So 20.06. 2021 07:30Uhr 29:13 min

Antje auf dem Friedhof
Antje auf dem Friedhof Bildrechte: MDR/Elisabeth Enders
MDR FERNSEHEN So, 20.06.2021 07:30 08:00

Verwitwet

Verwitwet

Wie das Leben weitergeht

Film von Elisabeth Enders

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Der Film begleitet drei Menschen, die ihren Partner verloren haben. Er erzählt von der lebenslangen Trauer, vom Scheitern und vom mühsamen Neuanfang.

Bilder zur Sendung

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Antje auf dem Friedhof. Hier findet sie Zeit zum Nachdenken
"Nichts ist mehr wie vorher". Früh Verwitwete brauchen Jahre, um den Verlust zu verarbeiten. Antje findet auf dem Friedhof Zeit zum Nachdenken. Ihr Mann starb vor eineinhalb Jahren an einem Tumor. Bildrechte: MDR/Elisabeth Enders
Antje auf dem Friedhof. Hier findet sie Zeit zum Nachdenken
"Nichts ist mehr wie vorher". Früh Verwitwete brauchen Jahre, um den Verlust zu verarbeiten. Antje findet auf dem Friedhof Zeit zum Nachdenken. Ihr Mann starb vor eineinhalb Jahren an einem Tumor. Bildrechte: MDR/Elisabeth Enders
Julia mit Freundin und Tochter
Auch bei Hinterbliebenen von Menschen, die sich das Leben nahmen, laufen die Gefühle Amok. Die Schuldfrage steht immer im Raum. Vor vier Jahren hat Julias Mann Suizid begangen. Sie war 30, ihre Tochter noch nicht einmal zwei Jahre. Mit einer Freundin kann sie über ihre Gefühle reden. Bildrechte: MDR/Elisabeth Enders
Matthias allein im Garten
Matthias fühlt sich nach dem Tod seiner Frau als "sei das halbe Herz" weggerissen. Wochenlang hat er sich komplett zurückgezogen. Er wollte niemanden sehen. Ein halbes Jahr später versucht er zaghaft wieder Kontakt zu Freunden aufzunehmen. Bildrechte: MDR/Elisabeth Enders
Matthias in seinem großen Garten - auch hier fehlt ihm seine Frau
Kindererziehung, Behördengänge, Sicherung der materiellen Existenz. Da bleibt kaum Zeit für eigene Trauer. Eine Ausnahmesituation, der oft ein Zusammenbruch folgt. Auch wenn ihm seine Frau noch fehlt, hofft Matthias, dass der Schmerz erträglicher wird. Bildrechte: MDR/Elisabeth Enders
Die verwitwete Emma (Dagmar Manzel) ist mit ihrer Tochter Linda und deren Freund Arne zum Essen in einem vietnamesischen Restaurant verabredet.
Auch in dem Film "Besuch für Emma" wird die Einsamkeit nach dem Tod des Partners thematisiert. Die verwitwete Emma (Dagmar Manzel) hätte gerne wieder jemanden an ihrer Seite. Wenn sie verabredet ist, dann meistens mit ihrer Tochter Linda und deren Freund Arne. Bildrechte: Conny Klein
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Plötzlich ist der Mensch, mit dem man sein Leben teilen wollte, tot. Ob durch Krankheit, Unfall, Suizid: "Nichts ist mehr wie vorher". Früh Verwitwete brauchen Jahre, um das zu verarbeiten - wenn sie es überhaupt schaffen. Im ersten Jahr muss das Leben neu geordnet werden und weitergehen. Kindererziehung, Behördengänge, Sicherung der materiellen Existenz. Da bleibt kaum Zeit für eigene Trauer. Eine Ausnahmesituation, der oft ein Zusammenbruch folgt.

Antjes Mann starb vor eineinhalb Jahren an einem Tumor. Sie begleitete ihn durch die letzten Wochen. Die Zeit danach prägen Trauer, Existenzangst und Panik. Ihr Sohn ist damals 16 Jahre und geht noch zur Schule. Die selbständige Unternehmerin muss jetzt allein die finanzielle Grundlage für sich und ihren Sohn sichern, eine kräftezehrende Herausforderung.

In Deutschland ist die Versorgung der Witwen und Witwer über die Rentenkasse geregelt. Dabei werden die erlangten Anteile, die Dauer der Ehe, die Kinder und das Einkommen des Hinterbliebenen in die Berechnung einbezogen. Am Ende kommt dabei oft nicht sehr viel raus, jedenfalls zu wenig, um das weggefallene Einkommen zu kompensieren. Das zu verstehen, die Anträge zu stellen, fordert Kraft. Die finanziellen Einbußen sind drastisch.

Vor vier Jahren hat sich Julias Mann das Leben genommen. Sie war 30, ihre Tochter noch nicht einmal zwei Jahre. Bei den Hinterbliebenen von Menschen, die sich das Leben nehmen, laufen die Gefühle oft Amok. Die Schuldfrage steht immer im Raum: Hätte ich anders reagieren müssen? Julia investiert ihre Kraft, damit das Leben für sie und ihre Tochter weitergeht, die Trauer sie nicht auffrisst. Nach vier harten Jahren ist sie wieder neu verliebt. Doch jedes Jahr, zum Todestag ihres Mannes, bricht ihr Trauma wieder auf.

Matthias fühlt sich nach dem Tod seiner Frau als "sei das halbe Herz" weggerissen. Wochenlang hat er sich komplett zurückgezogen. Er wollte niemanden sehen. Ein halbes Jahr später versucht er zaghaft wieder Kontakt zu Freunden aufzunehmen. Er hofft, dass so der Schmerz erträglicher wird.

Hier finden Sie das Video und mehr Infos zur Sendung

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