Do 18.03. 2021 22:10Uhr 29:30 min

Geschlossenes Kino Cinema Paris mit Motto Ohne Kunst Uns Und Kultur Wird es Still
Geschlossenes Kino Cinema Paris mit Motto Ohne Kunst Uns Und Kultur Wird es Still Bildrechte: imago images / IPON
MDR FERNSEHEN Do, 18.03.2021 22:10 22:40

artour

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Das Kulturmagazin des MDR

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  • Stereo
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"artour" ist das Kulturmagazin für das MDR-Sendegebiet und für Ostdeutschland. "artour" wird in Rostock wie in Weimar geschaut, aber natürlich auch in Hamburg und München. Das Kulturmagazin mit Ostkompetenz greift Themen auf, die die Zuschauer bewegen.


Die Themen:

* Vor einem Jahr begann der erste Lockdown in Deutschland
Am 12.3.2020 erklärte die WHO, dass COVID-19 eine Pandemie ist. Kurz darauf, am 22. März 2020, wurden auch in Deutschland Einreiseverbote verhängt, die Fußball-EM verschoben, Geschäfte und Einrichtungen geschlossen. Der erste Lockdown begann. Ein Jahr ist das inzwischen her - ein Jahr, das die Welt verändert hat. Zwei Sänger der weltberühmten Acapella-Gruppe Amarcord arbeiten inzwischen in anderen Berufen: Daniel Knauft ist Impfarzt, Holger Krause hat an einer Grundschule inzwischen eine Klasse als Lehrer übernommen. Die Hersteller von hochwertigen Orchesterinstrumenten im Vogtland, sonst weltweit gefragt, stehen aufgrund ausbleibender Aufträge kurz vor dem Aus. Wir sprechen mit verschiedenen Musikern in Leipzig und Instrumentenbauern in Markneukirchen darüber, wie sie dieses Jahr überlebt haben und wie sie in die Zukunft blicken.
Autor: Dennis Wagner

* Verändert die Corona-Krise die Innenstädte?
Der Schreck war groß: Verwaiste Innenstädte im Lockdown. Alles, was dort passierte, war unmöglich geworden. Und die Krise ist nicht vorbei. Wenn reihenweise Geschäfte schließen müssen, ist die Innenstadt als Ort des Handels in Gefahr. Ist sie in Gefahr? Wird sich die Stadt durch Corona verändern? Städte verändern sich. Vor langer Zeit waren sie von Stadtmauern umschlossen. Aber auch das viel jüngere Ideal der „autogerechten" Stadt ist passé, ebenso will niemand heute mehr Innenstädte aus Banktürmen und Shopping Malls ohne Wohnungen. Städte können auch verfallen, wie in Ostdeutschland noch gut zu erinnern ist, Innenstädte können zu Armenvierteln werden, wie neuerdings in den USA zu erleben. Hierzulande mussten zuletzt in ganzer Serie Kaufhäuser wegen hoher Mieten aufgeben: wieder riesige Lücken. Und nun auch noch die Pandemie und Schreckens-Szenarien: der Lockdown macht Gastronomie und Einzelhandel kaputt. Auch hierzulande könnten Innenstädte verarmen, ja verelenden. Werden wir unsere Städte nicht mehr wiedererkennen nach Covid-19? Oder hat die Innenstadt ganz andere ‚Feinde'? Ein erstaunlich undramatischer Zwischenbericht aus Naumburg und Jena.
Autor: Meinhard Michael

* Sensationsfund im Leipziger Archiv der Verfolgten des Naziregimes
Im Archiv eines Leipziger Vereins, der sich um die Bewahrung antifaschistischer Traditionen müht, taucht eine Kiste auf. Ihr Inhalt, unter anderem, ca. 70 Fotos in einem Umschlag mit der Aufschrift „Zeithain". Auf den Fotos: sowjetische Kriegsgefangene in zerlumpten Uniformen, Männer, Frauen, Tote, gerade noch Lebende, Erhängte und grausam Gefolterte. Weil jemand aus dem Verein den Historiker der einzigen Kriegsgefangenen-Gedenkstätte für Sowjetsoldaten in Ostdeutschland anfragt, stellt sich schließlich heraus: Die Fotos stammen tatsächlich aus dem Gefangenenlager der Wehrmacht in Zeithain, und sie sind von 1941. Ein Sensationsfund? Nein, aber ein Puzzlestein in einem verblassenden Bild, ein Schlaglicht auf ein Kapitel Deutsche Geschichte, auf die „Killing Fields" in Ostdeutschland. Als nach dem Krieg unmittelbar neben dem Truppenübungsplatz Zeithain Vertriebene als Neubauern angesiedelt wurden, da wurden ihnen die von TBC verseuchten Lagerbaracken als neue Heimstatt hingestellt. Und nichts ahnend von der Geschichte des Ortes pflügten die Neubauern den Acker und säten Kartoffeln. Aus der Ernte wurde nichts. Im Frühsommer 1946 begann die Rote Armee damit, die Massengräber von Zeithain zu exhumieren.
Autor: Titus Richter

* „Not Your Muse" - Die Soulsängerin Celeste über Selbstbestimmung und große Erwartungen
Als wir Celeste Epiphany Waite in London treffen, kann sie ihr Glück noch gar nicht fassen: gerade erst ist ihr Album „Not Your Muse" an die Spitze der britischen Charts geklettert. Nummer eins! Und das mit einem Debüt. Schon seit ein paar Jahren begeistert die 26-jährige Sängerin die Welt mit ihrer Musik, vor allem aber mit ihrer hinreißenden Stimme. Und mit der singt sie den Soul, wie es nur die ganz Großen machen. „Die neue Adele, die neue Amy Winehouse!", urteilt die Presse. Celeste kennt die Vergleiche, die bis zu Aretha Franklin reichen, bedankt sich bescheiden und versucht, sich nicht festlegen zu lassen. In großartigen Balladen wie „Strangers" oder „Both Sides of the Moon" zeigt sich die klassische, ja zeitlose Schönheit ihres Gesangs. „Stop This Flame" und „Love is Back" wiederum beweisen, dass die junge Frau aus Brighton durchaus auch den großen Pop beherrscht. Im Interview spricht sie über große Erwartungen, musikalische Früherziehung und darüber, sich niemals verbiegen zu wollen.
Autor: Marcus Fitsch

* Kulturkalender
- "Du lebst nur keinmal" - das Künstlerpaar Uwe Lausen und Heide Stolz im Museum Gunzenhauser
- "Sven Johne - Ostdeutsche Landschaften" ab 25.3 im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg
- wahrscheinlich: Der Film "Corpus Christi" von Jan Komasa jetzt als DVD und VoD
Autorin: Charlotte Witt

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