Wissenschaft & Technik Hologramme per Telefon: Das ist der Trick

Ein Telefonklingeln und schwupps – da sitzt euch die beste Freundin gegenüber oder – schlimmer – die Klassenlehrerin. Und zwar als Hologramm! Wie das läuft, erklären Motu und Quinn im Clip.

Holografie WozNiu 2 min
Bildrechte: MDR

WozNiu Mi 02.11.2022 10:30Uhr 01:50 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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In Europa arbeiten Telefonfirmen daran, dass sich Menschen beim Telefonieren dreidimensional sehen können – so, wie wenn sie sich gegenüberstehen. Das soll aber frühestens 2024 für alle möglich sein. Der Trick bei Hologrammen ist eine Technik. Die Technik heißt Holografie. Es gibt sie schon seit Jahrzehnten (1947). Ihr Erfinder heißt Dénes Gábor. Er hat die Holografie per Zufall gefunden. Eigentlich hat er an Mikroskopen gearbeitet. Das sind Geräte, mit denen man sehr kleine Dinge gut sehen kann. Dénes Gábor wollte mit den Geräten noch besser sehen. Dabei hat er aus Versehen ein drei-dimensionales Bild erzeugt: Das Hologramm.

Der Name der Technik kommt aus der altgriechischen Sprache. “Holo” bedeutet ungefähr “ganz, völlig, vollständig”. Der zweite Wortteil, -grafie, bedeutet ungefähr “schreiben”. Holografie bedeutet also: Vollständige Beschreibung. Es ist ein exaktes Bild einer Person oder eines Gegenstandes.

Inzwischen nutzen viele Musikerinnen und Musiker die Technik. Zum Beispiel gab es 2012 ein Konzert mit dem Hologramm des toten US-Rappers Tupac Shakur. Hatsune Miku ist eine Popmusikerin aus Japan, die es sogar nur als Hologramm gibt – nicht als Mensch. Die sehr alten Mitglieder der Popgruppe Abba aus Schweden haben eine sehr aufwendige Show mit Hologrammen ihrer jungen Versionen produziert und die vier Frauen der K-Pop-Girlgroup Aespa bilden eine insgesamt achtköpfige Band zusammen mit ihren Hologramm-Doppelgängerinnen im Animé-Stil.