Di 12.06. 2018 21:15Uhr 29:40 min

Echt

Strahlende Halden, Einstürzende Gruben - Wismuts gefährliches Erbe

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sanierte Abraumhalde
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MDR FERNSEHEN Di, 12.06.2018 21:15 21:45
Die Kumpel der Bergsicherung haben alle Hände voll zu tun. Allein in Sachsen gibt es zwischen 150 und 200 Tagebrüche jedes Jahr. Oft sind es alte Schächte der Wismut die einbrechen, so wie 2013 in Annaberg-Buchholz, als sich plötzlich inmitten eines Wohngebietes die Erde auftut oder so wie 2015 in Schlema als die Bewohner fassungslos in einen 54 Quadratmeter großen Krater blicken. Inzwischen gibt es große Fortschritte bei der Sanierung der Wismut-Altlasten. Die Rekultivierung hat oberste Priorität. 6 Milliarden Euro wurden dafür vom Bund aus Steuermitteln bereitgestellt. Die Sanierung wird noch viele Jahre dauern.

Aber viele nun blühende Landschaften tragen das strahlende Erbe in sich. Durch ganz Sachsen und große Teile Thüringens zieht sich das Einzugsgebiet der Wismut. Insgesamt hat die DDR etwa 216.300 Tonnen Uran gefördert, ausreichend für 90.000 Atombomben, schätzen Experten. Auf Drängen der Sowjetunion wurde die DDR zum viertgrößten Uranproduzenten der Welt. Mit gefährlichen Folgen: Bei etwa 9000 Wismutkumpeln ist seit 1946 Lungenkrebs als Berufskrankheit anerkannt worden und noch heute kommen neue Fälle dazu.

Ein weiteres Erbe sind Halden und alte Bergwerke. Auch dort wo viele es gar nicht vermuten, wenn sie von der Festung Königstein ihre Blicke über die sächsische Schweiz schweifen lassen. Am Fuße der Festung befindet sich das Uranbergwerk Königstein. Von hier aus werden 2016 noch 44 Tonnen schwach strahlendes Uran exportiert.

"Echt"-Moderator Sven Voss fragt nach: Die Gewinne sind im Vergleich zu den Sanierungskosten ein Tropfen auf den heißen Stein. Früher wurde das Uran hier im großen Stil mit Schwefelsäure aus dem Sandstein gespült. Noch bis heute enthält das Grubenwasser dieses radioaktive Erz, welches vor Ort aus dem Grubenwasser gefiltert wird, bevor es in die Elbe fließt. Noch mindestens bis 2026 wird das so sein.

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