So 11.04. 2021 22:20Uhr 29:30 min

Sternstunden - 60 Jahre Mensch im All MDR Zeitreise

Juri Gagarin – Pionier, Mythos, Mensch

Komplette Sendung

Juri Gagarin 29 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN So, 11.04.2021 22:20 22:50

Beiträge aus der Sendung

Bildergalerie: Juri Gagarin

Bildergalerie: Juri Gagarin

Gagarin vor seinem historischen Flug im April 1961.
12. April 1961. Gegen 9.00 Uhr Moskauer Zeit soll das Wostok-1-Raumschiff in Baikonur auf die große Reise geschickt werden. In der Spitze des dröhnenden Ungetüms sitzt der 27-jährige Juri Gagarin - eingezwängt in einer winzigen Metall-Kapsel. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass ein Mensch ins All geschossen wird. Ein uralter Menschheitstraum könnte wahr werden. Aber noch weiß niemand, wie die Sache ausgehen wird. Die Überlebenschancen von Gagarin liegen - rein statistisch betrachtet - bei 47 Prozent. Doch davon weiß der junge Mann nichts. Ebenso wenig wie die Öffentlichkeit - das Vorhaben und der Name Gagarin sind noch völlig unbekannt. Doch das wird sich schlagartig ändern.  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gagarin vor seinem historischen Flug im April 1961.
12. April 1961. Gegen 9.00 Uhr Moskauer Zeit soll das Wostok-1-Raumschiff in Baikonur auf die große Reise geschickt werden. In der Spitze des dröhnenden Ungetüms sitzt der 27-jährige Juri Gagarin - eingezwängt in einer winzigen Metall-Kapsel. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass ein Mensch ins All geschossen wird. Ein uralter Menschheitstraum könnte wahr werden. Aber noch weiß niemand, wie die Sache ausgehen wird. Die Überlebenschancen von Gagarin liegen - rein statistisch betrachtet - bei 47 Prozent. Doch davon weiß der junge Mann nichts. Ebenso wenig wie die Öffentlichkeit - das Vorhaben und der Name Gagarin sind noch völlig unbekannt. Doch das wird sich schlagartig ändern.  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Der erste Mensch im Kosmos. Nach seinem historischen Flug vom 12. April 1961 avanciert er zum ersten wahren Pop-Star der Sowjets. Der neue Held bereist fast den ganzen Erdball, nachdem er ihn als erster umrundet hatte und erweist sich als PR-Volltreffer der Sowjets.
Die Öffentlichkeit erfährt kurz nach dem Start von der neuen Großtat der Sowjets. Es ist ein fulminanter Erfolg. Radio Moskau funkt den Namen des Sowjet-Bürgers Juri Gagarin in alle Welt. Was hinter den Kulissen los ist, mit welchen Schwierigkeiten Gagarin und die Konstrukteure kämpfen, bleibt verborgen. Die wichtigste Botschaft ist: Der erste Mensch im All ist ein Sowjetbürger! Nach dem Flug des ersten sowjetischen Satelliten ein paar Jahre zuvor ist das der nächste wichtige Meilenstein im kosmischen Wettkampf gegen die USA. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gagarin - der neue Medien-Star im Blitzlichtgewitter mit Starschauspielerin Gina Lollobrigida.
Nach dem historischen Flug am 12. April 1961 avanciert Gagarin zum ersten wahren Pop-Star der Sowjets. Der neue Held bereist fast den ganzen Erdball, nachdem er ihn als erster umrundet hatte. Er erweist sich als PR-Volltreffer - die Sowjet-Medien präsentieren ihn als einen makellosen Helden, als Kommunisten ohne Fehl und Tadel. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kein anderer Sowjet-Bürger ist weltweit mit Orden und Ehrenzeichen so überhäuft worden wie Juri Gagarin. Wenn er alle Orden hätte anlegen wollen, hätte er mehrere Uniformen benötigt.
Juri Gagarin steigt nicht nur zum ersten Pop-Star innerhalb der Sowjetunion auf - der "Kosmonaut Nr.1" wird zu einem Welt-Star. Sein historischer Flug dauerte 108 Minuten, sein Triumphzug um die Erde zieht sich über Monate und Jahre hin. Kein anderer Sowjet-Bürger ist weltweit mit Orden und Ehrenzeichen so überhäuft worden wie Juri Gagarin. Wenn er alle Orden hätte anlegen wollen, hätte er mehrere Uniformen benötigt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gagarin mit seiner Familie: Frau Walentina und seine zwei Töchter, kurz vor seinem tragischen Tod.
Gagarin und seine Frau, die Medizinerin Walentina Gagarina, hatten zwei Töchter. Das Foto zeigt die Familie kurz vor Gagarins tragischem Tod am 27. März 1968. Er verunglückte unter ungeklärten Umständen bei einem Übungsflug mit einer MiG-15UTI und starb beim Absturz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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"Juri, du brauchst dir keine Sorgen machen. Wir geben dir alles mit, was du brauchst, Verpflegung, Sauerstoff und eine Pistole…" Mit diesen Worten versucht Chefkonstrukteur Koroljow Juri Gagarin kurz vor seinem historischen Kosmos-Flug zu beruhigen. Es ist der 12. April 1961. Ein Schicksalstag für Juri Gagarin.

Gegen 9.00 Uhr Moskauer Zeit soll das Wostok-1-Raumschiff in Baikonur auf die große Reise geschickt werden. In der Spitze des dröhnenden Ungetüms der 27jährige Juri Gagarin, eingezwängt, in eine winzige Metall-Kapsel. Er ist der erste Mensch, der die Schwerkraft der Erde überwinden soll. Die Überlebenschancen von Gagarin liegen - rein statistisch betrachtet - bei 47 Prozent. Keine gute Zahl.

Doch davon weiß der junge Mann nichts. Ebenso wenig wie die Öffentlichkeit. Die weiß zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nichts von der geplanten Großtat. Der Name Gagarin ist noch völlig unbekannt. Das soll sich aber schlagartig ändern. Nach knapp zwei Stunden Flug kehrt Gagarin heil zur Erde zurück. Eine Weltsensation, Gagarin wird zum Star. Bis zuletzt, bis zu seinem tödlichen Flugzeug-Crash im Jahre 1968 ändert sich nichts an diesem Gagarin-Bild.

Die "MDR-Zeitreise" schaut hinter die Kulissen der Helden-Inszenierung. Im Focus dabei der "wahre Gagarin". Interviews mit Weggefährten (Angehörige, Kosmonauten, Journalisten, Politiker…) geben erstaunliche Einblicke in die wahre Geschichte des Kosmonauten Nr. 1. Seine Zweifel und Ängste, seine Eskapaden und schließlich sein geheimnisumwitterter Tod…

"MDR-Zeitreise" - das ist Zeitgeschichte im besten Sinne, von den Rätseln der Vergangenheit zur historischen Dimension aktueller Debatten. Herausfordernde Fragestellungen, neue Erzählperspektiven und ungewöhnliche Details machen die "MDR ZEITREISE" relevant und aktuell.

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Der DDR-Partei- und Staatschef Erich Honecker  winkt am 1. Mai 1986 von einer Ehrentribühne in der Berliner Karl-Marx-Allee, links Willi Stoph.
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