimmt garantiert eine Sehnsucht mit nach Hause: noch einmal wiederkehren in das Land, wo Spaniens Seele wohnt.