Mo 07.06. 2021 06:15Uhr 29:30 min

Ein Elefant in einem Gehege
Ein Elefant in einem Gehege Bildrechte: Zoo Dresden
MDR FERNSEHEN Mo, 07.06.2021 06:15 06:45

Unterwegs in Sachsen

Unterwegs in Sachsen

Küssen verboten - Geschichten aus dem Dresdner Zoo

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Bilder zur Sendung

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Orang-Männchen Toni und sein fünfjähriger Sohn Dalai lassen sich die frischen Blätter schmecken. Noch leben die fünf Suamtra-Menschenaffen im Dresdner Zoo sehr beengt. In ihrer Heimat leben sie im indonesischen Regenwald erhöht auf den Baumwipfeln. Im 2023 fertig gestellten Orang-Utan-Haus werden die Tiere ausgiebig klettern und hangeln können.
Orang-Männchen Toni und sein fünfjähriger Sohn Dalai lassen sich die frischen Blätter schmecken. Noch leben die fünf Sumatra-Menschenaffen im Dresdner Zoo sehr beengt.
In ihrer Heimat leben sie im indonesischen Regenwald erhöht auf den Baumwipfeln. Im vorausichtlich 2023 fertig gestellten Orang-Utan-Haus werden die Tiere ausgiebig klettern und hangeln können.
Bildrechte: Heike Riedel
Orang-Männchen Toni und sein fünfjähriger Sohn Dalai lassen sich die frischen Blätter schmecken. Noch leben die fünf Suamtra-Menschenaffen im Dresdner Zoo sehr beengt. In ihrer Heimat leben sie im indonesischen Regenwald erhöht auf den Baumwipfeln. Im 2023 fertig gestellten Orang-Utan-Haus werden die Tiere ausgiebig klettern und hangeln können.
Orang-Männchen Toni und sein fünfjähriger Sohn Dalai lassen sich die frischen Blätter schmecken. Noch leben die fünf Sumatra-Menschenaffen im Dresdner Zoo sehr beengt.
In ihrer Heimat leben sie im indonesischen Regenwald erhöht auf den Baumwipfeln. Im vorausichtlich 2023 fertig gestellten Orang-Utan-Haus werden die Tiere ausgiebig klettern und hangeln können.
Bildrechte: Heike Riedel
Bevor man die griechische Landschildkröte nach der Winterruhe wieder hinaus in ihr Gehege setzt, wird sie untersucht.
Bevor man die griechische Landschildkröte nach der Winterruhe wieder hinaus in ihr Gehege setzt, wird sie untersucht. Bildrechte: Heike Riedel
Tierärzte Dr. Dimitri Widmer und Eva Ziemssen entnehmen der nur 850 g leichten Schildkröte auch Blut, welches im zooeigenen Labor untersucht wird.
Tierärzte Dr. Dimitri Widmer und Eva Ziemssen entnehmen der nur 850 g leichten Schildkröte auch Blut, welches im zooeigenen Labor untersucht wird. Bildrechte: Heike Riedel
Für die Dreharbeiten besucht Dr. Dieter Brandes das nach seinem Großvater Prof. Gustav Brandes benannte Tropenhaus.
Für die Dreharbeiten besucht Dr. Dieter Brandes das nach seinem Großvater Prof. Gustav Brandes benannte Tropenhaus. In den zwanziger und dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts wird der Zoo zum Publikumsmagnet - auch ein Verdienst des Zoodirektors Gustav Brandes. Bildrechte: Heike Riedel
Gänsegeier gehören zu den imposantesten Raubvögeln. Sie erbeuten keine lebenden Tiere, sondern ernähren sich von Aas.
Gänsegeier gehören zu den imposantesten Raubvögeln. Sie erbeuten keine lebenden Tiere, sondern ernähren sich von Aas. Bildrechte: Heike Riedel
Beate Werner im Dresdner Zoo
Seit 2008 stolzieren die langbeinigen Giraffen wieder im Dresdner Zoo zur Freude vieler Besucher. Beate Werner lockt mit einer Scheibe Knäckebrot. Giraffe Diko ist ganz in ihre Nähe. Bildrechte: Manja Kionka
Einige frische Leckerbissen, wie Möhren und Kohlrabi, verteilt Beate Werner im Streichelzoo.
Einige frische Leckerbissen, wie Möhren und Kohlrabi, verteilt Beate Werner im Streichelzoo. Bildrechte: Heike Riedel
Die Pelikane erwarten schon ihre Fischmahlzeit
Die Pelikane erwarten schon ihre Fischmahlzeit. Bildrechte: Heike Riedel
Beate Werner im Dresdner Zoo
Heute unterstützt Beate Werner die Zoo-Mitarbeiter und rauscht mit dem E-Mobil durch die Anlage. Bildrechte: Manja Kionka
In den Heuballen steckt auch Bergwiesengras von den naturbelassenen Wiesen des Geising-Bergs im Osterzgebirge.
In den Heuballen steckt auch Bergwiesengras von den naturbelassenen Wiesen des Geising-Bergs im Osterzgebirge. Bildrechte: Heike Riedel
Das mineralstoffreiche Heu von den Bergwiesen in Geising lassen sich viele Huftiere munden.
Das mineralstoffreiche Heu von den Bergwiesen in Geising lassen sich viele Huftiere munden. Bildrechte: Heike Riedel
Dickhäuter Drumbo nimmt ein Bad.
Dickhäuter Drumbo nimmt ein Bad. Bildrechte: Heike Riedel
Diese eleganten Raubkatzen schauen von ihrem Liegefelsen lässig auf die Zoobesucher herab.
Diese eleganten Raubkatzen schauen von ihrem Liegefelsen lässig auf die Zoobesucher herab. Bildrechte: Heike Riedel
Beate Werner im Dresdner Zoo
Ausdrucksstarke Tierplastiken, wie der Faunjunge mit Bärenjungen, aus der Zeit des Jugendstils unterstreichen den Eindruck der zoologischen Anlage als ein Gesamtkunstwerk. Bildrechte: Manja Kionka
Lokführer Daniel Henke in der Dresdner Parkeisenbahn
Ein Zoologischer Garten mitten in Dresden braucht auch verständnisvolle Nachbarn. Lokführer Daniel Henke von der Dresdner Parkeisenbahn berichtet der Moderatorin, wie es dazu kam, dass in den siebziger Jahren zwei junge Orang-Utans in einem Wagen ganz offiziell Platz genommen hatten. Bildrechte: Dresdner Parkeisenbahn
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Wer den Dresdner Zoo besucht, der sollte sich Zeit nehmen für die geheimnisvollen Kinder des Urwaldes, wie die Orang-Utans auch genannt werden. Auf Borneo und Sumatra sind diese langhaarigen zottligen Riesen fast ausgerottet. In Dresden leben Daisy und Djeba schon in dritter Generation. Das ist auch der Verdienst des ehemaligen Dresdner Zoodirektors Gustav Brandes.

Der Enkel des visionären Zoologen Gustav Brandes, Dr. Dieter Brandes, berichtet „Unterwegs in Sachsen“-Moderatorin Beate Werner, wie es seinem Großvater 1927 gelang, eine Orang-Mutter mit ihrem Neugeborenen in den Dresdner Zoo zu überführen. Damit betrat man Neuland. Wie würden die Urwaldtiere auf Klima, Umwelt und neuartige Krankheitskeime in Europa reagieren? Nicht von ungefähr heißt Orang - aus dem Malaiischen übersetzt - Waldmensch. Gustav Brandes Enkel ist überzeugt, dass auch die bedingungslose Hingabe und Liebe seines Großvaters zu den Buschtieren zum Erfolg führte.

Mit dem sich in Planung befindlichen neuen Menschenaffenhaus wird Dresden wieder Maßstäbe setzen. Der Zoologische Leiter, Dr. Wolfgang Ludwig, stellt Beate Werner das Projekt vor. Das neue Orang-Haus wird mit seinen vielen lauschigen Baumplätzen dem speziellen Gemüt der eher nachdenklichen, ruhigen Menschenaffenrasse Rechnung tragen.

Unterwegs ist Beate Werner ganz praktisch mit einem kleinen E-Mobil an der Seite des Zooinspektors Helmar Pohle. Tierpfleger Ronny Moche schaut sie über die Schulter bei der täglichen Fußpflege der Elelefanten Sawu und Drumbo.

Manches im Dresdner Zoo geborene Tier verlässt auch diesen Ort. Da die Population der afrikanischen Geier gefährdet ist, sind einige Jungtiere bereits erfolgreich nach Südeuropa ausgewildert worden.

Beate Werner trifft auf Zoo-Enthusiasten und schildert kuriose Begebenheiten. Und am liebsten würde sie die Orangs umarmen, wie es Zoodirektor Gustav Brandes seinerzeit tat. Ein spektakuläres Foto zeigt, dass er seinen Schützling sogar küsste. Aber das ist Geschichte. Für Beate Werner gilt: Küssen verboten!

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