So 27.06. 2021 06:20Uhr 65:12 min

Die 17-jährige Helene Raupe (Melania Jakubisková) träumt davon, fliegen zu können.
Die 17-jährige Helene Raupe (Melania Jakubisková) träumt davon, fliegen zu können. Bildrechte: MDR/DEFA-Stiftung/Rolf-Eckhardt Rambow, Eckhardt Hartkopf
MDR FERNSEHEN So, 27.06.2021 06:20 07:25

DEFA 75 Fräulein Schmetterling

Fräulein Schmetterling

Spielfilm DDR 1966/2020

  • Audiodeskription
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  • HD-Qualität
  • Untertitel

Die 17-jährige Helene Raupe lebt mit ihrer sechsjährigen Schwester Asta in einem Altbauviertel in Berlin. Nach dem Tod ihres Vaters müssen sich die Mädchen gegen eine egoistische Tante und eine strikte Jugendfürsorgerin behaupten. Helene soll u.a. in einem Fischladen arbeiten, träumt aber von einer Karriere als Mannequin oder Stewardess.

Bilder zur Sendung

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Die 17-jährige Helene (Melania Jakubisková, r.) lebt nach dem Tod des Vaters mit ihrer sechsjährigen Schwester Asta (Christa Heiser) allein.
Die 17-jährige Helene Raupe (Melania Jakubisková, re.) lebt mit ihrer sechsjährigen Schwester Asta (Christa Heiser, li.) in einem Altbauviertel in Berlin. Als ihr Vater, ein Tabakwarenhändler, stirbt, wird dessen Laden geschlossen, obwohl Helene ihn stets mit ihrem Vater gemeinsam geführt hatte. Dem ganzen Altbauviertel droht der Abriss.  Bildrechte: MDR/DEFA-Stiftung/Rolf-Eckhardt Rambow, Eckhardt Hartkopf
Die 17-jährige Helene (Melania Jakubisková, r.) lebt nach dem Tod des Vaters mit ihrer sechsjährigen Schwester Asta (Christa Heiser) allein.
Die 17-jährige Helene Raupe (Melania Jakubisková, re.) lebt mit ihrer sechsjährigen Schwester Asta (Christa Heiser, li.) in einem Altbauviertel in Berlin. Als ihr Vater, ein Tabakwarenhändler, stirbt, wird dessen Laden geschlossen, obwohl Helene ihn stets mit ihrem Vater gemeinsam geführt hatte. Dem ganzen Altbauviertel droht der Abriss.  Bildrechte: MDR/DEFA-Stiftung/Rolf-Eckhardt Rambow, Eckhardt Hartkopf
Helene (Melania Jakubisková) sehnt sich nach Liebe.
Helene muss sich nun allein um ihre kleine Schwester kümmern. In ihren Träumen stellt sie sich ein Leben als Mannequin oder Stewardess vor. Bildrechte: MDR/DEFA-Stiftung/Rolf-Eckhardt Rambow, Eckhardt Hartkopf
Stadtbezirksmitarbeiter Herr Himmelblau (Rolf Hoppe) hilft Helene (Melania Jakubisková) bei der Arbeitssuche.
Doch ihre Träume müssen warten. Stadtbezirksmitarbeiter Herr Himmelblau (Rolf Hoppe) soll Helene (Melania Jakubisková) schnell eine Stelle beschaffen und vermittelt sie als Fischverkäuferin in die Berliner Markthalle. Als der Laden die Mangelware Räucheraale im Angebot hat, ist Helene dem Kundenansturm nicht gewachsen, macht Fehler in der Abrechnung und wird schließlich entlassen.  Bildrechte: MDR/DEFA-Stiftung/Rolf-Eckhardt Rambow, Eckhardt Hartkopf
Durch ihre Anstellung als Busschaffnerin kann Helene (Melania Jakubisková) der angedrohten Heimeinweisung entgehen.
Himmelblau vermittelt Helene nun an ein Exquisit-Modegeschäft, wo sie mit ihrer direkten Art jedoch die Kunden verprellt und erneut entlassen wird. Schließlich kann sie durch eine Anstellung als Busschaffnerin der angedrohten Heimeinweisung entgehen. Bildrechte: MDR/DEFA-Stiftung/Rolf-Eckhardt Rambow, Eckhardt Hartkopf
Mit Busfahrer Kubinke (Herwart Grosse) gewinnt Helene (Melania Jakubisková)  einen väterlichen Freund.
Zunächst gefällt ihr die Arbeit. Mit Busfahrer Kubinke (Herwart Grosse) hat Helene (Melania Jakubisková) einen neuen Freund gewonnen. Doch bald gibt es neuen Ärger mit Jugendfürsorgerin Frau Fertig: Helenes Schwester Asta soll zur Tante nach Potsdam ziehen. Von dort nimmt die Kleine schon bald Reißaus... Bildrechte: MDR/DEFA-Stiftung/Rolf-Eckhardt Rambow, Eckhardt Hartkopf
Die 17-jährige Helene Raupe (Melania Jakubisková) träumt davon, fliegen zu können.
Ein Gegenwartsmärchen über das Lebensgefühl junger Leute und ein Plädoyer für Fantasie und Individualität. Der nach einem Drehbuch von Christa und Gerhard Wolf entstandene Film gewährt tiefe Einblicke in das Berliner Alltagsleben der 1960er-Jahre, da Regiedebütant Kurt Barthel neben poetischen Traumsequenzen auch teils mit versteckter Kamera gedrehte Dokumentarszenen einfließen ließ. Bildrechte: MDR/DEFA-Stiftung/Rolf-Eckhardt Rambow, Eckhardt Hartkopf
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Die 17-jährige Helene Raupe (Melania Jakubisková) lebt mit ihrer sechsjährigen Schwester Asta (Christa Heiser) in einem Altbauviertel in Berlin. Als ihr Vater, ein Tabakwarenhändler, stirbt, wird dessen Laden geschlossen, obwohl Helene ihn stets mit ihrem Vater gemeinsam geführt hatte. Dem ganzen Altbauviertel droht der Abriss. Bei ihrer Tante in Potsdam (Carola Braunbock) können die beiden Mädchen nicht wohnen, da diese angeblich zu wenig Platz hat. Helene muss sich nun allein um ihre kleine Schwester kümmern. In ihren Träumen stellt sie sich ein Leben als Mannequin oder Stewardess vor.

Stadtbezirksmitarbeiter Himmelblau (Rolf Hoppe) jedoch vermittelt sie als Fischverkäuferin in die Berliner Markthalle. Als der Laden die Mangelware Räucheraale im Angebot hat, ist Helene dem Kundenansturm nicht gewachsen, macht Fehler in der Abrechnung und wird schließlich entlassen. Himmelblau vermittelt sie nun an ein Exquisit-Modegeschäft, wo sie mit ihrer direkten Art jedoch die Kunden verprellt und erneut entlassen wird.

Helene findet als Busschaffnerin eine neue Anstellung und kann so der angedrohten Heimeinweisung entgehen. Mit Busfahrer Kubinke (Herwart Grosse) gewinnt sie einen väterlichen Freund, und auch die Arbeit macht ihr Spaß. Als es jedoch zum Streit mit einem Fahrgast kommt, der kein Ticket kaufen will, gibt Helene die Arbeit freiwillig auf. Jugendfürsorgerin Frau Fertig (Lissy Tempelhoff) verpflichtet das Mädchen, ihre Arbeit wieder aufzunehmen, ihre Schwester Asta allerdings muss zur Tante nach Potsdam ziehen. Von dort nimmt die Kleine schon bald Reißaus.

Der MDR zeigt den Film als TV-Premiere.

Ein Gegenwartsmärchen über das Lebensgefühl junger Leute und ein Plädoyer für Fantasie und Individualität. Der nach einem Drehbuch von Christa und Gerhard Wolf entstandene Film gewährt tiefe Einblicke in das Berliner Alltagsleben der 1960er-Jahre, da Regiedebütant Kurt Barthel neben poetischen Traumsequenzen auch teils mit versteckter Kamera gedrehte Dokumentarszenen einfließen ließ. Nach heftiger Kritik wegen "grober Verfälschung des Lebens in der DDR" musste die Produktion jedoch abgebrochen werden. Die vom Regisseur hergestellte Schnittfassung gilt seit 1990 als verschollen.

Von 2002 bis 2004 erfolgte der erste Versuch einer Rekonstruktion. 2019/20 hat die DEFA-Stiftung den Film erneut rekonstruiert. Entlang des Original-Drehbuchs und der vorhandenen Musikmotive wurden die Dramaturgie nachvollzogen und eine neue Schnittfassung erstellt. Mithilfe einer aufwändigen Bearbeitung konnten die Originalstimmen der wichtigsten Darsteller erhalten bleiben. Fehlende Dialoge sowie die Passagen, die von Hauptdarstellerin Melania Jakubisková in slowakischer Sprache vorgetragen wurden, wurden neu synchronisiert.
Mitwirkende
Musik: Peter Rabenalt
Kamera: Hans-Jürgen Sasse, Claus Neumann, Wolfgang Braumann
Buch: Kurt Barthel, Christa Wolf, Gerhard Wolf
Regie: Kurt Barthel
Darsteller
Helene Raupe: Melania Jakubisková
Asta Raupe: Christa Heiser
Tante: Carola Braunbock
Pantomime: Milan Sládek
Busfahrer Kubinke: Herwart Grosse
Stadtbezirksmitarbeiter Himmelblau: Rolf Hoppe
Frau Fertig: Lissy Tempelhof
Leiterin des Exquisit: Irene Korb
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"Dessau Dancers" erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Breakdancer in der DDR, die nicht politisch sein, sondern einfach nur leidenschaftlich gern tanzen wollen, aber im engen gesellschaftlichen Korsett an die Grenzen ihrer Freundschaft stoßen. Koproduktion von Boogiefilm (Produzentin Janna Velber) mit Senator Film Produktion (Produzenten Helge Sasse und Solveig Fina), SWR / Debüt im Dritten (Redaktion Stefanie Groß) und dem WDR (Redaktion Andrea Hanke), gefördert von der Mitteldeutschen Medienförderung, der Film- und Medienstiftung NRW und dem DFFF. Bildrechte: SWR/boogiefilm/Stephan Rabold
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